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Die Bank wirbt mit dem Spruch „Die Bank an ihrer Seite“ – lässt nun aber ihre Kunden mit Bezug zu den USA im Stich.

(Foto: Reuters)

US-Abkommen Commerzbank will 1000 Kunden loswerden

Aufgrund eines US-Abkommens will die Commerzbank die Wertpapierdepots ihrer Kunden mit „US-Bezug“ auflösen. Der bürokratische Aufwand ist zu hoch.
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Die Commerzbank muss sich von etwa 1000 Kunden trennen, die einen „US-Bezug“ haben, meldete zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg.

Die Kunden eint, dass sie ein Wertpapierdepot bei der Bank betreiben und einen amerikanischen Pass besitzen, in den USA steuerpflichtig sind oder dort leben, heißt es weiter.

Hintergrund ist das seit 2010 in Kraft getretene Gesetz „Foreign Account Tax Compliance Act“. Demnach müssen US-Steuerpflichtige ihre Konten im Ausland melden und europäischen Banken umfassende Informationen an die US-Steuerbehörden übermitteln. Die USA wollen so Steuerhinterziehung bekämpfen.

Laut eines Berichts der FAZ ist diese Dokumentationspflicht für europäische Banken bürokratisch sehr aufwändig. Das schlägt sich letztlich auf die Kosten nieder. Kurzum: Der Aufwand zahlt sich für die meisten europäischen Banken, wie auch die Commerzbank, nicht aus. Sie teilten etwa 1000 Kunden schriftlich mit, dass ihre Wertpapierdepots im zweiten Quartal 2018 aufgelöst werden.

Wollen diese gerne bei der Bank bleiben, haben sie laut FAZ zwei Möglichkeiten: Sie können ihre Wertpapierdepots behalten, indem sie diese in einen Vermögensverwaltungsfonds umwandeln, der speziell an die US-Gesetze angepasst ist. Jedoch ist dann die manuelle Entscheidung über bestimmte Investitionen nicht mehr möglich. Andernfalls können sie das Depot auch eine Person ohne „US-Bezug“ übertragen.

Wie viele Kunden davon Gebrauch machen, ist abzuwarten. Andernfalls müssen sie ihr Depot verkaufen und Gebühren in Kauf nehmen.

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  • Ein Fall für die Anti-Diskriminierungs-Beauftragte ... ;-)