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Übernahme Commerzbank übernimmt Dresdner früher

Die Commerzbank will die Dresdner Bank früher als bislang geplant komplett übernehmen. Schon im Januar soll die Transaktion vollzogen werden. Ursprünglich war dies erst im zweiten Halbjahr 2009 geplant. Das könnte der Commerzbank viel Geld sparen.
Die Commerzbank wird die Dresdner Bank nun eher komplett übernehmen. Quelle: dpa

Die Commerzbank wird die Dresdner Bank nun eher komplett übernehmen.

(Foto: dpa)

HB FRANKFURT. Die Commerzbank wird die Dresdner Bank früher als bislang geplant komplett übernehmen. Mit dem Dresdner-Mutterkonzern Allianz wurde vereinbart, dass der 40-prozentige Restanteil an der Dresdner bereits im Januar 2009 von der Commerzbank übernommen wird, wie die Frankfurter Bank gestern Abend mitteilte. Die Commerzbank werde für den Restanteil 1,4 Milliarden Euro in bar bezahlen - weniger als ursprünglich für das Paket berechnet worden war. Commerzbank-Chef Martin Blessing: "Wir beschleunigen die Übernahme und sichern eine schnelle Integration."

An der Börse kletterte der Kurs der Commerzbank-Aktie zum Handelsstart um 17 Prozent. Im Laufe des Vormittagshandels schrumpfte das Plus auf rund zwei Prozent zusammen. „Das entscheidende hierbei ist, dass es keine weitere Kapitalerhöhung und damit auch keine zusätzliche Verwässerung der Commerzbank-Aktien gibt“, sagte Marktanalyst Heino Ruland von Frankfurt-Finanz. Allianz-Papiere legten beim Start 8,6 Prozent zu und blieben im Laufe des Vormittagshandels deutlich im Plus.

Damit wird die Commerzbank deutlich früher als ursprünglich geplant 100 Prozent der Dresdner-Bank-Anteile halten. Ursprünglich ging die Commerzbank davon aus, die Komplettübernahme erst im zweiten Halbjahr 2009 abschließen zu können. Bereits Ende August hatte die Commerzbank die Übernahme von 60 Prozent der Allianz-Tochter bekanntgegeben.

Zusätzlich zahlt die Commerzbank 250 Millionen Euro. Damit werden die Ansprüche der Allianz aus dem im August 2008 vereinbarten Risikoschirm abgegolten. "In der aktuellen Situation an den Finanzmärkten ist eine beschleunigte Übernahme der Dresdner Bank durch die Commerzbank vorteilhaft für alle Beteiligten. Insbesondere Mitarbeiter und Kunden profitieren davon, dass nun nicht zwei Banken lange im Übergangsprozess arbeiten müssen, sondern die neue Commerzbank schnell handlungsfähig ist", erklärte Allianz-Chef Michael Diekmann.

"An der Vereinbarung gibt es nichts Negatives auszusetzen", sagte WestLB-Analyst Georg Kanders. Das Risiko für die Aktionäre verringere sich, zugleich falle die Verwässerung der Anteile geringer aus. "Und alles geht schneller", fügte Kanders hinzu. "Die Unsicherheit ist aus der Transaktion heraus."

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