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US-Zahlungsdienstleister Mastercard und Visa kämpfen um das China-Geschäft

Die US-Kreditkartenanbieter bemühen sich seit Jahren um den Zugang zum chinesischen Markt. Doch die Zentralbank hat ihre Anträge noch gar nicht bearbeitet.
Update: 14.01.2019 - 18:00 Uhr 2 Kommentare
Die beiden Zahlungsdienstleister drängen auf den chinesischen Markt – bislang erfolglos. Quelle: AP
Visa und Mastercard

Die beiden Zahlungsdienstleister drängen auf den chinesischen Markt – bislang erfolglos.

(Foto: AP)

Frankfurt, BerlinDie US-Kreditkartenanbieter Mastercard und Visa streben auf den chinesischen Markt – bisher vergeblich. Beide haben sich bei Chinas Zentralbank um eine Genehmigung zur Abwicklung von Yuan-Zahlungen beworben. Doch der „Financial Times“ zufolge hat die People’s Bank of China die Anträge noch gar nicht offiziell angenommen und daher nicht weiter bearbeitet.

Grundsätzlich gilt für solche Anträge ab dem Zeitpunkt der Empfangsbestätigung eine Frist von 90 Tagen, in der die Zentralbank über sie entscheiden muss. Aus chinesischer Sicht gibt es aber noch gar keinen Stichtag für den Start dieser Frist. Die Zentralbank teilte der chinesischen Finanzpublikation „Wall Street CN“ am Montag mit, dass Mastercard bereits im Juni 2018 seine Bewerbung zurückgezogen und noch keine neue eingereicht habe.

Visa wiederum habe 2017 einen Antrag gestellt, den im Januar 2018 zurückgezogen und einen erneuten Versuch im April begonnen. „In den Unterlagen gab es aber Probleme. Die Zentralbank bat daher das Unternehmen, weiteres Material einzureichen. Deshalb ist der Antrag noch nicht offiziell angenommen worden“, lautet die Begründung.

Der Bericht über die noch ausstehende Bearbeitung der Anträge fällt in eine Zeit, in der China und die USA gerade erst über die Beilegung des Handelsstreits verhandelt haben – und lenkt das Augenmerk auf Visa und Mastercard. Die Kreditkartenfirmen versuchen schon seit mehr als einem Jahrzehnt, im chinesischen Markt Fuß zu fassen. Doch China lässt das allenfalls zögerlich zu.

Bereits 2012 hatte die Welthandelsorganisation kritisiert, dass China ausländische Zahlungsdienstleister diskriminiere. 2014 kündigte Chinas Regierung dann auch an, den Markt für ausländische Zahlungsdienstleister öffnen zu wollen. Doch erst 2017 veröffentliche die Zentralbank Regeln dafür, wie konkret sich ausländische Unternehmen um eine Zulassung bewerben können – was in zwei Schritten abläuft: Erst muss die Zentralbank die Unterlagen der Unternehmen offiziell annehmen. Danach startet die 90-Tage-Frist.

Visa wollte sich zu seinem Antrag nicht äußern. Mastercard verdeutlichte das Interesse am chinesischen Markt: Man werde sich weiter mit Aufsehern und anderen an der Entwicklung des generellen Antragsprozesses beteiligen. „Wir glauben grundsätzlich an die Zukunft Chinas und haben in den vergangenen Jahren kontinuierlich in den Markt investiert“, so das Unternehmen.

Bereits in China aktiv ist seit Kurzem mit American Express ein weiterer Kreditkartenanbieter aus den USA. American Express hat dafür allerdings ein Joint Venture mit einem chinesischen Partner gegründet, an dem beide je 50 Prozent halten. Zu den Anträgen von Mastercard und Visa teilte Chinas Zentralbank nun mit: Im gesamten Bewerbungsprozess habe es nie die Frage oder die Anforderung zu einem Gemeinschaftsunternehmen gegeben.

Dominiert wird die Abwicklung von Kartenzahlungen in China von Unionpay – einem Unternehmen, an dem alle großen chinesischen Banken beteiligt sind. Gleichwohl muss Unionpay sich gegen Herausforderer auf dem Heimatmarkt behaupten: Finanztechnologiefirmen wie Alipay und WeChat Pay wickeln immer mehr Transaktionen über Smartphones und ohne Bankkarte ab. Mit Mastercard und Visa kämen weitere Wettbewerber dazu.

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2 Kommentare zu "US-Zahlungsdienstleister: Mastercard und Visa kämpfen um das China-Geschäft"

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  • Hat wirklich lange gedauert bis der Fehler erkannt wurde. Dadurch reagiert eine Wirecard Aktie auch gerne mal nach unten. Das darf nicht passieren.

  • Ist die Überschrift richtig? Im Text wird Wirecard nicht genannt, sondern Mastercard!