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Vergütungsregeln Banker wehren sich gegen Gehaltsdeckel

Der Bundestag will heute neue Vergütungsregeln verabschieden. Gehälter von Top-Bankern sollen künftig gedeckelt werden. Deutschlands Großbanken kritisieren die neuen Regeln und fürchten, etliche Talente an die ausländische Konkurrenz zu verlieren. Sie sehen dabei die Fußballbundesliga als Vorbild.
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Deutschlands Banker müssen mit Gehaltseinbußen rechnen. Quelle: dpa

Deutschlands Banker müssen mit Gehaltseinbußen rechnen.

(Foto: dpa)

BERLIN/FRANKFURT. Deutsche Bank, Commerzbank und Hypo Real Estate (HRE) haben die geplanten Gehaltsdeckelungen des Bundes kritisiert. "Talente haben ihren Preis", sagte Deutsche-Bank-Finanzchef Stefan Krause. In bestimmten Bereichen müsse man wettbewerbsfähige Gehälter zahlen können, um mit den Konkurrenten mithalten zu können, argumentierte Commerzbank-Chef Martin Blessing Anfang der Woche auf einer Veranstaltung der Commerzbank zur Finanzmarktregulierung in Berlin und verglich die Situation der Banker mit dem Profifußball. Da zahle SAP-Mitbegründer Dietmar Hopp beim Fußballverein TSG 1899 Hoffenheim auch ordentliche Gehälter. "Wenn Hopp nur bereit gewesen wäre, Kreisklassegehälter zu zahlen, würde Hoffenheim nicht in der Bundesliga spielen", sagte Blessing.

Bei der Commerzbank sind insgesamt 35 Mitarbeiter von den neuen Gehaltsgrenzen betroffen. Wie das Handelsblatt aus Finanzkreisen erfuhr, sind dabei auch die Topverdiener bei den Töchtern Comdirect und Eurohypo berücksichtigt. Zwei Drittel der Mitarbeiter, die mehr als 500 000 Euro im Jahr verdienen, arbeiten nach Angaben der Bank im Ausland. In Regierungskreisen hieß es, dass der Bund mit den neuen gesetzlichen Vorschriften auch in die Verträge von Bankmanagern eingreifen könne, die im Ausland - etwa in London und New York - arbeiten.

Auch die voll verstaatlichte Hypo Real Estate ist besorgt. Die Deckelung auf 500 000 Euro sei dabei nicht das Problem, hieß es. Bei der HRE sollen laut staatlichem Rettungsfonds Soffin zwei Mitarbeiter betroffen sein. Sauer stößt den Münchenern dagegen eine andere Vorschrift auf: "Die Auszahlung variabler Vergütungsbestandteile zu verwehren, würde die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe um Mitarbeiter und Märkte einschränken. Zudem würde es die Erreichung des gemeinsamen Ziels der Rückführung der eingesetzten Steuergelder erheblich erschweren", sagte ein Sprecher.

Zurückhaltender äußerte sich die Düsseldorfer WestLB. Dort treffen die neuen Regeln 24 Mitarbeiter. "Wir werden uns das Gesetz genau ansehen und dann entscheiden, was mit den Altverträgen geschehen kann", sagte ein Sprecher.

Nach dem Restrukturierungsgesetz für Banken, dass der Bundestag heute verabschieden will, dürfen Finanzinstitute, die Staatshilfe erhalten haben, ihren Mitarbeitern im In- und Ausland nicht mehr als 500 000 Euro Jahresgehalt zahlen. Die neuen Vergütungsregeln sollen ab Anfang 2011 gelten.

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14 Kommentare zu "Vergütungsregeln: Banker wehren sich gegen Gehaltsdeckel"

Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

  • steck deine Spielzeugpistole wieder ein, Du kleiner Wicht. Nur weil dir jemand die mickrigen 4k bonus nicht gönnen will, den Dir Deine Coba schon im Juli schon für nächsten März versprochen hat?
    Also:
    (1) welche Sparkasse wird mit Steuergeldern finanziert? Da hast du wohl im 2. Lehrjahr nicht richtig zugehört..
    (2) Es gab niemanden auf der Welt, der der Coba im Nov 2008 auch nur einen Cent geliehen hätte. Ein angemessener Preis für Fremd- und Eigenkapital wäre unbezahlbar gewesen.
    (3) Zieh doch von den ach so tollen 1Mrd Gewinn 2010 die 9% Zinsen auf 16.4 Md Euro Stille Einlage - also 1.5 Mrd. Euro - ab, die dem tollen H. blessing p.a. vom Steuerzahler GESCHENKT werden, dann bist du nochmal bei 500 Mio VERLUST in 2010.
    (4) blessing hat die 4 Mrd Verlust 2009 doch selbst eingefahren
    (5) die 1 Mrd Euro basiert einzig auf Wertaufholungen aus früheren Dresdner Portfolios, die er in 2008 um mind. 2,8 Mrd Euro nach unten manipuliert hat (mit dem „Gewinnpotential“ daraus protzt er sogar bei investorenveranstaltungen – zuletzt Ende September..) - keine "Leistung" sondern klassische Siegerjustiz.

    So, setzt Dich wieder hin und mach Dein Reporting fertig, das auch heute wieder alle Emfpänger wegklicken. Dennoch husch husch, Du musst ja 100% Zielerreichung schaffen, sonst kommt im März die Kohle nicht..

  • @bankster
    zu:
    "der so viel beschimpfte Herr blessing schafft es mit seiner Horde angeblicher Versager immerhin, aus einem Verlust von über 4 Milliarden Euro in 2009 einen Gewinn von über 1 Milliarde Euro in 2010 zu machen"

    Dafür gibt es ein Zauberwort: fair value
    oder auch bilanzierung bis es wieder stimmt.
    immer schön den ball flach halten.
    Deine "Zauberbänkster" fressen schon längst - seit Jahren - die Substanz auf.
    Wer kann den bei einem über Kontinente agierenden Unternehmen noch die bilanz aufbröseln - NiEMAND.
    Müßte eine bank mir 2 Mrd. bilanzsumme nur 1% wertberichtigen, dann sind das 20 Mrd.
    Das war es - das Eigenkapital.
    Und NUR 1% daran glaubt nicht einmal der Weihnachtsmann bei diesem weltweiten Kettenbrief - 5% sind locker drin.
    Das wären in diesem Fall 100 Mrd.
    Und... tot ist die Maus !
    Den Namen der bank nenne ich nicht.

  • ich kann das Gequatsche nicht mehr hören! ist der Neid so groß, dass das Denken schwer wird? Erstens: Sparkassenvorstände (zumindest in größeren Sparkassen) erhalten oft auch mehr als 500 TEUR. Die werden vollständig durch Staats-/Steuergelder finanziert. Wo ist der Aufschrei? Zweitens: der so viel beschimpfte Herr blessing schafft es mit seiner Horde angeblicher Versager immerhin, aus einem Verlust von über 4 Milliarden Euro in 2009 einen Gewinn von über 1 Milliarde Euro in 2010 zu machen - wer von Euch ist ähnlich erfolgreich? Und drittens: bisher ist (mit Ausnahme der HRE) meines Wissens noch nichts von Euren Steuergeldern verlorengegangen. Denn entweder wurden Garantien geleistet (schaut doch 'mal nach, was das ist, bevor ihr mitredet), oder es wurde Eigenkapitalhilfe in Form von (hochverzinslichen) Darlehen geleistet. Da viele von uns schon 'mal einen Kredit hatten, wissen vielleicht auch einige, dass dieses Geld in der Regel nicht geschenkt ist, sondern zurückgezahlt werden muss. Oder wäret ihr erfreut, wenn Eure bank Euch vorschreiben würde, welcher Handwerker welche Arbeiten in Eurem Haus ausführen darf, nur weil sie Euch Geld geliehen hat? Also immer erst einmal überlegen, bevor man peinliche Kommentare abgibt, die vor Neid nur so triefen. Und verschluckt Euch jetzt bitte nicht an dem Schaum vorm Mund ;-)))

  • ich finde die Empörung der banker schon sehr frech, denn diese Fachleute haben die Finanzprobleme auf dem Finanzmarkt maßgeblich mitgeprägt und waren für diese Krise verantwortlich. Solange banken erfolgreich sind, sind gewisse Gehälter für bänker ja kein Problem, doch diese Versager wollen nun auch weiterhin Millionengagen für ihre "Experten" ausgeben, obwohl sie vom Steuerzahler vor der Pleite gerettet wurden. Kommen wir auf Hoffenheim zurück: Hopp hat Fachleute (Profis) geholt und nicht irgendwelche Kreisligaversager. Leider haben die banker keinerlei Einsicht das sie für die Krise mitverantwortlich sind und gehören eigentlich mit berufsverbot belegt. Etwas Demut würde der bankbranche sehr gut stehen, anstelle von Millionengehälter für überbezahlte Versager und eine Scheingesellschaft, die maßlos Geld rausschmeißt!!

  • Man sollte von Seiten der Politik mal schnell wieder etwas Rückabwickeln. Nämlich etwas flott das investmentbanking vom allgemeinen banking Trennen. dann hätten die Jungs nicht mehr soviel "Spielgeld" zum Zocken. Man könnte dann nicht mehr Omas Spargroschen z.b. in Dubai in fragwürdige Objekte anlegen oder andere Spielereien, die keiner braucht.
    Eine investmentbank kann dann auch ruhig über die Wupper gehen. Der volkswirtschaftliche Schaden träfe dann die, die gern ins Casino auf eine beliebige Zahl setzen. Dann hätte es sich schnell erledigt mit der Obergrenze.
    zum Thema weglaufen der "Talente."
    Reisende soll man nicht aufhalten.
    Es wird hier absolut nicht produziert. Von Mehrwert keine Spur. Da hat Jugend forscht mehr Nutzen vorzuweisen.

  • ich finde den Vergleich mit Hoffenheim nett, aber mehr auch nicht.
    Klar kann man so argumentieren, aber bei Hoffenheim wird das "vorhandene" Geld investiert in Spieler, infrastruktur des Vereins usw., während gerade bei den "talentierten" bankern und Mitarbeitern in der Finanzbranche sowohl Abschlussprovision, als am Ende eines erfolgreichen Geschäftsjahres auch noch massig boni und andere Geschenke verteilt werden.
    Nur leider liegt das Geld in der bank nicht immer vor, da dieses normalerweise woanders gebunden ist.
    Wenn man dann noch falsch kalkuliert, endet man im schlimmsten Fall wie die HRE.
    Und dafür wird man dann noch belohnt oder hat zumindest keine Konsequenzen zu fürchten ... wohlgemerkt für reines berufliches Versagen (Vorstandsebene) und oftmals reiner Geldgier (berater)!

  • [7] geht ja nicht, die haben keine Platform und keinen Computer. nach jahrelangen Einschüchterungskampagnen und niederschreien und unterdrückung mit Geldentzug sobald sie was falsches sagen, meinen Sie da macht jemand den Mund auf? Neben den ganzen Toten die bereits existieren.
    Die im Altenheim werden mit Tabletten ruhiggestellt. Das sind dann die Ergebnisse unserer Pflegeversicherung. Natürlich wer ausreichend Geld hat und einen Mann der dies Geld für die Pflege beantragt erhält automatisch Geld von der Pflegeversicherung. Versuchen sie das einmal bei den Echtpflegefällen in Deutschland. jahrelang kämpfen sie darum und die echten Pflegefälle haben niemand der das Geld überhaupt beantragt.

  • und wann wehren sich die Leiharbeiter und Nideriglöhner gegen Menschenhandel und Ausbeutung?!

  • Diese "Talente" haben es geschafft, uns bürgern Milliarden aus der Tasche zu ziehen. Soviel Talent muß belohnt werden; das sehen wir ein. Darum würden wir uns gerne mit der Kreisklasse begnügen. Dann werden wir vielleicht weniger betrogen und belogen.
    Noch mal der Aufruf: Zahlt Eure Schulden zurück!

  • "Experten", die bei der HRE dreistellige Milliardenbeträge verpulvert haben, sollen weiter astronomische boni bekommen, damit sie NiCHT abwandern?
    Das NiCHT ergibt für mich als Aktionär keinen Sinn, könnte man das nicht streichen?

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