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UniCredit Großbank überrascht mit hohem Gewinn

Der Gewinn von UniCredit ist im ersten Quartal unerwartet hoch ausgefallen. Somit zeigen die aktuellen Sparmaßnahmen und Kostensenkungen Wirkung: Zum Jahresbeginn gewann die italienische Großbank rund 40 Prozent mehr.
Update: 11.05.2017 - 12:06 Uhr Kommentieren
Der Gewinn der italienischen Großbank ist deutlich gestiegen. Quelle: dpa
UniCredit

Der Gewinn der italienischen Großbank ist deutlich gestiegen.

(Foto: dpa)

Mailand/Berlin Die italienische Großbank UniCredit hat sich im ersten Quartal überraschend gut geschlagen. Der Nettogewinn stieg um 40 Prozent auf 907 Millionen Euro, wie die Mutter der Münchner HypoVereinsbank am Donnerstag mitteilte. Damit wurden die Analystenerwartungen klar übertroffen. Auch die Erträge legten zu.

Unter anderem zahlten sich dabei die jüngsten Sparmaßnahmen aus. Die Wertberichtigungen im Kreditgeschäft fielen zudem um zwölf Prozent. UniCredit teilte zudem mit, den Aktienanteil an der Krisen-Airline Alitalia komplett abgeschrieben zu haben. Für die Kredite sei ausreichend Vorsorge getroffen worden.

Wo es Banken nach dem Brexit hinzieht
Bank of America
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Die Bank sieht Dublin als Standard-Ziel für ein neues EU-Drehkreuz, falls Großbritannien den einfachen Zugang zum Binnenmarkt verliert. Das erklärte Nikolaus Närger, zuständig für Corporate Banking in Deutschland, Schweiz und Österreich, im März. Es sei wahrscheinlich, dass einige Stellen auch an andere Standorte, wie etwa Frankfurt, Madrid, Luxemburg und Amsterdam, verlagert werden. Eine finale Entscheidung gebe es noch nicht.

(Foto: Reuters)
Goldman Sachs
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Goldman Sachs werde nach dem EU-Austritt Großbritanniens zunächst Hunderte in London ansässige Mitarbeiter in erweiterte Büros in der EU versetzen, sagte Richard Gnodde, Co-Leiter Investmentbanking, in einem Interview mit CNBC am Dienstag. Die Firma verfügt bereits über Vollbanklizenzen in Frankreich und Deutschland und werde im Zuge der Brexit-Notfallplanung die Belegschaften in diesen und anderen Büros in der Region ausbauen. Wie Bloomberg aus informierten Kreisen erfuhr, erwägt die Wall-Street-Firma, Frankfurt zu ihrem Haupt-Drehkreuz innerhalb der EU zu machen. Demnach könne die Bank bis zu 1000 Mitarbeiter verlagern, darunter Händler und führende Manager. CEO Lloyd Blankfein sagte öffentlich, sein Unternehmen habe Pläne auf Eis gelegt, weitere wichtige Geschäftsbereiche in Großbritannien anzusiedeln.

(Foto: Reuters)
JP Morgan Chase
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Bereits vor dem Referendum hatte JP Morgan-Chase-&-Co.-Chef Jamie Dimon erklärt, dass bis zu 4000 der insgesamt 16.000 britischen Mitarbeiter nach dem Brexit auf den Kontinent verlagert werden könnten. Das Unternehmen hat sich Kreisen zufolge Büros sowohl in Dublin als auch Frankfurt angeschaut.

(Foto: dpa)
UBS
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Die Schweizer Bank will eine finale Entscheidung darüber, ob bis zu 1.500 der rund 5.000 britischen Investmentbanking-Mitarbeiter umziehen werden, kurz nach der Auslösung des Brexit treffen. Das erklärte der Verwaltungsrats-Chef Axel Weber in diesem Monat.

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HSBC
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HSBC könnte Handelsgeschäfte, die rund 20 Prozent vom Investmentbanken-Ertrag in London generieren, nach Paris verlagern, erklärte CEO Stuart Gulliver im Januar. Speziell Aktivitäten, die der EU-Rechtsprechung unterliegen, seien betroffen.

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Barclays
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Barclays will in Dublin zusätzlich 150 Mitarbeiter ansiedeln, wenn britische Finanzinstitutionen den einfachen Zugang zur EU verlieren, sagten Personen mit Kenntnis der Entscheidung zu Beginn des Jahres.

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Standard Chartered
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Standard Chartered erwägt, Dublin nach dem Brexit zum Rechtssitz innerhalb der EU zu machen. Das erfuhr Bloomberg im Dezember von Personen, die mit dem Vorgang vertraut sind. Eine finale Entscheidung sei noch nicht gefallen. Die Bank spreche auch mit der deutschen Aufsicht darüber, Frankfurt alternativ auszuwählen.

(Foto: Reuters)

Die Einnahmen der Mailänder Bank kletterten in den ersten drei Monaten um fast zwölf Prozent auf 4,8 Milliarden Euro – ebenfalls mehr als von Experten erwartet. Unter anderem im Handelsgeschäft gab es Zuwächse. Der neue UniCredit-Chef Jean Pierre Mustier baut die Bank gerade um und hat bereits mehrere Beteiligungen abgestoßen. Außerdem werden die Kosten gedrückt und faule Kredite an Investoren veräußert.

Am Finanzmarkt hat das Geldhaus zuletzt 13 Milliarden Euro aufgenommen. Der 56-jährige Franzose war geholt worden, um die bis dahin schwache Kapitaldecke aufzubessern. Seine Aufräumarbeiten hatten 2016 allerdings zu einem Verlust von zwölf Milliarden Euro geführt.

Gute Banken, schlechte Banken
Frankfurt am Main: neben London wichtiger Finanzplatz
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Europas Banken stecken in der Krise. Doch ein genauer Blick auf die Kennzahlen zeigt: Das gilt nicht für alle Institute. Im Vergleich von Nettogewinn, Eigenkapitalrendite und Eigenkapitalquote schneiden einige Institute deutlich besser ab als andere.

Besonders interessant ist dabei das Verhältnis zwischen Kurs und Buchwert pro Aktie (KBV). Der Wert offenbart, inwieweit der Börsenwert einer Bank mit den Aktiva, also den Werten in den Büchern der Bank, übereinstimmt. Bis auf drei Banken liegt das KBV bei allen Geldhäusern unter 1, drastisch fällt dieser Wert bei der Deutschen Bank aus. Ein KBV unter 1 bedeutet, dass sich die Aktionäre entweder von einer Zerschlagung der Bank mehr Geld versprechen würden als von der Fortführung des Geschäfts, – oder, dass sie den Qualitäten der Bilanzen, also der verzeichneten Aktiva, nicht vertrauen. Im Folgenden werden die Kennzahlen für die wichtigsten europäischen Banken dargestellt, sortiert nach den Nettogewinnen im 2. Quartal 2017. Aktienkurse vom 3. August 2017

(Foto: dpa)
Platz 10: Commerzbank
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Nettoverlust: 643 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: –3,1 Prozent

Eigenkapitalquote: 13 Prozent

KBV (Aktienkurs vom Stichtag/Buchwert pro Aktie): 0,50

(Quelle: Bloomberg)

(Foto: Reuters)
Platz 11: Barclays
3 von 12

Nettoverlust: 1.440 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: –4,6 Prozent

Eigenkapitalquote: 13,1 Prozent

KBV: 0,63

(Foto: Reuters)
Platz 7: RBS
4 von 12

Nettogewinn: 791 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: 5,6 Prozent

Eigenkapitalquote: 14,8 Prozent

KBV: 0,66

(Foto: Reuters)
Platz 9: Credit Suisse
5 von 12

Nettogewinn: 280 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: 4,4 Prozent

Eigenkapitalquote: 13,3 Prozent

KBV: 0,88

(Foto: Reuters)
Platz 8: Deutsche Bank
6 von 12

Nettogewinn: 447 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: 3,2 Prozent

Eigenkapitalquote: 14,1 Prozent

KBV: 0,48

(Foto: dpa)
Platz 5: Société Générale
7 von 12

Nettogewinn: 1.058 Mio. Euro

Eigenkapitalrendite: 9,5 Prozent

Eigenkapitalquote: 11,7 Prozent

KBV: 0,65

(Foto: Reuters)

„UniCredit ist nach der Mega-Kapitalerhöhung und einem turbulenten vergangenen Jahr zurück in der Spur“, erklärten Analysten von Kepler Cheuvreux. Die Quartalszahlen seien durchweg solide. Die Titel kletterten am Donnerstag um bis zu 5,4 Prozent auf den höchsten Stand seit über einem Jahr. Das zog auch Rivalen wie Mediobanca und UBI Banca nach oben. Italiens führende Privatkundenbank Intesa Sanpaolo hatte im Auftaktquartal unter dem Strich 901 Millionen Euro verdient und dabei vor allem von der Vermögensverwaltungssparte profitiert. Der Bankenindex des Landes kletterte zeitweise um 2,6 Prozent auf 11.460 Punkte und notierte so hoch wie zuletzt im April 2016.

Italiens Banken ächzen unter einem gut 200 Milliarden Euro schweren Berg fauler Kredite – Folge der jahrelangen wirtschaftlichen Flaute. Das Traditionshaus Banca Monte dei Paschi di Siena geriet deswegen ins Schlingern und musste mit Staatsgeldern gestützt werden.

Finance Briefing
  • rtr
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