Übernahme: Schweizer Fintech kauft kriselnden Kreditmarktplatz Creditshelf
Frankfurt. Nach langem Bangen ist die Zukunft des krisengeplagten Fintechs Creditshelf geklärt: Die Frankfurter Kreditplattform wird an den Konkurrenten Teylor verkauft. Die Schweizer bauen damit ihre Marktposition aus und wollen die Konsolidierung im Fintech-Sektor weiter vorantreiben.
„Diese Akquisition ist ein wichtiger Meilenstein für Teylor, aber nur die erste von vielen geplanten Transaktionen“, sagte Teylor-Chef Patrick Stäuble. Durch die Übernahme von Creditshelf erschließe das Unternehmen ein neues Marktsegment mit neuen Produkten und gewinne talentierte Mitarbeiter.
Auf der Plattform von Creditshelf können kleine und mittelgroße Firmen (KMU) Kredite aufnehmen. Das Geld dafür kommt von institutionellen Investoren. Das Fintech wurde 2014 in Frankfurt gegründet und ist seit 2018 an der Börse notiert.
Zuletzt kämpfte Creditshelf jedoch mit großen Finanzierungsproblemen. Teylor bekam dagegen im Somme 2023 frische Mittel von Barclays in Höhe von 275 Millionen Euro zur Verfügung gestellt.
Die Angebote von Teylor und Creditshelf stellen eine Alternative oder Ergänzung zu Bankkrediten dar. Sie sind vor allem für Unternehmen interessant, die bei klassischen Geldhäusern keine Darlehen mehr erhalten.