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Versicherer Allianz erteilt Zusammenschluss mit Euler Hermes eine Absage

Der Kreditversicherer Euler Hermes wird nicht mit der Allianz-Sparte AGCS fusionieren. Auch ein Kauf der Deutschen-Bank-Tochter DWS rückt in die Ferne.
Update: 14.05.2019 - 18:16 Uhr Kommentieren
Noch im Frühjahr hatte der Versicherer Überlegungen über ein Zusammenrücken des weltweit größten Kreditversicherers Euler Hermes mit der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) bestätigt. Quelle: dpa
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Noch im Frühjahr hatte der Versicherer Überlegungen über ein Zusammenrücken des weltweit größten Kreditversicherers Euler Hermes mit der Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) bestätigt.

(Foto: dpa)

München, FrankfurtMonatelang hat die Allianz ihre Optionen geprüft. Nun hat Europas größter Versicherer eine erste wichtige Richtungsentscheidung getroffen. Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol erteilte am Dienstag einer internen Fusion des Kreditversicherers Euler Hermes mit der Großkunden-Sparte AGCS eine Absage.

„Es gibt Kapitalsynergien, die wir heben können“, sagte der Italiener in einer Telefonkonferenz zu den Quartalszahlen. Das sei auch ohne einen vollständigen Zusammenschluss der beiden Töchter möglich. Es reiche aus, einzelne Einheiten zu vereinigen. „Sie können davon ausgehen, dass wir keine Fusion haben werden.“ Im Vertrieb und der Produktentwicklung sei aber eine engere Zusammenarbeit möglich.

Seit Anfang des Jahres prüft der Dax-30-Konzern eine Neuordnung des Industriegeschäfts und eine engere Zusammenarbeit des hauseigenen Industrieversicherers AGCS mit der erst im vergangenen Jahr komplett übernommenen Euler Hermes.

Terzariol hatte die Entwicklung der lange erfolgsverwöhnten AGCS im vergangenen Jahr als „kleine Enttäuschung“ bezeichnet. Im ersten Quartal 2019 war sie mit einem Umsatzzuwachs von 16 Prozent allerdings wieder ein Wachstumstreiber.

Der Allianz-Finanzchef dämpfte zugleich Spekulationen, dass der Versicherer nach der Deutschen-Bank-Tochter DWS greifen könnte. „Großakquisitionen im Asset-Management sehen auf Powerpoint-Präsentationen gut aus“, sagte der Manager, „funktionieren aber in der Realität häufig nicht.“

Auf Nachfrage bestätigte er ausdrücklich, dass die DWS eine Großakquisition für die Allianz wäre. Der Konzern war als Interessent für den Vermögensverwalter gehandelt worden, der ein Zusammenrücken mit der Schweizer Bank UBS prüft. Leisten könnte sich die Allianz eine milliardenschwere Übernahme.

Dank kräftiger Zuwächse in der Sachversicherung ist das operative Ergebnis im ersten Quartal um 7,5 Prozent auf 3,0 Milliarden Euro gestiegen – und lag so über den Erwartungen. Analysten hatten im Schnitt mit knapp 2,9 Milliarden gerechnet. Den Umsatz, also die Summe aus Beitragseinnahmen und Fondsgebühren, steigerte die Allianz von Januar bis März um neun Prozent auf 40,3 Milliarden Euro.

„Allianz hat sehr gute Ergebnisse im ersten Quartal erzielt und ist auf einem guten Weg, die Jahresziele für 2019 zu erreichen“, meinte Vorstandschef Oliver Bäte. Der Versicherer strebt für das laufende Jahr ein operatives Ergebnis von elf bis zwölf Milliarden Euro an.

Die Experten erwarten einen Gewinn nahe dem oberen Ende der Spanne. „Das Ergebnis im ersten Quartal ist etwas besser als erwartet“, bewertete Thorsten Wenzel, Analyst der DZ Bank, die Zahlen.

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