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Versicherer Allianz-Konzern greift bei Industrieversicherer AGCS durch

Bei der Allianz-Tochter AGCS gibt es einen Chefwechsel. Deutschland-Vorstand Joachim Müller rückt laut Branchenkreisen an die Spitze.
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Allianz macht Druck auf die Tochter AGCS Quelle: dpa
Fahnen der Allianz

Veränderungen bei der Konzerntochter

(Foto: dpa)

Die Kritik fiel deutlich aus. „Wir wollen keine Gesellschaft, bei der die Schaden-Kosten-Quote immer wieder über 100 Prozent liegt“, erklärte Allianz-Finanzvorstand Giulio Terzariol am Freitag der vergangenen Woche bei der Vorstellung der Quartalszahlen in Richtung des konzerneigenen Industrieversicherers Allianz Global Corporate & Specialty (AGCS) sichtlich ungehalten. Wenige Tage später zieht Europas größter Versicherungskonzern nun personelle Konsequenzen aus dem Unmut.

Nach Informationen aus Branchenkreisen macht die Allianz den bisherigen Allianz-Deutschland-Vorstand Joachim Müller zum neuen Chef der AGCS. Der Konzern wollte das nicht kommentieren. Als Erster hatte das Branchenblatt „Versicherungsmonitor“ über die Personalie berichtet.

Allianz-Boss Oliver Bäte sucht damit beim in Schwierigkeiten steckenden Industrieversicherer einen Neuanfang. Der bisherige AGCS-Chef Chris Fischer Hirs werde die AGCS in den kommenden Tagen verlassen, heißt es. Müller ist aktuell Mitglied des Vorstands der Allianz Deutschland und verantwortet dort sowohl den Vertrieb als auch das Schaden- und Unfallgeschäft.

„AGCS ist weiter eine Baustelle, alle anderen Bereiche haben eine gute Entwicklung gezeigt“, brach es aus Terzariol am Freitag heraus. Es gehe nicht, dass eine Gesellschaft ein, zwei, drei oder gar vier Jahre kontinuierlich Verluste schreibe. Auch 2019 werde wieder „definitiv ein schwieriges Jahr werden für AGCS“, kündigte der 47-jährige Italiener bereits die Tendenz für das Gesamtjahr an.

Bereits im ersten Halbjahr hatte der Konzern länger einen Zusammenschluss mit dem mittlerweile vollständig übernommenen Kreditversicherer Euler Hermes geprüft – diesen dann aber verworfen.
Die deutschen Industrieversicherer kämpfen derzeit mit einem schwierigen Geschäft. Auch beim Versicherer Talanx soll eine laufende Sanierung die über Jahre hinweg defizitäre Industrie-Feuerversicherung zurück in die schwarzen Zahlen führen. Die Kündigung unrentabler Kundenverträge habe Talanx in diesem Bereich 230 Millionen Euro an Prämieneinnahmen gekostet, hieß es bei der Vorlage der Quartalszahlen.

Mehr: Die Allianz will mit einem neuem Online-Versicherer Europa aufmischen.

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