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Verband verweigert Bestandsgarantie für öffentlich-rechtliche Institute und fordert rasche Gesetzesänderungen Privatbanken geben Sparkassen einen Korb

Die privaten Banken haben das Friedensangebot der Sparkassen ausgeschlagen. Der Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands privater Banken (BdB), Manfred Weber, sprach sich in Berlin gegen eine Bestandsgarantie der öffentlich-rechtlichen Institute in ihrer jetzigen Form aus.
  • Frank Matthias Drost (Handelsblatt)

BERLIN. Dies hatte der Präsident des Deutschen Sparkassen- und Giroverbands (DSGV), Dietrich Hoppenstedt, gefordert. Im Gegenzug hatte Hoppenstedt Kooperationen von Sparkassen und Privatbanken in Aussicht gestellt.

Die privaten Banken haben mehrfach Interesse an Sparkassen bekundet. Sie könnten damit ihr Privatkundengeschäft ausbauen, das stetige Erträge verspricht, wie etwa der Erfolg der Citibank beweist. Um das Nebeneinander von Privatbanken und Sparkassen zu beenden, müssten allerdings die entsprechenden Gesetze geändert werden.

„Soll ich dauerhaft akzeptieren, dass Landesbanken und Sparkassen ungerechtfertigte Wettbewerbsvorteile genießen?", fragte BdB-Hauptgeschäftsführer Weber rhetorisch? Er fügte hinzu: „Verbünde behindern den Wettbewerb. Das Regionalprinzip der Sparkassen nennen Ökonomen Gebietskartelle.“ Für überflüssig hält Weber auch die öffentliche Trägerschaft und die kommunale Bindung.

Es gehe den privaten Banken jedoch nicht um eine Abschaffung der Sparkassen. Auch sollten die Sparkassen nicht dazu dienen, private Banken zu sanieren. Ein zukunftsfähiges Bankensystem würde „den einen oder anderen internationalen Champion haben, aber auch regional oder lokal orientierte Institute“, ergänzte Weber.

Als leuchtendes Beispiel wurde der italienische Bankkonzern Unicredito herausgestellt, der aus der Fusion von fünf Sparkassen und zwei privaten Instituten hervorgegangen ist. „Wir dürfen solche Lösungen schon im Ansatz gar nicht denken“, kritisierte der Hauptgeschäftsführer. „Die Sparkassen selbst, und nicht die Verbände oder die Politik, sollten bestimmen, wohin die Reise geht“, forderte Weber.

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