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Übernahme könnte noch scheitern Nach Übernahme: Bank Santander will bei Abbey 3000 Stellen streichen

Sollte die angestrebte Übernahme der britischen Abbey National gelingen, will Spaniens führende Bank Santander Central Hispano bei Abbey etwa 3000 Stellen streichen. Das teilte Santander in Madrid mit.

HB MADRID. Nur so könne das Einsparziel von 450 Millionen Euro innerhalb von drei Jahren bei der britischen Bank erreicht werden.

Arbeitnehmervertreter von Abbey forderten, die Kürzungen sollten durch freiwillige Vereinbarungen und das Nicht-Wiederbesetzen frei werdender Stellen erzielt werden. Analysten sehen das wichtige Abbey-Filialgeschäft durch die angestrebten Stellenstreichungen nicht bedroht. „Die 3000 Stellenstreichungen klingen für mich nicht besonders viel“, sagte ein Analyst, der nicht namentlich genannt werden wollte. Santander will vor allem durch eine Modernisierung der Computersysteme Kosten sparen. Abbey beschäftigt etwa 1500 Mitarbeiter in diesem Bereich. Bei einem Treffen mit Arbeitnehmervertretern der zweitgrößten britischen Hypothekenbank versicherte Santander am Montag, die Rentenansprüche der Abbey-Mitarbeiter zu wahren. Im Falle einer Übernahme solle zudem jeder der 26.000 Abbey-Angestellten 100 Santander-Aktien erhalten. Außerdem solle ein steuerrechtlich vorteilhaftes Aktienprogramm aufgelegt werden.

Santander bietet mehr als acht Milliarden Pfund (zwölf Milliarden Euro) für Abbey und hat bereits die Zustimmung des Übernahmekandidaten gewonnen. Aus mit der Situation vertrauten Kreisen hieß es am Montag, trotz der Verbindung von Santander mit der Royal Bank of Scotland sei es wahrscheinlich, dass die Übernahme bis zum 17. September von der Europäischen-Kommission genehmigt werde. Zuvor hatte die britische Bank HBOS angekündigt, sich angesichts der angestrebten Übernahme wegen der Überkreuzbeteiligung zwischen den zwei Banken bei der Europäischen Kommission zu beschweren. Durch den Zusammenschluss von Santander und Abbey National entstünde die an Börsenwert viertgrößte Bank Europas und die zehntgrößte der Welt.

Medienberichten zufolge könnte die spanische Bank ihre Offerte immer noch zurückziehen, wenn Gegenangebote zu einer langwierigen Prüfung durch die Wettbewerbsbehörden führten. HBOS hat erklärt, eine entsprechende Gegenofferte zu erwägen. Noch sei eine Entscheidung darüber nicht gefallen, sagte ein HBOS-Sprecher am Montag. Die Bank will jedoch auf jeden Fall gegen Santander wegen deren Allianz mit der Royal Bank of Scotland bei der Europäischen Kommission Beschwerde einlegen. „Wir werden an die Kommission schreiben, um unsere Besorgnis wegen der Kreuzbeteiligungen zwischen der Royal Bank of Scotland und Santander auszudrücken“, sagte der HBOS-Sprecher.

Santander ist im Rahmen einer seit 1988 bestehenden Allianz mit gut fünf Prozent an der zweitgrößten britischen Bank beteiligt, im Gegenzug hält die Royal Bank knapp drei Prozent an Spaniens führendem Geldinstitut. Santander zeigte sich für eventuell notwendige Änderungen offen, ein Sprecher bezeichnete dies jedoch als unwahrscheinlich, da Abbey und die Royal Bank in verschiedenen Märkten aktiv seien. Aus politischen Kreisen verlautete inzwischen, dass die Europäische Kommission in den Bindungen zwischen der Royal Bank of Scotland und Santander wohl keinen Grund sehe, die Übernahme nicht zu genehmigen. Es sei nach wie vor damit zu rechnen, dass die Europäische Kommission bis zum 17. September grünes Licht gebe.

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