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Beitragserhöhungen Krankenkassen heben Beiträge an

Die Versicherten müssen im kommenden Jahr tiefer in die Tasche greifen: Denn die DAK-Gesundheit und die Barmer GEK heben ihre Beitragssätze an. Die DAK-Gesundheit könnte damit zur teuersten Krankenkasse werden.
18.12.2015 - 13:01 Uhr
Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent. Quelle: dpa
Gechäftsstelle der Barmer GEK

Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent.

(Foto: dpa)

Die DAK-Gesundheit hebt ihren Beitragssatz im kommenden Jahr um 0,6 Prozentpunkte auf 16,1 Prozent an. Das beschloss der Verwaltungsrat der mit 6,1 Millionen Versicherten drittgrößten gesetzlichen Krankenkasse am Freitag in Berlin, wie die Versicherung mitteilte. Die Erhöhung müssen alleine die Versicherten über den Zusatzbeitrag schultern. Er steigt von 0,9 auf 1,5 Prozent.

Der Anteil des Beitragssatzes, den Arbeitgeber und Arbeitnehmer jeweils zur Hälfte bezahlen, ist gesetzlich festgeschrieben und liegt bei 14,6 Prozent. Die 16,1 Prozent sind auf das monatliche Bruttoeinkommen bis zur Beitragsbemessungsgrenze zu zahlen. Diese wird im kommenden Jahr bei 4.237,50 Euro liegen.

So teuer sind die größten Krankenkassen
Hausarztbesuche in Pflegeheimen
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14,6 Prozent des Arbeitsentgelts zahlt jeder Arbeitnehmer an die Krankenkasse – die Hälfte davon trägt der Arbeitgeber. Die von den Kassen individuell festgesetzten Zusatzbeiträge jedoch zahlt jeder Berufstätige vollständig selbst. Im kommenden Jahr werden die Zusatzbeiträge wohl um durchschnittlich 0,2 Prozentpunkte auf 1,1 Prozent steigen. Eine der größten Kassen knackt die 16 Prozent Gesamtbeitragsschwelle.

Hier erklären wir, wie sie die Kasse wechseln können.

(Foto: dpa)
Techniker Krankenkasse
2 von 15

Techniker Krankenkasse - 6,87 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,8 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,4 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,0 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 15,6 Prozent

(Foto: dpa)
Barmer GEK
3 von 15

Barmer GEK – 6,7 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,9 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,5 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,1 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 15,7 Prozent

(Foto: dpa)
DAK erhöht Beiträge
4 von 15

DAK - 4,89 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,9 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,5 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,5 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 16,1 Prozent

(Foto: dpa)
AOK Bayern
5 von 15

AOK Bayern - 3,33 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,9 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,5 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,1 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 15,7 Prozent

(Foto: dpa)
AOK Baden-Württemberg
6 von 15

AOK Baden-Württemberg - 2,99 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,9 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,5 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,0 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 15,6 Prozent

(Foto: dpa)
IKK Classic
7 von 15

IKK Classic - 2,6 Millionen Mitglieder

Grundbeitrag: 14,6 Prozent des Arbeitsentgelts

Zusatzbeitrag 2015: 0,8 Prozent

Gesamtbeitrag 2015: 15,4 Prozent

Zusatzbeitrag 2016: 1,4 Prozent

Gesamtbeitrag 2016: 16,0 Prozent

(Foto: dpa)

Der Beitragsanstieg schlägt bei einem Durchschnittsverdienst von 2.500 Euro bei den DAK-Versicherten mit 15 Euro zu Buche. Für einen Beschäftigten an der Beitragsbemessungsgrenze sind es sogar 25 Euro. Allerdings ist der Zusatzbeitrag von der Steuer absetzbar und mindert die Steuerbelastung.

Der Etat der Kasse beträgt im kommenden Jahr 21,2 Milliarden Euro und liegt 1,7 Prozent über dem Volumen von 2015. Die DAK-Gesundheit rechnet für 2015 mit einem Defizit von über 300 Millionen Euro. Für 2016 wird ein Überschuss von 145 Millionen Euro angepeilt. Nach einem Abschmelzen der Rücklagen sei das Ziel, im kommenden Jahr wieder Rücklagen aufzubauen, um gut aufgestellt ins Jahr 2017 zu gehen, sagte ein Sprecher.

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    Auch die zweitgrößte deutsche Krankenkasse, die Barmer GEK, erhöht ihren Beitragssatz zum Jahreswechsel um 0,2 Prozentpunkte auf 15,7 Prozent. Dies entschied der Verwaltungsrat am Freitag. Die Barmer liegt damit im Rahmen der vom Schätzerkreis im Herbst für das Jahr 2016 errechneten durchschnittlichen Beitragssteigerung aller Kassen.

    Ein Sprecher sagte, gemessen an den Aussichten zu Jahresbeginn sei es ein großer Erfolg, dass die Barmer im Schnitt auch künftig nicht teurer sei als andere Kassen. Die internen Restrukturierungen hätten schneller gegriffen als erwartet, so dass die Kasse in diesem Jahr um rund 400 Millionen Euro besser abschneiden werde als 2015.

    Die Barmer GEK hat zurzeit 8,5 Millionen Versicherte. Sie liegt damit hinter dem Branchenprimus Techniker Krankenkasse (TK), der 9,5 Menschen versichert. Auch die TK hat eine Beitragserhöhung um 0,2 Prozentpunkte beschlossen. Da die Kasse im laufenden Jahr aber um 0,1 Punkte unter dem errechneten Durchschnitt liegt, wird sie mit 15,6 Prozent auch in 2016 entsprechend darunter liegen.

    • rtr
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