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US-Großbank Citi drückt die Kosten

Trotz des schwierigen ersten Quartals an der Wall Street zeigt sich die Citigroup zufrieden. Die Bank kommt vor allem bei der Kostensenkung gut voran.
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Der US-Finanzriese kommt seinem Ziel für 2020 näher. Quelle: Reuters
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Der US-Finanzriese kommt seinem Ziel für 2020 näher.

(Foto: Reuters)

FrankfurtAn der Wall Street ist längst klar: Das erste Quartal 2019 war hart. Vor allem im Handelsgeschäft mussten viele große US-Institute Einbußen hinnehmen. So gesehen bereichert Citi den Reigen der Quartalszahlen mit einem gedämpft positiven Akkord: Zwar gingen die um einen Sondereffekt bereinigten Erträge um ein Prozent zurück und schrumpften auf rund 18,6 Milliarden Dollar, nach 18,9 Milliarden Dollar im Vorjahresquartal.

Zugleich sanken aber auch die Kosten um ganze drei Prozent. Das steigerte den Nettogewinn auf 4,7 Milliarden Dollar, nach 4,6 Milliarden Dollar im Vorjahreszeitraum. Die Bank kommt damit ihrem Ziel, bis 2020 die Rendite auf das materielle Eigenkapital (ROTCE) auf 13,5 Prozent zu steigern, näher.

Im ersten Quartal 2019 lag die Kennzahl bei 11,9 Prozent, ein Plus von 0,4 Prozentpunkten. Für den Finanzriesen Citi sind das gute Nachrichten: In der Vergangenheit hatte das Haus selbst gesteckte Ziele wiederholt verfehlt.

„Unser Ergebnis spiegelt die Fortschritte wider bei der Verbesserung unserer Kapitalrendite“, erklärte Citigroup-Chef Michael Corbat. Sowohl das Konsumenten- als auch das institutionelle Geschäft seien gut gelaufen, insbesondere im Bereich Kreditkarten, in der Handelsfinanzierung, Risikoabsicherung und im Investmentbanking. Im Privatkundengeschäft konnte Citi sowohl bei Einlagen als auch bei Krediten ein deutliches Wachstum verzeichnen; am Ende reichte es aber nur für konstante Erträge im Vergleich zum Vorjahresquartal.

Dafür entwickelten sich die Erträge der Investmentbank erfreulich, sie stiegen um ganze 20 Prozent. Während der Aktienhandel wie bei der Konkurrenz schwächelte und um 24 Prozent einbrach, überraschte die drittgrößte US-Bank im Anleihehandel mit einem Ertragsplus von einem Prozent.

Der Gewinn je Aktie stieg auf 1,87 Dollar, ein Plus von elf Prozent gegenüber dem Vorjahr. Analysten hatten lediglich mit einem Wert von 1,80 Dollar gerechnet. Erkauft wurde diese Verbesserung allerdings mit einem teuren Aktienrückkaufprogramm: Im ersten Quartal 2019 kaufte Citi 66 Millionen Aktien zurück und damit neun Prozent der umlaufenden Anteilsscheine.

Durch Aktienrückkäufe und Dividenden schüttete die Bank 5,1 Milliarden Dollar an ihre Aktionäre aus. Dafür musste sie im Jahresvergleich zwölf Prozent weniger an Steuern bezahlen.

Die Analysten des Informationsdienstes Intermarket kommentierten die Zahlen mit gemischten Gefühlen: „Der Ertragsrückgang ist negativ zu werten. Dafür kommt Citi Jahr für Jahr bei den Kosten voran.“ An der Börse blieb Euphorie aus: Die Aktien fielen im frühen Wall-Street-Handel um rund 1,5 Prozent.

Am Freitag hatten bereits die US-Banken JP Morgan und Wells Fargo gute Zahlen vorgelegt. Für die größte US-Bank JP Morgan war es ein Rekordquartal: Das Institut verdiente 9,2 Milliarden Dollar, fünf Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum.

Auch die Westküstenbank Wells Fargo überraschte die Analysten mit besseren Ergebnissen, insbesondere im Retail-Geschäft. Der Gewinn stieg um 14 Prozent auf knapp sechs Milliarden Dollar.

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