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Banken in Frankfurt

Verdienststatistik Deutschland führt die zweite Liga der Bankgehälter an

Die Gehälter der britischen Banker stellen die in anderen europäischen Ländern in den Schatten. Deutschland hat aber mehr Großverdiener bei den Geldhäusern als die Nachbarländer.
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FrankfurtBrexit hin oder her: Brite müsste man als Banker sein. Das legt jedenfalls die neue Statistik der europäischen Finanzaufsicht (Eba) nahe. Danach verdienen in Großbritannien 3.567 Banker umgerechnet mindestens eine Million Euro.

Das ist der Großteil von 4.859 Einkommensmillionären insgesamt in Europa in dieser Branche. Hinzu kommt: Zum Teil gehen die britischen Zahlen hinauf bis in extreme Höhen. Einer der Banker verdient sogar mehr as 40 Millionen Euro. Das ist eine Größenordnung, die selbst die Gehälter der Chefs großer US-Banken übertrifft.

Über alle Länder gerechnet liegt der Anteil der variablen Vergütung am gesamten Gehaltspaket bei etwas über der Hälfte. In Großbritannien und in Frankreich beträgt die variable Vergütung gut 160 Prozent des Fixgehalts, in Norwegen liegt der Wert sogar bei mehr als 200 Prozent, in Deutschland dagegen bei knapp 70 Prozent.

Die Eba-Statistik hat drei Schönheitsfehler. Erstens erfährt man nicht, welche Geldhäuser die hohen Bezüge zahlen und wer sie bekommt. Außerdem gibt sie nur Spannen an und keine exakten Summen. Zudem sind die neuesten Daten von 2017, wobei allerdings die Veränderungen zum Vorjahr nicht sehr groß sind, sodass sie einigermaßen Aussagekraft auch für den heutigen Zustand haben sollten.

Die Briten spielen also in ihrer eigenen Klasse. Die zweite Liga aber wird von den Deutschen angeführt, mit 390 Einkommensmillionären. In Frankreich, wo die großen Banken zurzeit deutlich profitabler sind als in Deutschland, sind es dagegen nur 233, in Italien 201, in Spanien 161.

Bezogen auf die Größe des Landes steht Österreich mit 50 Beispielen auch nicht schlecht da. Vor allem fällt dort ein Banker mit mehr als 16 Millionen Euro auf – diese Höhe erreicht außerhalb von Großbritannien sonst niemand.

Aussagekräftiger als die Veränderung binnen eines Jahres ist der langfristige Trend. Hier zeigt sich: Von 2010 bis 2017 stieg die Zahl der Großverdiener ab einer Million um gut 40 Prozent.

Wenig überraschend auch, dass im Berichtsjahr mit 2.541 Angestellten die meisten Hochverdiener im Investmentbanking arbeiteten. Aus Deutschland sind allerdings nur 105 dabei, das ist deutlich weniger als die 208 Topmanager mit Topgehältern hierzulande. In vielen anderen Ländern gibt es weitaus mehr Investmentbanker als Topmanager oberhalb der Millionengrenze.

Insgesamt bestätigt sich: Bei den Banken kann man immer noch sehr gut verdienen, und das gilt auch für das Investmentbanking. Die Finanzkrise hat keine Ära der Bescheidenheit nach sich gezogen.

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