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Versicherer Digitalplan der R+V Versicherung geht auf

Die R+V Versicherung nimmt in den ersten sechs Monaten rund acht Milliarden Euro ein und will weiter Marktanteile gewinnen – auch mithilfe neuer Produkte.
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Die Quartalszahlen bestätigen die Digitalstrategie der genossenschaftlichen Versicherung. Quelle: dpa
R+V-Versicherung

Die Quartalszahlen bestätigen die Digitalstrategie der genossenschaftlichen Versicherung.

(Foto: dpa)

Frankfurt Zum Start gab sich Norbert Rollinger noch vorsichtig. Eine neue, innovative Versicherung, die „VR-Mitglieder-Privat-Police“, ließ der Chef des genossenschaftlichen Versicherers R+V wie üblich erst bei einigen Banken testen, bevor er sie im Frühjahr im Vertrieb breit ausrollte. Doch das neue Produkt trifft offensichtlich einen Nerv bei der privaten Kundschaft des zu den Volks- und Raiffeisenbanken gehörenden Unternehmens. Rund 100.000 Abschlüsse konnte die R+V bislang verzeichnen. Es sei eines der am besten laufenden Produkte, die der Versicherer jemals eingeführt habe, sagte ein Sprecher in Wiesbaden.

Die Idee dahinter: Bei der neuen Police bilden die Mitglieder einer Genossenschaftsbank ein Kollektiv, die sogenannte Mitglieder-Plus-Gemeinschaft. Hat diese in einem Jahr einen guten Schadenverlauf, erhält sie im Folgejahr bis zu zehn Prozent der in der jeweiligen Sparte eingezahlten Prämien zurück. Die Offerte gilt für die Versicherungsfelder Haftpflicht, Rechtsschutz, Hausrat, Wohngebäude und Unfall.

Die rege Nachfrage bestärkt die Wiesbadener in ihrer Digitalstrategie. „Wir sehen die Digitalisierung vor allem als Wachstumschance“, gab Rollinger bereits vor gut einem Jahr als Marschrichtung aus. Neue, innovative Produkte sollen den Aufwärtstrend in der Assekuranz der Genossenschaftsbanken verstetigen. Ein Plan, der sich zumindest im ersten Halbjahr positiv in den Zahlen niederschlug. Von Januar bis Juni 2019 nahm die R+V Versicherung erneut mehr Beiträge ein als im Vorjahr.

Sie stiegen in der maßgeblichen deutschen Erstversicherung im ersten Halbjahr 2019 um 0,5 Prozent auf knapp acht Milliarden Euro. „Für das Gesamtjahr peilen wir in allen Geschäftssegmenten weitere Marktanteilsgewinne an“, betonte Vorstandschef Rollinger. Dazu beitragen sollen auch weitere neue Produkte etwa im Privatkundengeschäft. Von ihnen würden zusätzliche Wachstumsimpulse ausgehen, so Rollinger.

Die Beitragseinnahmen in den Lebens- und Pensionsversicherungen der R+V gingen dagegen im ersten Halbjahr um fünf Prozent auf 3,7 Milliarden Euro zurück. Grund sei das rückläufige Geschäft mit Einmalbeiträgen gewesen, das im gleichen Vorjahreszeitraum ungewöhnlich stark ausgefallen war. Im hart umkämpften Kfz-Geschäft stiegen die Beiträge des drittgrößten deutschen Kfz-Versicherers dagegen um 5,5 Prozent auf mehr als 1,8 Milliarden Euro. Auch in der Schaden- und Unfallversicherung legten die Einnahmen um 5,9 Prozent auf 3,9 Milliarden Euro zu.

Die Altersvorsorgeprodukte blieben jedoch das wichtigste Geschäft des Unternehmens. Die Nachfrage sei bei der R+V ungebrochen stark: Bei den gesamten Neubeiträgen 2019 sei die klassische private Altersvorsorge mit 980 Millionen Euro nach wie vor die stärkste Säule.

Die Assekuranz legt damit einen weiteren Schritt zurück, um ihr wirtschaftliches Ziel zum 100-jährigen Jubiläum im Jahr 2022 zu erreichen. Bis dahin sollen die Beitragseinnahmen auf 20 Milliarden Euro wachsen. Im zurückliegenden Geschäftsjahr hatte der Versicherer mit einem Beitragsvolumen von 16,9 Milliarden Euro abgeschlossen, ein Plus von 4,2 Prozent im Vergleich zu 2017.

Mehr: Im Interview erklärt der Co-Chef und Mitgründer des US-Start-ups Lemonade, wie sich Versicherungen neu erfinden müssen.

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