Berkshire Hathaway: „Ein paar Unternehmen, über die ich nachdenke“ – Buffett auf Einkaufstour in Japan
Wenn Berkshire in Unternehmen investiert, gilt das als Gütesiegel.
Foto: APNew York. Star-Investor Warren Buffett ist zu Besuch in Japan – und baut parallel dazu seine dortigen Unternehmensbeteiligungen aus. Wie am Dienstag bekannt wurde, hält der CEO von Berkshire Hathaway jeweils 7,4 Prozent an den japanischen Unternehmen Mitsubishi, Mitsui, Itochu, Sumitomo und Marubeni.
Buffett war vor drei Jahren bei fünf Konglomeraten eingestiegen und hatte Anteile von jeweils mehr als fünf Prozent gekauft. Die Anteile hatte er im vergangenen Jahr bereits leicht erhöht. Buffett kündigte auch an, weitere Yen-Anleihen begeben zu wollen. Das hatte er ebenfalls vor drei Jahren getan, kurz vor seinem Einstieg bei den japanischen Konzernen.
Der populäre Investor, der mit seinem designierten Nachfolger Greg Abel nach Asien gereist ist, könnte sich künftig noch weitere Deals in Japan vorstellen, wie er in einem Interview mit der japanischen Finanzzeitung „Nikkei“ erklärte. „Es gibt da immer ein paar Unternehmen, über die ich nachdenke“, so der 92-Jährige. Er könnte sich auch vorstellen, gemeinsam mit den japanischen Konglomeraten Beteiligungen zu finanzieren.
Die fünf Unternehmen waren ursprünglich Energie- und Rohstoffhändler. Sie sind über die Jahre jedoch zu Konglomeraten herangewachsen, die wiederum an einer Reihe von anderen Unternehmen in der ganzen Welt beteiligt sind. Sie zahlen hohe Dividenden, was Buffett gefällt. Doch sie leiden noch immer unter den Folgen der Coronapandemie und den damit verbundenen Engpässen bei den Lieferketten.
Dennoch waren die Investments lukrativ. Berkshire investierte 2020 insgesamt gut sechs Milliarden Dollar in die Beteiligungen, im vergangenen Jahr stockte er um weitere 2,4 Milliarden Dollar auf und hat nun einen Buchgewinn von 4,5 Milliarden Dollar erzielt. Das zeigen Daten der Nachrichtenagentur Bloomberg.
Die Aktienkurse der japanischen Unternehmen legten am Dienstag deutlich zu. Buffett hat nicht nur in den USA, sondern in vielen Teilen der Welt loyale Anhänger. Wenn Berkshire in Unternehmen investiert, gilt das als Gütesiegel.
Berkshire Hathaway sucht nach Übernahmen und Beteiligungen
Buffetts Konzern Berkshire Hathaway ist selbst ein Konglomerat, zu dem eine Versicherungs- und eine Energiesparte gehören, genauso wie rund 80 kleine und mittelständische Unternehmen und ein über 300 Milliarden Dollar schweres Aktienpaket. Die Cash-Reserven lagen Ende 2022 bei 129 Milliarden Dollar. Buffett ist schon länger auf der Suche nach neuen Übernahmen und Beteiligungen. Während der Pandemie hatte er sich jedoch zurückgehalten.
Die Berkshire-Aktie, die teuerste der Welt, legte in diesem Jahr rund zwei Prozent zu und startete am Dienstag kaum verändert in den Handel. Sie kostet aktuell 477.000 Dollar.