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Verdacht Kleine Fondsfirma verursachte US-Börsencrash

Das Absicherungsgeschäft einer Traditionsfirma und nicht die Spekulationen von Hedge-Fonds könnten den historischen Kursrutsch in New York ausgelöst haben. Der Derivateverkauf der Gesellschaft Waddel & Reed könnte die Ursache für den Crash vor wenigen Tagen gewesen sein.
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Im Mai brachen die Kurse an der New Yorker Börse ein. Quelle: dpa

Im Mai brachen die Kurse an der New Yorker Börse ein.

(Foto: dpa)

NEW YORK. Die Fondsgesellschaft Waddell & Reed steht im Verdacht, mit ihren Derivategeschäften den massiven Kursrutsch an den US-Börsen vor zehn Tagen mit ausgelöst zu haben. Die Firma gilt eigentlich als konservativ agierender Anleger. Einer Auswertung der Daten durch die Nachrichtenagentur Reuters zufolge passt die Order zu einer Beschreibung der den Crash auslösenden Faktoren der Aufsichtsbehörde CFTC. Die Behörde wollte sich nicht äußern. Trifft die Analyse zu, wäre die Vermutung überholt, Spekulanten und Hedge-Fonds hätten die Turbulenzen ausgelöst, die dem EU-Rettungspaket für den Euro vorausgingen.

Am Nachmittag des 6. Mai war der New Yorker Aktienindex Dow Jones im sogenannten Blitzcrash (Flash Crash) binnen 20 Minuten um fast 1 000 Punkten gefallen und hatte sich danach nur teilweise wieder erholt. Das Ereignis löste weltweit Panik aus. Die US-Behörden untersuchen immer noch, wie es dazu kommen konnte. Vor allem Politiker machten Zocker und Hedge-Fonds der Wall Street dafür verantwortlich, die die unsichere Situation am Markt ausgenutzt hätten.

Unterlagen der Derivatebörse CME zufolge hat eine 70 Jahre alte Traditionsfirma aus der amerikanischen Provinz am 6. Mai kurz vor Beginn des massiven Markteinbruchs eine größere Order von Derivaten auf den viel beachteten Aktienindex S&P 500 verkauft. Waddell & Reed bestreitet, dass sie vorhatte, eine Marktstörung zu verursachen.

Die Fondsgesellschaft, die ein 74 Mrd. Dollar großes Kundenvermögen verwaltet, erklärte dazu, die Geschäfte seien im Zusammenhang mit dem normalen Vermögensverwaltungsgeschäft geschehen. "Wie viele andere Firmen auch, waren wir negativ von den Ereignissen des 6. Mai betroffen", hieß es. Händler verwiesen darauf, dass die Order zwar groß, aber nicht notwendigerweise marktbewegend gewesen sei. Möglicherweise sei sie aber der Tropfen gewesen, der das Fass zum Überlaufen gebracht habe.

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2 Kommentare zu "Verdacht: Kleine Fondsfirma verursachte US-Börsencrash"

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  • wer`s glaubt, wird seelig.

  • geht doch mal was richtiges und ehrliches schaffen zur abwechslung, das macht hübsch und schafft charakter ;-) ...

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