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Übernahmegerücht ING soll Interesse an der Commerzbank zeigen

Ein Bericht über Übernahmeavancen der niederländischen Bank beflügelt die Coba-Aktie. Doch einen konkreten Vorstoß der ING hat es bislang nicht gegeben.
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ING angeblich an Commerzbank interessiert, keine konkrete Anfrage Quelle: Reuters
Commerzbank

Turbulente Zeiten für das Frankfurter Bankhaus: Bislang gilt eine Fusion mit der Deutschen Bank aber am wahrscheinlichsten.

(Foto: Reuters)

FrankfurtSeit einem Monat verhandeln die Deutsche Bank und die Commerzbank nun über eine Fusion. Und parallel steigt auch die Zahl an Gerüchten über alternative Deals. Vor zwei Wochen machten Berichte über ein angebliches Interesse der italienischen Großbank Unicredit an der Commerzbank die Runde.

Am Dienstagabend schrieb nun das „Manager Magazin“, ING-Chef Ralph Hamers habe bei der Bundesregierung und bei Commerzbank-Chef Martin Zielke um die Aufnahme von Übernahmegesprächen gebeten. Die Commerzbank-Aktie baute daraufhin ihre Gewinne aus und ging mit einem Plus von 3,1 Prozent aus dem Handel.

Nach Informationen des Handelsblatts haben ING und Unicredit in Berlin bereits vor einiger Zeit grundsätzliches Interesse an der Commerzbank signalisiert. Und es ist kein Geheimnis, dass die Vorstandschefs großer europäischer Banken informell über alle möglichen Kombinationen sprechen. Konkrete Anfragen an den Commerzbank-Vorstand, formelle Übernahmegespräche aufzunehmen, gab es Finanzkreisen zufolge bisher aber weder von ING noch von Unicredit.

Die Commerzbank und ING wollten sich zu dem Thema nicht äußern. ING-Chef Hamers hatte Ende 2018 im Handelsblatt-Interview erklärt, internationale Übernahmen seien nicht die Top-Priorität des Instituts. „Wenn es allerdings auf einem der Märkte, auf dem wir bereits stark vertreten sind, zu Konsolidierung kommt, wird das einen Prozess des Nachdenkens auslösen“, sagte Hamers damals. „Wir werden uns dann fragen, ob wir dort aus eigener Kraft schnell genug wachsen können.“ Finanzkreisen zufolge wäre eine Übernahme der Commerzbank für die ING jedoch „ein sehr großer Happen“. Die ING ist mit einem Börsenwert von 47 Milliarden Euro deutlich mehr wert als die Commerzbank, die aktuell auf knapp zehn Milliarden Euro kommt.

Die bis vor Kurzem als ING-Diba bekannte Deutschlandtochter der Niederländer hat in der Bundesrepublik inzwischen rund neun Millionen Privatkunden. Das Institut ist hierzulande mit Tagesgeld-Angeboten groß geworden, will künftig jedoch auch verstärkt im Firmenkundengeschäft mitmischen.

Laut „Manager Magazin“ versucht ING-Chef Hamers, die Bundesregierung und Zielke mit umfangreichen Versprechen auf seine Seite zu ziehen. Hamers habe in Aussicht gestellt, die globale Zentrale von ING von Amsterdam nach Frankfurter zu verlagern. Außerdem habe er versprochen, dass bei einer Übernahme der Commerzbank weniger Stellen abgebaut würden als bei einer deutschen Großbankenfusion. Zielke habe die Aufnahme formeller Gespräche jedoch abgelehnt, den Kontakt allerdings nicht gänzlich abgebrochen, schrieb das Magazin.

Deutsche Bank und Commerzbank verhandeln seit Mitte März über einen Zusammenschluss. Spätestens bis zur Vorlage der Quartalszahlen der Deutschen Bank am 26. April soll Klarheit herrschen, ob aus den bisherigen Sondierungsgesprächen vertiefte Fusionsverhandlungen werden – oder ob die Gespräche abgebrochen werden.

Falls der Deal platzt, wird in Finanzkreisen davon ausgegangen, dass ausländische Geldhäuser ihre Fühler nach der Commerzbank ausstrecken könnten. Neben Unicredit und ING werden dabei auch die französischen Großbanken Société Générale und BNP Paribas, das spanische Geldhaus Santander und die Schweizer UBS als mögliche Interessenten gehandelt.

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1 Kommentar zu "Übernahmegerücht: ING soll Interesse an der Commerzbank zeigen"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Deutsche Bank hat Interesse, Unicredit und jetzt auch noch die ING! Ja auch ich habe Interesse, leider fehlt mir das Kleingeld, teuer ist die Commerzbank wirklich nicht!
    Da kauft man für 8 Euro einen mehrfachen Wert an Eigenkapital - billiger gehts nimmer! Dazu macht TROTZ DER NIEDRIGZINSPHASE die Commerzbank auch noch Gewinn und zahlt eine schöne Dividende!