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USA Wall-Street-Banken senken Renditeprognosen

Immer mehr US-Banken korrigieren ihre Renditeprognosen nach unten. Jetzt hat sich auch die Goldman Sachs dieser Erwartung angeschlossen.
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Wegen des schwächeren globalen Wirtschaftswachstums haben diverse Wall-Street-Banken die Prognosen für ihre Treasuries-Renditen nach unten korrigiert. Quelle: Reuters
Wall Street

Wegen des schwächeren globalen Wirtschaftswachstums haben diverse Wall-Street-Banken die Prognosen für ihre Treasuries-Renditen nach unten korrigiert.

(Foto: Reuters)

New YorkGoldman Sachs hat sich einer wachsenden Zahl von Wall-Street-Banken angeschlossen, die aufgrund des schwächeren globalen Wirtschaftswachstums und nachlassender Wetten auf eine straffere Geldpolitik ihre Prognosen für die Renditen von Staatsanleihen nach unten korrigiert haben.

Die US-Bank sagte, dass die zehnjährigen Renditen in diesem Zyklus möglicherweise ihren Höhepunkt erreicht hätten und senkte die Jahresendprognose um 50 Basispunkte auf drei Prozent. JPMorgan und Bank of America Merrill Lynch haben ebenfalls in dieser Woche ihre Prognosen reduziert angesichts der Erwartung einer kleineren Zahl an Zinserhöhungen der US-Notenbank Federal Reserve.

Indes haben die US-Bonds nach dem Kurseinbruch im letzten Jahr, der die Renditen auf ein Sieben-Jahres-Hoch getrieben hatte, für den weltgrößten Vermögensverwalter Blackrock wieder den Status von sicheren Häfen erlangt.

US-Staatsanleihen und europäische Bonds haben in den letzten Wochen eine Rally verzeichnet, da die Anleger zunehmend besorgt sind über die Aussichten einer globalen Konjunkturabkühlung. Der Rückgang bei den am Dienstag veröffentlichten Zahlen für die deutsche Industrieproduktion hatte zuletzt Rezessionsängste ausgelöst. Dennoch rechnet Goldman nicht damit, dass die US-Renditekurve sich vollständig umkehrt, was am Markt allgemein als Barometer für eine bevorstehende Rezession angesehen wird.

„Wir glauben jetzt, dass die zehnjährigen Renditen für diesen Zyklus möglicherweise einen Höchststand erreicht haben“, schrieben Goldman-Strategen um Praveen Korapaty in einer Note an Kunden. „Die erhebliche Schwäche der Wachstumsdaten zusammen mit der schlechten Risikostimmung und den angespannteren finanziellen Bedingungen haben dazu geführt, dass die Märkte das Ausmaß der weltweit möglichen Normalisierung der Geldpolitik überdenken.“

Wieder sicherer Hafen

Goldman prognostiziert noch immer einen Anstieg der zehnjährigen Renditen von derzeit 2,70 Prozent, aber ein Verharren unter den im Oktober erreichten 3,25 Prozent. Für Blackrock ist es unwahrscheinlich, dass die Renditen wieder auf dieses Niveau zurückkehren, da die Anleger nun wieder Anleihen kaufen, wenn die Aktien fallen, sagt Rick Rieder, globaler Chief Investment Officer für festverzinsliche Wertpapiere.

Die Anleger sind durch die Turbulenzen bei den US-Aktien erschüttert, und die Geldmärkte erwarten nicht mehr, dass die Federal Reserve oder die Europäische Zentralbank in diesem Jahr die Leitzinsen erhöhen werden. JPMorgan und Bank of America sehen noch zwei Fed-Zinsanhebungen und haben ihre Prognosen für die zehnjährigen Renditen auf 3,20 Prozent beziehungsweise 3,00 Prozent reduziert.

Der Renditeunterschied zwischen US-Treasuries und deutschen Bundesanleihen, der im vergangenen Jahr ein Rekordhoch erreichte, als die Fed die Fremdkapitalkosten erhöhte, wird sich Goldman zufolge nicht mehr ausweiten.

Goldmans Prognosen zu den deutschen Bund-Renditen wurden um 15 Basispunkte auf 0,65 Prozent gesenkt. Für einige Banken ist die Rally in Vermögenswerten mit Sicherem-Hafen-Status in diesem Jahr bereits zu weit gegangen. Credit Agricole und Commerzbank empfehlen auf fallende Kurse bei Bundesanleihen zu setzen, nachdem die Renditen letzte Woche mit 0,15 Prozent auf den niedrigsten Stand seit über zwei Jahren gefallen waren.

  • Bloomberg
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