Verbraucherkredite Ende des Bankenskandals in Sicht

Der kostspielige Bankenskandal in Großbritannien neigt sich dem Ende zu. Ein Vorstoß der Aufsichtsbehörde FCA schreibt betroffenen Bankkunden vor, nur noch bis 2018 klagen zu dürfen.
Die britische Finanzaufsichtsbehörde leitet nun eine Klagefrist in die Wege. Quelle: Reuters
FCA

Die britische Finanzaufsichtsbehörde leitet nun eine Klagefrist in die Wege.

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LondonFür Großbritanniens Banken ist ein Ende eines äußerst kostspieligen Branchenskandals in Sicht. Der milliardenschwere Rechtsstreit über massenweise verkaufte unnötige Kreditausfallversicherungen soll nun durch eine Klagefrist beendet werden. Entsprechende Pläne gab am Freitag die Finanzaufsichtsbehörde FCA bekannt.

Demnach sollen betroffene Bankkunden nur noch bis voraussichtlich Frühjahr 2018 Zeit haben, um Ansprüche auf Schadenersatz geltend zu machen. Damit will die FCA in dem sich seit Jahren hinziehenden Konflikt einen Schlussstrich ziehen. Einerseits gelte es, den Verbrauchern ausreichenden Schutz zu geben. Andererseits müsse die Funktionsfähigkeit des Finanzsystems gewährleistet werden, erklärte die Behörde.

Diese Banken verschieben Geld in Steueroasen
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UBS

In den bislang veröffentlichten Erkenntnissen aus den Offshore-Leaks Enthüllungen ist die Schweizer Großbank UBS eine der treibenden Kräfte in der Schaffung von Firmengeflechten in Steuerparadiesen. Die UBS ist demnach in 2900 Offshore-Konstruktionen involviert.

Crédit Suisse mit hohem Reingewinn für 2009
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Crédit Suisse

Auch diese Schweizer Bank hat das Versteckspiel mit den Vermögen kräftig vorangetrieben. Die Crédit Suisse war an 700-Offshore-Lösungen für wohlhabende Kunden beteiligt.

Mitarbeitern der Deutschen Bank droht offenbar Nullrunde
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Deutsche Bank

Über ihre Niederlassung in Singapur bietet die Deutsche Bank noch immer Lösungen für die „steuerneutrale“ Geldanlage in Steuerparadiesen wie den Cayman Islands oder auf Mauritius an. Nach den Offshore-Leaks-Daten, die von den zwei führenden Anbietern von Steueroasen-Trusts entwendet und der Presse zugespielt wurden, hat die führende Bank Deutschlands bei 309 Trusts und Firmen - überwiegend auf dem britischen Jungferninseln – die Finger drin.

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JP Morgan

Die größte Investmentbank der Welt soll den Berichten zufolge ebenfalls in Offshore-Leaks-Dokumenten auftauchen – so wie nahezu alle großen Geldhäuser.

BNP Paribas profits down 13 per cent in second quarter
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BNP Paribas

Die Zeitung Le Monde hat mit den Daten festgestellt, dass die französische Großbank BNP Paribas hinter etlichen zwielichtigen Briefkastenfirmen steckt. Offenbar sind BNP-Manager zugleich Geschäftsführer einer Scheinfirma namens 888 Fortune Limited auf den Jungferninseln.

Kursverfall französischer Banken - Crédit Agricole[26814076] Kursverfall französischer Banken - Crédit Agricole
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Crédit Agricole

Die Crédit Agricole soll ebenso wie BNP eine ganze Reihe von Briefkastenfirmen in den Steueroasen British Virgin Islands, Samoa und Singapur gegründet haben.

Moody's stuft niederlaendische Banken herab
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Insgesamt 21 ehemalige und aktuelle Mitglieder des Verwaltungsrates der niederländische Großbank ING, deren Tochter ING Diba in Deutschland führender Anbieter von Tagesgeldkonten ist, tauchen in den Offshore-Leaks-Dokumenten im Zusammenhang mit Briefkastenfirmen auf.

Die Branche ächzt unter dem größten Skandal um Verbraucherkredite, den es in dem Land je gab. Mehr als umgerechnet 38 Milliarden Euro (28 Milliarden Pfund) haben die Geldhäuser bislang für Entschädigungen zurückgelegt.

Davon wurden bereits über 27 Milliarden Euro ausgezahlt - an mehr als zehn Millionen Kunden. Die Banken hatten Privatkunden und Geschäftsleuten Versicherungen aufgeschwatzt, die bei Arbeitslosigkeit oder Krankheit die Rückzahlung von Krediten garantieren sollten. Häufig benötigten die Kunden diesen Schutz aber gar nicht.

  • rtr
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