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Umbaupläne Die Unternehmenssparte der Deutschen Bank bekommt mehr Kompetenzen

Aus einem internen Schreiben der Bank zeichnen sich die Konturen der neuen „Unternehmensbank“. Sie wird zur neuen Hoffnungssparte.
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Wenige Wochen nach Gründung der „Unternehmensbank“ nimmt die neue Sparte der Deutschen Bank langsam Formen an. Quelle: Reuters
Zentrale der Deutschen Bank

Wenige Wochen nach Gründung der „Unternehmensbank“ nimmt die neue Sparte der Deutschen Bank langsam Formen an.

(Foto: Reuters)

Frankfurt Wenige Wochen nach Gründung der „Unternehmensbank“ zeichnen sich die Konturen des neuen Bereichs der Deutschen Bank genauer ab. Bislang war bekannt, dass die Sparte im Wesentlichen aus der Transaktionsbank besteht, in der das Geldhaus Geschäfte wie den Zahlungsverkehr und die Handelsfinanzierung bündelt, angereichert um das Mittelstandsgeschäft, das bislang in der Privatkundensparte angesiedelt war.

Nun zeigen zwei interne Memos, die dem Handelsblatt vorliegen, wo die von Stefan Hoops geführte Unternehmensbank weitere Kompetenzen oder Geschäftsfelder zugebilligt bekam, zumeist aus dem bisherigen Investmentbanking. Das von Ram Nayak geleitete Anleihe- und Währungsteam etwa soll sowohl für die Investmentbank als auch für die Unternehmensbank arbeiten, heißt es in einem der Schreiben.

Das zeigt sich in der Führungsstruktur der Unternehmensbank: Im Führungsteam, dem sogenannten ExCo, tauchen mit Sameen Farooqui, Russell LaScala und Jonathan Tinker gleich drei Manager auf, die zugleich dem Chef des Anleihe- und Devisenhandels, Nayak, unterstellt sind. Der Devisenhandel sei „ein wichtiger Bestandteil der Wertschöpfungskette für Unternehmen, insbesondere im Zusammenhang mit Zahlungslösungen“, schreibt Hoops. Das Devisengeschäft wird damit fest in der neuen Sparte verankert.

Unklare Kompetenzen

Auch in der Kundenbetreuung erhält die frühere Transaktionsbank künftig mehr Freiheit: Die Sparte kann ihre Kunden, Zielgruppe sind die Treasurer der Unternehmen, also deren Finanzverantwortliche, künftig direkt ansprechen, sowohl am Hauptsitz der Firmen wie auch in deren ausländischen Niederlassungen.

Bislang leistete sich die Deutsche Bank bei der Kundenansprache einen Flickenteppich von Verantwortlichkeiten, die von Land zu Land variieren konnten: Mal waren die Investmentbanker für die Kundenansprache verantwortlich, mal die Zahlungsverkehrsexperten.

Außerdem erhält die Unternehmensbank die Zuständigkeit für das Wertpapierleihegeschäft, das bislang zum Investmentbanking gehörte. Es wird dem Wertpapierverwahrgeschäft für Fonds zugeordnet, das bislang schon Teil der Sparte war. „Darüber hinaus entwickeln wir eine ehrgeizige Strategie für das Kundensegment Fintech und Plattformen, welches eine wesentliche Komponente für das zukünftige Wachstum unseres Geschäfts sein wird“, ergänzt Hoops in dem Schreiben.

Sobald die Aufstellung des Geschäftsbereichs abgeschlossen sei, solle er auch im Führungsteam vertreten sein. Details zum Fintech-Bereich nannte Hoops nicht, Finanzkreisen zufolge geht es aber um Dienstleistungen im Zahlungsverkehr. In den nächsten Monaten muss Unternehmensbank-Chef Hoops also aus vielen Einzelteilen eine Einheit schmieden. Das sei „eine hochkomplexe Aufgabe, die einiges an Integrationsarbeit erfordern wird, besonders in Europa“, schreibt er.

Die Verantwortung für Europa übernimmt er deshalb – übergangsweise – selbst. Ähnliches gilt auch für Deutschland. „Angesichts der Bedeutung unseres Heimatmarktes und der wichtigen Entscheidungen, die wir in den nächsten Monaten treffen müssen, werde ich übergangsweise persönlich die Leitung der Unternehmensbank für Deutschland übernehmen“, so Hoops. Auch Stefan Bender und Ralph Müller, die das aus der Privatkundensparte stammende Mittelstandsgeschäft geleitet haben, sind im Führungsgremium vertreten und sollen Hoops „als wichtige Partner in der Übergangsphase zur Seite stehen“.

Mehr: Sein deutsches Privatkundengeschäft bündelt das Geldhaus bislang in einer eigenen Bank. Nun gibt es Überlegungen, es wieder in den Konzern zu integrieren.

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