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Verdacht auf Geldwäsche Deutsche-Bank-Mitarbeiter meldeten auffällige Trump-Transaktionen – doch es passierte wohl nichts

Angestellte der Bank wollten der Finanzaufsicht laut einem Bericht Transaktionen des US-Präsidenten melden. Doch ihre Führungskräfte waren offenbar dagegen.
Update: 20.05.2019 - 13:00 Uhr Kommentieren
Deutsche-Bank-Mitarbeiter meldeten Trump-Transaktionen Quelle: AFP
Hauptsitz der Deutschen Bank in New York

Das Geldhaus weist die Vorwürfe zurück.

(Foto: AFP)

New YorkSpezialisten im Kampf gegen Geldwäsche innerhalb der Deutschen Bank hatten bereits jahrelang vor verdächtigen Transaktionen bei Unternehmen von Donald Trump und seinem Schwiegersohn Jared Kushner gewarnt: 2016 und 2017 empfahlen Angestellte intern, diese Aktivitäten an die Finanzüberwachung der USA zu melden.

Führungskräfte auf der höchsten Ebene lehnten das aber offenbar ab: Zu keinem Zeitpunkt habe die Deutsche Bank die Informationen an die entsprechende US-Aufsichtsbehörde weitergegeben, berichtet die „New York Times“ (NYT).

Die Transaktionen, die im Computersystem automatisch Alarm auslösten, betrafen demnach unter anderem die Trump-Stiftung, die mittlerweile nicht mehr existiert. Es sei nicht ganz klar, worum es bei diesen Transaktionen genau gegangen sei, aber es habe sich um große Summen gehandelt, die zwischen Trump-Konten und ausländischen Unternehmen oder Organisationen überwiesen wurden, schreibt das US-Medium.

Immobiliengeschäfte, wie sie Trump und Kushner tätigten, beinhalteten zwar Cash-Deals mit dem Ausland. Deshalb seien die Transaktionen nicht unbedingt illegal. Aber dass die Deutsche Bank sich geweigert habe, den internen Berichten über verdächtige Aktivitäten nachzugehen, sei unrechtmäßig, sagten Angestellte im Interview mit der NYT.

„Man präsentiert alles und gibt eine Empfehlung ab und dann passiert nichts. Das ist die Vorgehensweise der Deutschen Bank. Sie tendieren dazu, alles abzulehnen“, sagte Tammy McFadden, eine frühere Spezialistin für Geldwäschebekämpfung bei der Deutschen Bank. Als sie diese Praxis kritisiert hatte, sei sie gefeuert worden. Daraufhin habe sie bei der US-Börsenaufsicht SEC eine Beschwerde gegen das Geldinstitut eingereicht.

Die Deutsche Bank weist die Vorwürfe zurück. „Zu keiner Zeit“ seien Mitarbeiter an ihrer Arbeit gehindert wurden, „potenziell verdächtige Aktivitäten zu eskalieren“, teilte das Bankhaus in einer schriftlichen Stellungnahme mit.

Auch sei es „kategorisch falsch“, dass Mitarbeiter andere Aufgaben zugewiesen bekamen oder gekündigt wurden, um geäußerte Bedenken in Bezug auf Kunden zu unterdrücken. Die Bank weist zudem darauf hin, dass sie die Zahl der Mitarbeiter, die Finanzkriminalität bekämpfen, aufgestockt und die Kontrollen in den vergangenen Jahren verstärkt habe. Die Bank nehme die Regeln zu Anti-Geldwäsche-Gesetzen und zum Bankengeheimnis „sehr ernst.“

Eine Sprecherin für die Trump Organisation sagte, der Bericht sei „ausgemachter Unsinn“. Von Kushner Companies war zunächst kein Kommentar zu bekommen.

Mehr: Der Deutsche-Bank-Großaktionär HNA trennt sich vom Wiener Vermögensverwalter C-Quadrat. Der Deal trifft indirekt auch die Deutsche Bank.

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