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Umbau der Deutschen Bank „Schon die vierte Verwässerung in wenigen Jahren“

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Großaktionäre ziehen wohl mit

Dass die Kapitalerhöhung notwendig ist, darüber scheint man sich in der Branche insgesamt einig zu sein. „Eine Kapitalerhöhung jetzt ist richtig, um die Bank neu auszurichten und das Geschäft wieder nach vorne zu bringen“, erklärte etwa Ingo Speich, Fondsmanager der Union Investment, im Handelsblatt-Interview. Allerdings erfolge dieser Schritt „aus einer Position der Schwäche“, weil das Institut im Vergleich zur Konkurrenz eher dünn kapitalisiert sei.

Auch die Bundesregierung sieht das Vorgehen grundsätzlich positiv. Ein Sprecher des Bundesfinanzministeriums sagte, zwar kommentiere die Regierung Geschäftsvorgänge bei einzelnen Instituten nicht. Er könne aber grundsätzlich sagen, dass es die Bundesregierung begrüße, wenn Banken ihre Kapitalbasis stärkten. Vor Monaten war gar spekuliert worden, die Bundesregierung bereite einen Notfallplan vor.

Noch ist unklar, ob die Investoren bei der Kapitalerhöhung wirklich mitziehen. „Wir gehen davon aus, dass die Großaktionäre die Kapitalerhöhung zeichnen werden“, sagte Ingo Frommen von der LBBW. „Auch scheint uns das Umfeld ausreichend stabil, um zu erwarten, dass die Maßnahme erfolgreich durchgeführt werden kann.“ Der größte Aktionär Katar und die jüngst als Großaktionär eingestiegene HNA-Gruppe dürften die Kapitalerhöhung unterstützen. Laut Cryan hätten die Großaktionäre bereits ihr Mitziehen signalisiert.

Das gilt nicht flächendeckend. Union Investment etwa hält sich noch bedeckt. „Das hängt ganz von den Details zur Strategie ab“, meinte Speich. Denn Analysten zweifeln an der Stabilität der neuen Strategie. „Die Deutsche Bank muss nun deutlich aufzeigen, wie es weitergeht“, sagt Magdalena Stoklosa von Morgan Stanley. Bankchef Cryan jedenfalls scheint voller Tatendrang. Gerüchte, er sei amtsmüde, wies der Brite zurück. Er fühle sich der Aufgabe „zu 150 Prozent verpflichtet“, betonte er am Sonntag. Die Hoffnung auf bessere Zeiten bleibt bestehen – und die Unsicherheit erst recht.

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4 Kommentare zu "Umbau der Deutschen Bank: „Schon die vierte Verwässerung in wenigen Jahren“"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • Wer Bilanzen nur in Ansätzen versteht, konnte sehen daß die Bank zu wenig Eigenkapital hat. Ich frage mich wer und warum solche Aktien kauft.

  • ... bin seit 2008 Aktionär der deutschen Bank
    Und immer wieder wird die Karotte vor des Aktionärs Nase gehalten.
    Von Ackermann, Fitschen und Jain .. nie geliefert was versprochen wurde.
    Keine Prognose hat bisher gehalten und es wär wirklich an der Zeit,
    zu wissen was Sache ist.

  • Zwei Mal um 180 grad geschwenkt, tolle Strategie. Katastrofe für jeden Anleger. Wo ist das hb Interview mit D Müller der die -einzige Deutsche Bank die auf internationalem Parkett mitspielen kann- empfiehlt?

  • Sie sprechen von einer "Neuen Strategie" der Deutschen Bank. Darunter verstehe ich ein Geschäftsmodell, mit dem die Bank künftig auskömmliche Renditen erzielt. Von einem solchen Geschäftsmodell ist in dem Artikel nicht die Rede. Geschildert werden nur einige geplante Massnahmen wie beispielsweise Stellenabbau, Kapitalerhöhung, Postbank behalten oder DWS an die Börse bringen. Ob es hilft?

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