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Versicherer Allianz im Vorwärtsgang

Die Allianz startet mit starken Zahlen ins laufende Jahr. Vor allem die US-Vermögensverwaltungstochter Pimco scheint wieder auf Kurs. Doch der Versicherer bleibt bei der Jahresprognose vorsichtig.
Update: 12.05.2017 - 09:56 Uhr Kommentieren
Der Münchner Versicherer ist europaweit führend. Quelle: Reuters
Allianz-Flaggen bei der Hauptversammlung

Der Münchner Versicherer ist europaweit führend.

(Foto: Reuters)

München Die wichtigste Botschaft hatte Oliver Bäte bereits ausposaunt. „Wir hatten einen guten Start in das Jahr 2017“, rief der Allianz-Chef bereits am Mittwoch vergangener Woche den versammelten rund 3.200 Investoren auf der Hauptversammlung zu. Der operative Gewinn sei im ersten Quartal nach vorläufigen Zahlen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um mehr als neun Prozent auf 2,9 Milliarden Euro gestiegen. Es ist ein positives Bild, das Europas größter Versicherungskonzern am Freitag bei der Vorlage der endgültigen Zahlen, die nun auch die Gewinne der einzelnen Sparte ausweisen, nicht mehr grundlegend revidieren muss.

So hat die Allianz-Vermögensverwaltungstochter Pimco das Schlimmste offensichtlich hinter sich. Im ersten Quartal flossen dem kalifornischen Fondsanbieter neue Gelder in Höhe von 21 Milliarden Euro von den Kunden zu. „Die Nettomittelzuflüsse Dritter bei Pimco nahmen an Fahrt auf aufgrund der überdurchschnittlichen Entwicklung in mehreren Anlagestrategien“, erklärte Finanzvorstand Dieter Wemmer den Zuwachs. Insgesamt, also einschließlich der deutschen kleineren Vermögenstochter Allianz Global Investors (AGI), wuchs das für Dritte verwaltete Vermögen in der Sparte im Vergleich zum Vorjahr um 42 Milliarden auf 1,4 Billionen Euro. Die auf Anleihen spezialisierte Pimco war vor drei Jahren in die Krise gerutscht.

Diese Versicherer sind systemrelevant
Aegon
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Insgesamt stuft der Financial Stability Board weltweit neun Versicherer als systemrelevant ein. Weil sich das FSB nicht dazu durchringen kann, auch Rückversicherer auf die Liste setzen, sucht man die Namen von Branchengiganten wie Warren Buffetts Berkshire Hathaway oder Munich Re vergeblich. Das Board führt die Liste ohne spezielle Reihenfolge, dementsprechend sind die Assekuradeure alphabetisch geordnet. Den Anfang macht die niederländische Aegon. 1983 gegründet, verwaltet der Konzern aus Den Haag 477 Milliarden Dollar an Vermögen. (Quelle: Financial Stability Forum)

Allianz
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Die Allianz mit Hauptsitz in München ist der einzige deutsche Versicherungskonzern, den das Financial Stability Board als systemrelevant einstuft. Und das aus gutem Grund: Mit einem verwalteten Vermögen von 928 Milliarden US-Dollar ist der 1890 gegründete Konzern in mehr als 70 Ländern der Welt vertreten – und ist damit der zweitgrößte Versicherer Europas.

(Foto: Reuters)
AIG
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Die American International Group (AIG) wurde 1919 gegründet, hat ihren Sitz in New York und beschäftigt weltweit rund 66.000 Mitarbeiter. Aktien der AIG notieren an der NYSE in der Wall Street und in Tokio. Die Amerikaner managen 514 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)
Aviva
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Gleich mehrere britische Konzerne gelten laut FSB als systemrelevant: Aviva, die bis 2002 noch CGNU hießen, gehören zu den fünf größten Erstversicherern der Welt. Aviva verfügt über ein Gesamtvermögen von 574 Milliarden Dollar und beschäftigt etwa 30.000 Mitarbeiter weltweit.

(Foto: AFP)
Axa
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Die Axa-Gruppe mit Sitz in Paris ist mit 166.000 Mitarbeitern in 64 Ländern der Welt vertreten und knackt mit einem Gesamtvermögen von 1022 Milliarden Dollar die Billionen-Schallmauer. Axa hat mehr als 100 Millionen Kunden und gilt als größter Versicherungskonzern der Welt.

(Foto: AFP)
MetLife
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Der US-amerikanische Konzern Metropolitan Life Insurance Company, besser bekannt als MetLife, ist der größte Anbieter von Lebensversicherungen in den USA. Das Unternehmen wurde 1868 gegründet und beschäftigt etwa 70.000 Mitarbeiter. Laut aktuellem Quartalbericht kommen die New Yorker auf 952 Milliarden Dollar unter ihren Fittichen.

(Foto: AP)
Ping An Insurance
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Der chinesische Ping An Insurance ist der einzige als systemrelevant erachtete asiatische Versicherer. Ping An wurde 1988 gegründet und ist Hong Kong und Shanghai gelistet. Zu der Holding gehören verschiedene Unternehmen aus dem Dienstleistungssektor. Die Chinesen verzeichnen ein erfolgreiches Jahr mit starkem Wachstum, gemanagt werden knapp 690 Milliarden Dollar.

(Foto: Reuters)

Die Mittelzuflüsse und Kostensenkungen trieben das operative Ergebnis in der Sparte um 24 Prozent auf 572 Millionen Euro. Die Asset-Management-Sparte war damit neben der Lebensversicherung hauptverantwortlich für den deutlichen Anstieg des operativen Gewinns. Die Beitragseinnahmen im Bereich Leben stiegen um 1,3 Prozent auf 16,9 Milliarden Euro. In der Schaden- und Unfallversicherung ging das operative Ergebnis dagegen im Vergleich zum Vorjahresquartal um 12,7 Prozent auf 1,3 Milliarden Euro zurück. Neben hohen Sturmschäden zehrte am Ergebnis auch eine staatliche Neuregelung für Unfallopfer in Großbritannien, die künftig höhere Ansprüche gegen Versicherer haben. „Der Geschäftsbereich Schaden- und Unfallversicherung ist auf einem guten Weg, das Gesamtjahresziel zu erreichen“, betonte Wemmer jedoch.

Beim Jahresausblick bleibt der Konzern allerdings weiter vorsichtig. „Mit diesen Ergebnissen ist die Gruppe auf dem Weg, das operative Ergebnisziel für das Gesamtjahr von 10,8 Milliarden Euro, plus oder minus 500 Millionen Euro, vorbehaltlich unvorhergesehener Ereignisse, Krisen oder Naturkatastrophen, zu erreichen“, sagte Wemmer und erneuerte damit die Prognose des Dax-30-Konzerns für das laufende Jahr.

Finance Briefing
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