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Unicredit-Chef Ghizzoni „Wir erwägen taktische Zukäufe in Deutschland“

Frederico Ghizzoni steht seit dem 30. September an der Spitze der italienischen Großbank Unicredit. Mit dem Handelsblatt sprach der neue Vorstandschef über seine künftige Strategie für das Geldhaus und die Bedeutung des deutschen Marktes.
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Quelle: Pressebild
(Foto: Pressebild)



Handelsblatt: Herr Ghizzoni, Sie sind jetzt seit einem Monat im Amt. Was wird der Vorstandschef Ghizzoni anders machen als sein Vorgänger Profumo?



Federico Ghizzoni: Alessandro und ich haben lange Jahre großartig zusammengearbeitet. Ich habe seine Strategie befürwortet, international zu wachsen und in Osteuropa eine führende Bank zu werden, was zu der Fusion mit der Hypo-Vereinsbank geführt hat. Und das wird sich auch nicht ändern. Ich werde nicht die DNA dieser starken, europäischen Gruppe ändern.



Was wird sich dann ändern?



Wir haben vielleicht unterschiedliche Persönlichkeiten. Aber der Wandel wird auch von den neuen Herausforderungen des veränderten Umfelds kommen, das alle Banken betrifft.



Manche Beobachter sehen das kritischer, befürchten eine strategische Abkehr von der internationalen Großbank hin zu einer stärker auf Italien konzentrierten Bank.



Das dementiere ich 100-prozentig. Ich habe lediglich gesagt, dass wir in Italien ein paar Probleme haben und dass die Bank hier nicht mehr profitabel genug ist. Deshalb müssen wir das angehen. Italien macht noch immer 45 Prozent der Erlöse aus.



Was wird denn Ihre internationale Strategie sein ?



Es ist klar, dass wir bei der Nutzung des Kapitals sehr vorsichtig sein müssen in diesen Zeiten. Wir müssen unser Portfolio von Geschäftsbereichen und geografischer Präsenz überprüfen und entscheiden, in welchem Geschäftsfeld oder welchem geografischen Gebiet es mehr Sinn ergibt zu wachsen und zu investieren.



Und was könnte das Ergebnis dieser Prüfung sein?



Osteuropa ist wichtig und wird weiter sehr wichtig für uns sein, schon allein wegen der auch künftig deutlich höheren Dynamik der Wirtschaft. Da wir Marktführer in der Region sind, ist es wichtig, dort zu wachsen. Es ist klar, dass wir etwa in Polen, der Türkei und Russland mehr investieren werden. In einigen Ländern sind wir aber nur Nummer sechs, sieben oder gar acht. Dort müssen wir sehen, ob es Sinn hat zu bleiben oder ob wir etwa nur in einem Segment, wie dem Corporate Banking, bleiben, uns aber aus dem Privatkundengeschäft zurückziehen.



Werden Sie sich auch aus Kasachstan zurückziehen?



Kasachstan ist der einzige Markt im Osten, in dem wir Geld verlieren. Ich denke nicht, dass Kasachstan für uns zum Kerngeschäft gehört. Ob wir es verkaufen, hängt aber von den potenziellen Interessenten ab.

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3 Kommentare zu "Unicredit-Chef Ghizzoni: „Wir erwägen taktische Zukäufe in Deutschland“"

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  • DiE ZEHN GEbOTE DER MAFiA
    1. "Man stellt sich unseren Freunden nicht allein vor - dies geht nur über die Vermittlung eines Dritten."
    2. "Lass die Finger von den Ehefrauen unserer Freunde."
    3. "Wir machen keine Geschäfte mit den bullen."
    4. "Wir besuchen weder Tavernen noch Clubs."
    5. "Es ist Pflicht, der Cosa Nostra jederzeit zur Verfügung zu stehen. Auch wenn die Frau kurz vor der Entbindung steht."
    6. "Verabredungen werden kategorisch eingehalten."
    7. "Die Ehefrau muss respektiert werden."
    8. "Wenn man nach etwas gefragt wird, was man weiß, muss man die Wahrheit sagen."
    9. "Es ist verboten, sich Gelder anzueignen, die anderen oder anderen Familien gehören."
    10. "Wer nicht der Cosa Nostra angehören kann:
    - Wer einen engen Angehörigen bei den Sicherheitskräften hat
    - Wer Fälle von Untreue in der Familie hat
    - Wer sich schlecht verhält - und sich nicht an moralische Werte hält."
    Quelle: La Repubblica

  • Taktisch geht vielleicht auch noch etwas in Deutschland. Das klingt nicht begeistert. Strategisch jedenfalls ist Deutschland wohl erledigt für bankgeschäfte: ein alternder Markt und überbesetzt.

  • come on! kauft noch ein paar halbtote deutsche banken...! :)

    Die Sache mit der HVb lief ja ausgezeichnet: die wurde erst übernommen, nachdem die HRE (!) ausgelagert war. Dann liess die HRE höflicherweise noch die Haftung der neuen Mutter auslaufen, um kurz darauf unter den Rock des Steuerzahlers zu schlüpfen. Tolle Sache, zumindest aus Sicht der Unicredit.

    Diesmal würde sich die WestLb oder vll auch nochmal die neuverschlankte HRE anbieten...

    Selbstverständlich übernehmen wir auch diesmal gerne alle anfallenden Verluste, wir wollen ja keine investoren abschrecken - schliesslich ist das historische Zinstief bald zu Ende, was bedeutet, dass es schon bald nicht mehr Steuersenkungen, sondern um Erhöhungen gehen wird - Export hin oder her....!

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