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Umtauschverhältnis Allianz findet RAS-Aktionäre ab

Die Allianz will die restlichen Aktionäre der italienischen Tochter RAS mit 3 eigenen Aktien für jeweils 19 RAS-Papiere abfinden. Der Allianz-Vorstand und der RAS-Verwaltungsrat stimmten am Freitag der Verschmelzung der beiden Unternehmen zu.

HB MÜNCHEN. Das Tauschverhältnis basiere unter anderem auf der Annahme eines Gewinns des Allianz-Konzerns von 4,34 Mrd. Euro im Jahr 2005, teilte das Münchener Unternehmen am Freitag mit. Bislang hatte die Allianz für 2005 einen Konzerngewinn von mehr als 4 Mrd. Euro in Aussicht gestellt, was bereits in etwa eine Verdoppelung zum Vorjahr bedeutet hätte. Eine Allianz-Sprecherin sagte, bei der geschätzten Gewinnsumme sei das Ergebnis der ersten 10 Monate auf das gesamte Jahr fortgeschrieben worden.

Die Allianz will die RAS für 5,7 Mrd. Euro komplett übernehmen und auf den Mutterkonzern verschmelzen. Dabei will sich der größte europäische Versicherer die neue Rechtsform einer Europa-AG (Societas Europaea, SE) geben. Bei dem im November ausgelaufenen Barangebot für den Kauf von RAS-Aktien hatte die Allianz ihre Mehrheitsbeteiligung an dem italienischen Versicherer auf rund 76 Prozent aufgestockt. Die restlichen Aktien sollen nach Zustimmung der Hauptversammlungen im Februar in Allianz-Aktien getauscht werden.

Das Tauschverhältnis bedeutet, dass die Allianz für jede RAS-Aktie rund 0,158 eigene Aktien ausgeben will. Damit bleibt das Umtauschverhältnis im Rahmen der Spanne von 0,153 bis 0,161 Aktien, die die Allianz bei der Ankündigung der Fusion im September vorläufig genannt hatte. Seitdem hatte der Kurs der Allianz-Aktie allerdings um fast ein Fünftel zugelegt.

Das Tauschverhältnis entscheidet darüber, wie viele Aktien die Allianz am Ende für die komplette Übernahme der RAS ausgeben muss. Im September hatte der Konzern bereits eine komplizierte Aktientransaktion aufgelegt, um die Auswirkungen der Fusion auf das Aktienkapital steuerbar zu machen. Neben einer Kapitalerhöhung im Volumen von 1 Milliarde Euro hatte die Allianz geliehene Aktien im gleichen Volumen platziert und aus dem Erlös ein Darlehen erhalten, das in Aktien oder in bar getilgt werden kann. Dadurch kann die Allianz die Zahl der neu auszugebenden Aktien für die RAS-Verschmelzung zumindest teilweise regulieren.

Die Verschmelzung der RAS auf die Allianz ist zentraler Bestandteil des Konzepts von Firmenchef Michael Diekmann, die Organisation des Münchener Konzerns drastisch zu vereinfachen. Tochterfirmen der RAS in Österreich, der Schweiz und Spanien werden dadurch direkt an die Allianz angegliedert. Der Finanzriese hat das Vorgehen auch als Plattform für das Zusammenführen der Aktivitäten in Italien insgesamt bezeichnet, wo der Konzern auch den Versicherer Lloyd Adriatico besitzt.

Auch in Deutschland strafft die Allianz ihre Strukturen: Die bisher weitgehend getrennt agierenden Versicherer der Bereiche Lebens-, Sach- und Krankenversicherer sollen unter einer Holding zusammengeführt und der Vertrieb in einer eigenen Gesellschaft gebündelt werden.

Die Aktionäre von Allianz und RAS müssen der Verschmelzung nun noch zustimmen. Die Aktionäre der RAS sollen am 3. Februar zusammenkommen. Eine Zustimmung ist wegen des Mehrheitsanteils der Allianz sicher. Fünf Tage später ist dann eine außerordentliche Hauptversammlung der Allianz geplant.

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