Verkauf der Hypo-Alpe-Töchter BayernLB kippt Österreichs Bankendeal

Die BayernLB als Ex-Eigentümerin der Hypo Alpe Adria darf beim Verkauf der Bank-Töchter mitreden. Diese Position nutzt sie, um die österreichische Regierung und die HGAA unter Druck zu setzen. Ein Deal ist nun geplatzt.
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Das Ringen geht weiter: Die Skandalbank Hypo Alpe Adria muss ihre osteuropäischen Töchter los werden, die Bayerische Landesbank blockiert. Quelle: Reuters

Das Ringen geht weiter: Die Skandalbank Hypo Alpe Adria muss ihre osteuropäischen Töchter los werden, die Bayerische Landesbank blockiert.

(Foto: Reuters)

WienKnalleffekt im Ringen um den Verkauf der Südosteuropa-Geschäfts der Hypo Alpe Adria. Nach den Protest der BayernLB eröffnet Österreich das Bieterverfahren für die insgesamt sechs Hypo-Töchter am Balkan neu, wie mehrere mit der Situation vertraute Personen am Freitag sagten. Das ist auch ein Rückschlag für den bereits auserkorenen Käufer, ein Konsortium um den US-Finanzinvestor Advent. Mit ihm hatte sich Österreich bereits grundsätzlich auf den mehrere hundert Millionen Euro schweren Deal verständigt. In dem neuen Verkaufsverfahren habe Advent nun keine Exklusivität mehr, sagten die Insider. Der Verkauf hätte am 27. November stehen müssen, da die Deadline nun durch die Blockade der Bayern LB überschritten ist, muss der Prozess neu starten.

Die HGAA gehörte von 2007 bis 2009 zur BayernLB. Nach Milliardenverlusten hatte Bayern die Bank an Österreich zurückgegeben, wo sie erst notverstaatlicht wurde und derzeit abgewickelt wird. Die Landesbank sah ihre Zahlungen an die HGAA nach eigenen Angaben stets als Kredit an und will inklusive Zinsen 2,4 Milliarden Euro zurückhaben, ein entsprechender Prozess läuft aktuell vor dem Landgericht München. Da die HGAA in der alten Form nicht mehr existiert, hatte die Landesbank am Donnerstag das Land Österreich mit einer Frist von 14 Tagen zur Zahlung aufgefordert. Die BayernLB beruft sich auf eine Garantie, die Österreich für den Fall der Auflösung der HGAA gegeben habe.

Der Streit um das Geld wird zunehmend zu einer Belastung für die Wirtschaftsbeziehungen zwischen Bayern und Österreich und dürfte auch ein Grund für die Blockade der BayernLB im Verkaufsprozess der Töchter sein. Bayerns Finanzminister Markus Söder (CSU) sieht die ausstehenden Milliardenforderungen als größtes Risiko für den bayerischen Haushalt an und hatte das Nachbarland vor wenigen Wochen scharf kritisiert: Bei Geld höre die Freundschaft auf.

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1 Kommentar zu "Verkauf der Hypo-Alpe-Töchter: BayernLB kippt Österreichs Bankendeal"

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  • Stoiber und seine Spezis haben diese Schrottbank gekauft.
    Frage sitzt der schon mit beim Hoeneß?

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