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UK Finance nach Brexit Britische Banken pochen auf Entgegenkommen der EU

Die Londoner Banken verlieren nach dem Brexit ihren EU-Zugang. Nun fordert der Bankenverband UK Finance ein Freihandelsabkommen für Finanzdienstleistungen – doch Experten zweifeln, dass die EU mitmacht.
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Der britische Bankenverband UK Finance fordert ein Freihandelsabkommen für Finanzdienstleistungen. Quelle: AFP
Canary Wharf in London

Der britische Bankenverband UK Finance fordert ein Freihandelsabkommen für Finanzdienstleistungen.

(Foto: AFP)

LondonDer Brexit-Tag ist nur noch ein gutes Jahr entfernt, und in der Londoner City wird heftig diskutiert, wie es nach dem Ausstieg aus dem Binnenmarkt weitergehen soll. Reicht es, eine Tochter in der EU zu gründen? Wie viele Mitarbeiter müssen umziehen? Und wie kommt man weiter an die europäischen Kunden ran?

Der Bankenverband UK Finance hat nun einen Vorschlag für ein Freihandelsabkommen vorgelegt. Ziel sei es, die Lizenzen der Banken und Finanzdienstleister gegenseitig anzuerkennen und bei der Aufsicht weiterhin eng zusammenzuarbeiten, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Bericht.

Das Abkommen soll vier Prinzipien folgen:

  • Nicht alle grenzüberschreitenden Finanzdienstleistungen müssen gleich behandelt werden: Für professionelle Finanzakteure wie Banken, Konzerne und Regierungen könnten andere Regeln gelten als für Kleinanleger und Verbraucher.
  • Enge Zusammenarbeit der Aufseher.
  • Gleicher Marktzugang für einheimische und ausländische Anbieter.
  • Klare Regeln für den Streitfall, die Firmen gegen einen abrupten Stopp des Marktzugangs schützen.

Das Abkommen für Finanzdienstleistungen soll Teil eines generellen Handelsabkommens zwischen der EU und Großbritannien sein. Mit dem Papier will der Bankenverband der britischen Regierung eine Grundlage für die zweite Runde der Brexit-Verhandlungen geben. In eine ähnliche Richtung ging Ende September ein Papier der International Regulatory Strategy Group, einer weiteren City-Lobbygruppe. Es wird erwartet, dass die Regierung von Premierministerin Theresa May in den kommenden Tagen offiziell Stellung zu dem Thema bezieht.

Brexit-Minister David Davis hatte diese Woche bereits angekündigt, dass Großbritannien die Freizügigkeit für Mitarbeiter im Finanzsektor quer durch Europa beibehalten wolle. Bankangestellte müssten dann nicht erst eine Arbeitserlaubnis beantragen, wenn sie für wenige Monate von Frankfurt nach London versetzt werden oder umgekehrt.

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