Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Verdi gegen Kauf durch Commerzbank – Streit mit Agiv spitzt sich zu Gewerkschaft sorgt sich um Arbeitsplätze bei der BHF-Bank

Die Gewerkschaft Verdi lehnt eine Übernahme der ING BHF–Bank durch die Commerzbank aus Sorge um die Arbeitsplätze ab.

chp/lip FRANKFURT/M. „Wir stehen einer Übernahme skeptisch gegenüber, weil dann bis zu 1 500 Arbeitsplätze gefährdet sein könnten“, sagte Verdi-Bereichsleiter Uwe Foullong dem Handelsblatt. Gefährdet seien vor allem die Stellen in der Frankfurter BHF-Zentrale. Insgesamt beschäftigt die Bank 2 600 Mitarbeiter. Verdi fürchtet zudem, dass eine Übernahme den Wettbewerb in der Bankenbranche einschränken würde.

Ende letzter Woche war bekannt geworden, dass die Commerzbank den Kauf der zum holländischen Allfinanzriesen ING gehörenden BHF-Bank prüft. Allerdings befinden sich die Gespräche noch in einem frühen Stadium. Ihr Ausgang sei noch völlig offen, hieß es gestern bei der Commerzbank. Es sei daher viel zu früh, über einen Stellenabbau zu sprechen. Offen ist nach Einschätzung von Branchenkreisen etwa, ob die BHF-Bank gegebenenfalls als Ganzes oder nur in Teilen übernommen würde. Die ING-Tochter kämpft vor allem im Firmenkundengeschäft mit massiven Problemen. Immerhin kehrte sie im ersten Quartal im operativen Geschäft in die schwarzen Zahlen zurück, nachdem im Vorjahr ein Verlust von 105 Mill. Euro angefallen war.

Unterdessen spitzt sich der Rechststreit der BHF-Bank mit dem Immobilienunternehmen Agiv zu. Die Bank hält eine Beteiligung von 13,2 % an Agiv. Außerdem hält sie eine Option, wonach der Agiv-Vorstand das Paket zu einem Preis von 4,17 Euro je Aktie abnehmen muss - weit mehr, als der aktuelle Agiv-Kurs. Da die Rücknahme nicht erfolgt ist, hat die BHF eine Zahlungsklage gegen den Agiv-Vorstand erhoben. Ein Agiv-Sprecher bestätigte den Eingang einer Zahlungsklage, machte aber keine Angaben zu deren Höhe. Außerdem hat die BHF-Bank Abschreibungen auf ihre Anteile vorgenommen, die sich nach Informationen des Handelsblatts auf 23 Mill. Euro belaufen. Ein Banksprecher erklärte, man habe die Entwicklung von Agiv eng verfolgt und die notwendigen Berichtigungen durchgeführt. Die Abschreibungen hätten keine negativen bilanziellen Auswirkungen auf das Ergebnis 2004.

Agiv-Vorstandschef Rainer Behne hatte Anfang der Woche noch betont, dass der Immobilienkonzern „derzeit finanziell angeschlagen ist“. Die Wirtschaftsprüfer hatten vor kurzem das Immobilienvermögen neu bewertet und einen massiven Abschreibungsbedarf gesehen. Behne hat gestern Abend seinen Rücktritt bekannt gegeben.

Die wichtigsten Neuigkeiten jeden Morgen in Ihrem Posteingang.
Startseite