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US-Großbank JP-Morgan-Chef sagt, er sei schlauer als Trump – und rudert dann sofort zurück

JP-Morgan-Chef Jamie Dimon will mehr Verantwortung im täglichen Geschäft abgeben. Gleichzeitig attackierte er den US-Präsidenten. Kurz darauf bereute er seine Aussagen.
Update: 12.09.2018 - 18:12 Uhr Kommentieren
Der Chef von JP Morgan Chase will mehr Verantwortung abgeben. Quelle: Reuters
Jamie Dimon

Der Chef von JP Morgan Chase will mehr Verantwortung abgeben.

(Foto: Reuters)

DüsseldorfDer JP-Morgan-Chase-CEO Jamie Dimon überraschte am Mittwoch mit einer selbstbewussten Ansage: „Ich denke, ich könnte Trump schlagen... denn ich bin so hart wie er, aber schlauer“, sagte er der Nachrichtenseite CNBC. Er fügte hinzu: „Ich kann nicht die liberale Seite der Demokraten schlagen.“ Außerdem stellte er klar: „Übrigens hat dieser reiche New Yorker sein Geld selbst verdient. Es war kein Geschenk von Daddy.“

Kurze Zeit später schickte seine Bank ein Statement heraus, in dem er sagte: „Ich hätte das nicht sagen sollen. Ich werde mich nicht für das Amt des Präsidenten bewerben. Das beweist, dass ich kein guter Politiker wäre. Ich werde frustriert, weil ich alle Seiten zusammenbringen will, um große Probleme zu lösen.“

Zuvor hatte es Anzeichen gegeben, dass der 62-Jährige seinen Vertrag als CEO von JP Morgan nicht verlängern, sondern von seinem Amt zurücktreten will. Eigentlich läuft der Vertrag erst in fünf Jahren aus. Doch laut „Financial Times“ („FT“) hat Dimon verkündet, dass er künftig mehr Aufgaben des alltäglichen Geschäfts an zwei ranghohe Manager übertragen will.

Ende Januar ernannte die größte Bank der USA Dave Pinto und Gordon Smith zu Co-Präsidenten und verkündete, den Vertrag ihres Spitzenmannes Dimon um fünf weitere Jahre zu verlängern. Wegen einer Krebserkrankung war dessen berufliche Karriere zeitweise unklar gewesen.

Pinto und Smith teilen sich seit Jahresanfang den Posten des für das Tagesgeschäft zuständigen Vorstands – künftig werden die beiden Manager wohl noch mehr Verantwortung bekommen.

Welche beiden Vorstände mehr Aufgaben übernehmen werden, sagte Dimon zwar nicht. Auf die Frage der „FT“, ob es sich bei den zwei Managern um Pinto und Smith handele, antwortete der dienstälteste Banken-CEO der Wall Street aber mit einer Metapher zu einem der erfolgreichsten American-Football-Spieler in den USA: „Wenn Sie auf dem Feld Tom Bradys haben, dann lassen Sie diese Quarterbacks sein, so dass Sie selbst der Trainer sein können.“ In vielen Fällen sei auch er nun immer öfter der Trainer. „Das ist vollkommen angemessen.“

Sowohl der 60-jährige Smith als auch der fünf Jahre jüngere Pinto werden in der Branche als mögliche Nachfolger Dimons gehandelt. Aber auch die 49-jährige Finanzdirektorin Marianne Lake hat laut Insidern gute Chancen auf den Chefposten bei JP-Morgan Chase – wegen ihres vergleichsweise noch jungen Alters, aber auch wegen ihres guten Ansehens bei Investoren.

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