Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Übernahmekampf Gericht suspendiert Popolare-Chef

Im Streit um die italienische Bank Antonveneta hat die zuständige Untersuchungsrichterin überraschend den Vorstandsvorsitzenden des einen Bieterinstituts, der Banca Popolare Italiana, Gianpiero Fiorani, für zwei Monate von der Ausübung seines Amtes suspendiert.

kk MAILAND. Die Richterin muss entscheiden, ob es bei dem Übernahmekampf um das Institut zu Unregelmäßigkeiten gekommen ist. Die Banca Popolare Italiana, ehemals Lodi, hatte ein Gegenangebot für Antonveneta vorgelegt und damit das Erstgebot der niederländischen ABN Amro vereitelt.

Die Staatsanwaltschaft untersucht bereits seit Monaten das Vorgehen der Banca Popolare. Im Rahmen der Untersuchungen waren vergangene Woche verschiedene Mitschnitte von Telefonaten sowohl zwischen Fiorani und anderen Aktionären als auch zwischen Fiorani und Zentralbankchef Antonio Fazio an die Öffentlichkeit gelangt. Sie legen den Verdacht nahe, dass sich die Aktionäre gesetzeswidrig untereinander abgesprochen haben und Fazio davon gewusst hat. Außer Fiorani wurde auch Populare-Finanzchef Gianfranco Boni von seinem Amt suspendiert.

Auch der Druck auf Fazio steigt. Die italienische Regierung will nun die Amtszeit des Zentralbankchefs gesetzlich beschränken. Bisher wird der Gouverneur der Banca d’Italia auf Lebenszeit ernannt. Oppositionsvertreter fordern bereits seinen Rücktritt. „Wir können es nicht erwarten, dass die Richter das Problem der Banca d’Italia lösen“, sagte Francesco Rutelli, der Vorsitzende der Margheriten-Partei im Interview mit der Zeitung La Repubblica. Die Regierung geht zwar nicht ganz so weit. Sie ist sich aber größtenteils mit der Opposition einig, dass die Amtszeit beschränkt werden soll. Die Politiker können Fazio jedoch nicht zum Rücktritt zwingen, wenn man ihm keine schwere Verfehlung nachweisen kann.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite
Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%