Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Umsatzsteuer-Betrug Deutsche Bank stellt mehrere Mitarbeiter frei

Die Doppelspitze der Deutschen Bank macht Ernst mit dem Kulturwandel: Das Geldinstitut stellt nun mehrere Mitarbeiter frei, die einer Bande geholfen haben sollen, unrechtmäßig Steuer-Erstattungen zu bekommen.
7 Kommentare
Die Deutsche Bank stellt Mitarbeiter frei, die in Umsatzsteuer-Betrügereien verwickelt sein sollen. Quelle: dpa

Die Deutsche Bank stellt Mitarbeiter frei, die in Umsatzsteuer-Betrügereien verwickelt sein sollen.

(Foto: dpa)

MünchenDie Deutsche Bank hat nach Informationen der „Süddeutschen Zeitung“ mehrere Beschäftigte aus dem Handelsbereich freigestellt, die in Umsatzsteuer-Betrügereien in großen Stil verwickelt sein sollen. Die Angestellten, mehr als fünf an der Zahl, mussten ihre Schreibtische und Büros räumen. Weitere Maßnahmen sind nicht ausgeschlossen, die Gespräche laufen noch, schreibt das Blatt.

Die Deutsche Bank äußerte sich dazu nicht, verwies aber auf den von den neuen Vorstandschefs Jürgen Fitschen und Anshu Jain verkündeten Kulturwandel. Nicht alles, was legal ist, sei auch legitim - man wolle keine Geschäfte mehr machen, unter denen der Ruf des Instituts leiden könnte. „Wir meinen es ernst“, sagte Jain kürzlich.

Die nun freigestellten Beschäftigten sollen mit einer internationalen Bande kooperiert haben, die den deutschen Fiskus beim Handel mit Verschmutzungsrechten (Kohlendioxid-Emissionen) um Hunderte Millionen Euro geschädigt hat. Über sogenannte Umsatzsteuer-Karusselle kassierten zahlreiche Firmen zu Unrecht Steuer-Erstattungen. Die Deutsche Bank war durch die Affäre zunehmend unter Druck geraten: Steuer-Rückzahlungen und ein Verzicht auf Steuer-Erstattungen kosteten das Institut bereits 300 Millionen Euro.

Die Frankfurter Generalstaatsanwaltschaft verdächtigt der Zeitung zufolge mindestens sieben Händler der Großbank, in die Affäre verwickelt zu sein. Einige dieser Händler waren vor einer Razzia der Strafverfolger im April 2010 gewarnt worden. Das Leck bei den Behörden konnte bis heute nicht gefunden werden.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
  • dpa
Startseite

7 Kommentare zu "Umsatzsteuer-Betrug: Deutsche Bank stellt mehrere Mitarbeiter frei"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • ....Bänker Bängster. Für diesen Beruf kommen sowie so nur ein nicht zu großer Kreis in die Ausbildung bei den Banken.
    Vermutlich müssen gewisse Gene vorhanden sein, um so skrupellos Kunden, wie auch den Staat zu betrügen. Ich habe jedenfalls von diesem Berufsstand "Bänker" keine Hochachtung und noch weniger Vertrauen.
    Unabhängig von den Betrügertouren, werden dies "Bänker"
    von der Politik hoffiert und dies quer durch alle Parteien.
    Auf der Reeperbahn in Hamburg wird weniger betrogen

  • Bei einer Freistellung werden die Bezüge bis zu einer einvernehmlichen Einigung ( Abfindung ) weiter bezahlt.

  • Na ja, frei sind diese Leute dann nicht, da sie ja von Ihrer Firma keine D&O-Versicherung spendiert bekommen haben, wie die Vorstände. Auf diese Leute warten die Staatsanwälte, da sich die Vorstände diesen Puffer gebaut haben und danach sind sie um ungünstigsten Fall unfrei!

  • warum benutzen auch Sie immer wieder den euphemistschen Terminus "freistellen"statt entlassen oder wie hier rausschmeißen? Wenn man entlassen ist ,ist man so frei.......einfach herrlich!

  • Das ist doch keine Überraschung. Solche Geschäfte werden immer mit dem (inoffiziellen)Segen der Vorstände betrieben. Wenn es gut geht jubeln alle. Der Vorstand verdient hervorragend daran, die Subalternen erhalten Ihre Boni und Gratifikationen und gebärden sich wie die Größten mit dicker Hose. Wenn es schief geht, sorgen Vorstände für "Kulturwandel", bestrafen die Subalternen mit Rauswurf und Liebesentzug und informieren über ihre Juristen die D&O-Versicherungen, damit sie nicht persönlich für diese Schäden aufkommen müssen. Die Prämien für diese Versicherungen zahlt selbstverständlich die Firma.

  • Bank, Banker, Bankster!.....aus Leidenschaft!

  • Hätte man was anderes erwartet, das sind auch nur Menschen die dem schnöden Mammon hinterher jagen. Schätze 95 % der Bankenbranche sind korrupt & haben nur ihren Geldbeutel im Sinn.