Unregelmäßigkeiten im Vertrieb Lloyds muss 33 Millionen Euro Strafe zahlen

Die Großbank Lloyds hat nach Ansicht der britischen Finanzaufsicht falsche Anreize für ihre Verkäufer gesetzt: Sie hätten Kunden immer wieder unnütze Produkte angeboten. Jetzt muss das Institut eine Rekordstrafe zahlen.
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Eine Filiale der Lloyds Bank in London. Die Bank war in der Finanzkrise mit Milliarden vom Staat gerettet worden. Quelle: ap

Eine Filiale der Lloyds Bank in London. Die Bank war in der Finanzkrise mit Milliarden vom Staat gerettet worden.

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LondonDie britische Finanzaufsicht FCA hat die Großbank Lloyds wegen Unregelmäßigkeiten im Vertrieb zu einer Rekordstrafe verdonnert. Das in der Finanzkrise teilverstaatlichte Geldhaus müsse 28 Millionen Pfund (rund 33 Millionen Euro) zahlen, teilte die Behörde am Mittwoch mit.

Der Bank wurden falsche Anreize für das Vertriebsteam vorgehalten. Dadurch seien Kunden immer wieder Produkte verkauft worden, die sie nicht brauchten oder haben wollten. Auch wenn Banken für andere Verfehlungen - beispielsweise die Manipulation von Zinssätzen - schon viel höhere Strafen zahlen mussten, ist es eine Rekordbuße für die Art des Vertriebs von Finanzprodukten.

Durch das Anreizsystem innerhalb der Bank seien Mitarbeiter stark unter Druck gesetzt worden, um ihre vom Management gesetzten Ziele zu erreichen, den Bonus zu sichern oder nicht herabgestuft zu werden, erklärte die FCA. Der Fokus habe nicht auf den Wünschen der Kunden gelegen. "In einem Fall hat ein Berater Versicherungsprodukte an sich selbst, seine Frau und einen Kollegen verkauft, um eine Degradierung zu vermeiden", so die Aufseher.

Die FCA-Untersuchung bezog sich auf die Praktiken von Januar 2010 bis März 2012. In dieser Zeit wurden über zwei Millionen Finanzprodukte an ungefähr 700.000 Kunden verkauft, die dafür knapp zwei Milliarden Pfund investierten. Die FCA betonte aber auch, dass Lloyds mittlerweile das System verbessert habe.

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