Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

US-Großbank Aktionäre genehmigen Vergütung von JP-Morgan-Führung nur knapp

Trotz Kritik des Stimmrechtsberaters ISS: Die obersten fünf Manager um Vorstandschef Jamie Dimon bekommen für 2018 insgesamt gut 110 Millionen Dollar.
Kommentieren
Die New Yorker Bank musste ihr Vergütungspaket gegenüber den Aktionären verteidigen. Quelle: Reuters
CEO Jamie Dimon

Die New Yorker Bank musste ihr Vergütungspaket gegenüber den Aktionären verteidigen.

(Foto: Reuters)

New YorkDie Vergütungspläne für das Top-Management von JP Morgan sind bei den Aktionären auf Kritik gestoßen. Nur 72 Prozent der Anteilseigner stimmten bei der Hauptversammlung am Montag für das Paket, das für die fünf Top-Manager der Bank um Vorstandschef Jamie Dimon für 2018 insgesamt gut 110 Millionen Dollar vorsah.

Damit nahm die Bank nur knapp die notwendige Hürde von 70 Prozent, die Corporate-Governance-Experten als das Minimum beziffern. Die Abstimmung ist nicht bindend, gilt jedoch als wichtiges Signal. Grund für das vergleichsweise schlechte Abschneiden war eine Empfehlung des Stimmrechtsberaters International Shareholder Services (ISS). 

ISS hatte in einem Report im Vorfeld der Hauptversammlung dazu geraten, gegen das Vergütungspaket zu stimmen. Die Analysten kritisieren nicht die Höhe, sondern die Struktur der Vergütung. So bemängeln sie, dass bestimmte Faktoren nur vage festgelegt seien und einen subjektiven Eindruck machten.

Investoren würden heute jedoch verstärkt Strukturen bevorzugen, die „objektiv und transparent“ festlegen, wie ein Vorstand bezahlt wird, heißt es in dem Bericht. ISS ist der mit Abstand größte Stimmrechtsberater. Das Unternehmen aus Rockville im US-Bundesstaat Maryland hat nach eigenen Angaben rund 2000 institutionelle Kunden und betreut 44.000 Aktionärstreffen pro Jahr.

Vor jeder Hauptversammlung veröffentlichen die Analysten von ISS die sogenannte Haussicht. Der folgen vor allem mittelgroße und kleinere Vermögensverwalter auf der ganzen Welt. Für große institutionelle Anleger fertigt ISS, genauso wie der kleinere Konkurrent Glass Lewis, individualisierte Berichte an, die die jeweiligen Standards der Kunden berücksichtigen. Die größten Investoren, wie Blackrock und Vanguard, haben zudem ihre eigenen Analyse-Abteilungen.

Es ist nicht das erste Mal, dass ISS die Vergütungspläne von JP Morgan kritisiert. Der Stimmrechtsberater hatte bereits 2011 und 2015 dazu geraten, gegen die Pläne zu stimmen. Nicht jedoch im vergangenen Jahr. Damals stimmten 93 Prozent der Aktionäre für den Vergütungsplan.

ISS und Glass Lewis haben in den vergangenen Wochen auch in Deutschland und der Schweiz für Aufsehen gesorgt. Sie rieten Aktionären dazu, die Führung von Bayer und der UBS nicht zu entlasten und setzten sich damit auf den Hauptversammlungen der Konzerne durch. Auch für das Aktionärstreffen der Deutschen Bank am Donnerstag haben sich die Berater gegen eine Entlastung von Vorstand und Aufsichtsrat ausgesprochen.

Mehr: Aktionärstreffen werden immer öfter zum Tribunal für das Management. Dahinter stecken unbekannte, aber mächtige Berater – und Fondsgesellschaften.

Startseite

Mehr zu: US-Großbank - Aktionäre genehmigen Vergütung von JP-Morgan-Führung nur knapp

0 Kommentare zu "US-Großbank: Aktionäre genehmigen Vergütung von JP-Morgan-Führung nur knapp"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

Serviceangebote