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UK Finance nach Brexit Britische Banken pochen auf Entgegenkommen der EU

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Wie stehen Londons Chancen?
Die wertvollsten Banken weltweit
Marktkapitalisierung der weltgrößten Privatbanken
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Die Marktkapitalisierung gibt den aktuellen Börsenwert einer Firma an. Sie ergibt sich, wenn man den aktuellen Aktienkurs mit der gesamten Aktienanzahl multipliziert. Die Marktkapitalisierung ist somit abhängig von den Erwartungen am Aktienmarkt an die zukünftige Ertragskraft des Unternehmens und kann entsprechend stark schwanken. Welche Großbanken seit der Finanzkrise in den Augen der Anleger stark nachgelassen haben oder auf der Überholspur sind.

(Foto: dpa)
Platz 59: Deutsche Bank
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Die Deutsche Bank ist das größte Kreditinstitut Deutschlands. Seit über einem Jahr wird die Bank allein von John Cryan geführt. Die großen Herausforderungen betonte der Vorstandschef einmal mehr bei der Handelsblatt-Tagung „Banken im Umbruch“. Seit Beginn der Finanzkrise im Sommer 2007 hat die Deutsche Bank in den Augen der Anleger am Aktienmarkt deutlich nachgelassen. Anfang 2007 lag die Marktkapitalisierung noch bei 53,03 Milliarden Euro. 2017 sind davon nur noch 27,8 Milliarden Euro übrig.

(Foto: Reuters)
Platz 15: BNP Paribas
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Die französische Großbank entstand im Jahr 2000 aus der Fusion der Banque Nationale de Paris und der Paribas. Hinsichtlich ihrer Marktkapitalisierung gehört die BNP Paribas zu den 15 größten Banken weltweit. Selbst die Finanzkrise konnte der Geschäftsbank nicht viel anhaben – im Gegenteil. Im Januar 2007 lag ihre Marktkapitalisierung bei 76, 9 Milliarden Euro. Und obwohl der Wert ab Beginn der Krise zeitweise sank, hat die Bank 2017 79,8 Milliarden Euro sogar zugelegt.

(Foto: Reuters)
Platz 14: Toronto-Dominion Bank
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Die Bank of Toronto, aus der später die Toronto-Dominion Bank entstand, wurde 1855 von einer Gruppe Kaufleute und Müller gegründet. Heute arbeiten bei der kanadischen Großbank weltweit über 80.000 Menschen. Die Erfolgsgeschichte spiegelt sich auch in der Entwicklung der Marktkapitalisierung wider. Die Finanzkrise konnte ihr in der Hinsicht nichts anhaben. 32,6 Milliarden Euro betrug die Marktkapitalisierung vor der Krise im Januar 2007, 2017 nun satte 84,6 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)
Platz 13: China Merchants Bank
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Die China Merchants Bank kann eine ähnliche Erfolgsgeschichte vorweisen. Vor 30 Jahren fing sie mit einem Kapital von 100 Millionen Yuan (ca. 128.000 Euro) und 30 Mitarbeitern an. Die Marktkapitalisierung lag Anfang des Jahres 2007 noch bei 23,36 Milliarden Euro, nach Beginn der Krise im selben Jahr bereits bei 50,25 Milliarden Euro. Heute kann die chinesische Großbank eine Marktkapitalisierung von 85,7 Milliarden Euro verzeichnen.

(Foto: Reuters)
Platz 12: Commonwealth Bank of Australia
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Die Commonwealth Bank bezeichnet sich selbst als Australiens führende Bank. Zuletzt befand sich das Unternehmen jedoch aufgrund von Geldwäschevorwürfen in der Bredoullie. Die Marktkapitalisierung ist mit 86,4 Milliarden im Jahr 2017 trotzdem beträchtlich. Seit Januar 2007 hat sich die Bank damit um fast 50 Milliarden Euro gesteigert.

(Foto: Reuters)
Platz 11: Banco Santander
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Im Jahr 2007 feierte die spanische Universalbank ihr 150-jähriges Bestehen. Gemessen an der Marktkapitalisierung zählt die Banco Santander damals wie heute zu den wertvollsten Banken weltweit. Aktuell liegt die Marktkapitalisierung bei 87,3 Milliarden Euro.

(Foto: Reuters)

Die Frage ist, wie realistisch Londons Wünsche sind. Es wäre das erste Mal, dass die EU ein Freihandelsabkommen über Finanzdienstleistungen abschließt. Das jüngste Abkommen mit Kanada etwa klammert den Sektor aus. Experten bezweifeln, dass Brüssel ausgerechnet für Großbritannien eine Ausnahme macht. Sie verweisen auf die Schweiz, die seit Jahren vergeblich auf den Zugang ihrer Banken zum Binnenmarkt hofft. „Es gibt einen Grund, warum die Schweizer Banken alle in London sind“, sagt ein City-Veteran.

Londoner Banker argumentieren, dass Großbritannien mehr Gewicht habe als die Schweiz. Ein Freihandelsabkommen sei gerechtfertigt, weil die Beziehung zwischen der EU und Großbritannien einzigartig sei, sagte Sally Dewar, zuständig für Regulierungsfragen bei der US-Investmentbank JP Morgan, bei einer Anhörung im Oberhaus. Anders als bei allen anderen Freihandelsabkommen starte man schließlich von einem Ausgangspunkt, an dem die Regeln auf beiden Seiten bereits identisch seien.

Doch der Prozess der gegenseitigen Anerkennung wäre sehr arbeitsaufwendig. Mit der Zeit driften Vorschriften auseinander, die Aufseher auf beiden Seiten können unterschiedlicher Ansicht sein, es muss überwacht und geschlichtet werden. Das will sich die EU möglichst ersparen, daher wendet sie im Umgang mit Drittstaaten die Äquivalenz-Regel an: Sie lässt Produkte und Dienstleistungen zu, wenn deren Regulierung als EU-konform eingestuft wird. Sie behält es sich aber vor, den Zugang zum Binnenmarkt jederzeit wieder zu sperren.

Der Londoner Bankenverband hält das Äquivalenz-Modell für keine Lösung. Viele deutsche Unternehmen, besonders die exportorientierten Mittelständler, nutzten britische Banken für ihre Geschäfte, sagt Ronald Kent von UK Finance. Diese Firmen könnten nicht auf Basis bestehender Äquivalenz-Regeln arbeiten, da diese nur für wenige Produkte gelten und eben binnen 30 Tagen aufgekündigt werden können. Kent appelliert an das Eigeninteresse der Europäer: Ein Freihandelsabkommen nicht anzustreben, „wäre schädlich für Unternehmen und Verbraucher in der EU“.

Bleiben die Europäer hart, wird es für die Banken richtig teuer. „Es wäre einfach, eine Tochter in der EU zu gründen und das Geschäft nach dem Brexit einfach weiterzuführen“, sagt Rachel Kent von der Anwaltskanzlei Hogan Lovells. „Aber das hätte seinen Preis.“ Um die Kosten niedrig zu halten, sei ein Abkommen wünschenswert.

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