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Berkshire Hathaway Warum Warren Buffetts Aktie die Nasdaq zu einem Upgrade zwingt

Berkshire Hathaway ist die teuerste Aktie der USA. So teuer, dass die Computersysteme der Nasdaq nun ein Upgrade brauchen, damit sie den Kurs noch vollständig abbilden können.
08.05.2021 - 04:58 Uhr Kommentieren
In diesem Jahr fliegt Buffett zu seinem Geschäftspartner Charles Munger nach Los Angeles, um das Online-Event dort aufzunehmen. Quelle: Reuters
Warren Buffett

In diesem Jahr fliegt Buffett zu seinem Geschäftspartner Charles Munger nach Los Angeles, um das Online-Event dort aufzunehmen.

(Foto: Reuters)

Denver
Warren Buffett ist für sein gutes Händchen bei Investments bekannt, aber auch für seinen Dickkopf. Der CEO des Konglomerats Berkshire Hathaway weigert sich schon seit Jahrzehnten, einen Aktiensplit anzugehen. Konzerne wie Apple und Tesla haben zuletzt diesen Schritt gewählt, um die Papiere nicht „zu teuer“ werden zu lassen und Investoren so das Handeln einfacher zu machen.

Doch Buffett winkt ab. Der 90-Jährige findet es gerade gut, wenn die Berkshire-Aktie nicht so oft die Hände wechselt. Das hält auch Aktivisten fern und fördert die langfristige Bindung der Aktionäre zum Konzern, wie er im Februar in seinem Brief an die Aktionäre erklärte.

Bei Börsenbetreibern führt Buffetts Sturheit nun jedoch zu ungeahnten Problemen. Das Papier ist mit 437.131 Dollar die teuerste Aktie der USA. Bestimmte Computerprogramme der Nasdaq können diese Zahl nun nicht mehr abbilden. Der Grund: „Um mit der Flut an Daten klarzukommen, die Börsenbetreiber täglich sammeln, werden die Daten stark komprimiert“, erklärt James Angel, Finanzprofessor von der Georgetown University in Washington DC.

Die größte Zahl, die die sogenannte 32-Bit-Architektur verarbeiten kann, ist 429.496,7295 Dollar. Aktienkurse werden immer mit vier Dezimalstellen angegeben. „Einfach eine Dezimalstelle wegzulassen, würde zu zu viel Chaos führen“, gibt Angel zu bedenken. Betroffen sind dabei jedoch nur bestimmte Daten-Feeds, die an Medien oder Neobroker wie Robinhood verkauft werden. Sie sind eine abgespeckte Version der offiziellen und konsolidierten Aktienkurse, die über verschiedene Börsenhinweg gesammelt werden.

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    Die Nasdaq arbeitet derzeit an einem Upgrade, das am 17. Mai fertiggestellt sein soll. Berkshire ist die einzige Aktie für die diese Ausweitung auf absehbare Zeit relevant sein wird. Die zweitteuerste Aktie Amerikas, der Hausbauer NVR, schloss am Freitag bei 5211,38 Dollar.

    Die New York Stock Exchange, an der Berkshire gelistet ist, hat solche Probleme nicht. Auch Berkshires Investoren können sich nicht beklagen. Das Papier hat in diesem Jahr gut 27 Prozent oder 93.000 Dollar zugelegt. Das ist deutlich mehr als der breit gefasste S&P 500-Index mit dem sich Buffett gern vergleicht.

    Und die Aussichten sind weiter gut. „Wir gehen davon aus, dass die Berkshire-Aktie in den kommenden Jahren um sieben bis zehn Prozent pro Jahr steigen wird. Das ist eine gemütliche Art, Geld anzulegen“, sagt Thomas Kleber, Investmentchef von Pecora Capital in New York, der bereits seit Jahren Berkshire-Aktien hält. „Berkshire hat in den vergangenen Monaten von der Rückbesinnung auf Value-Aktien profitiert.“

    Das hilft dem Star-Investor auch, Kritik von anderer Seite abzuschmettern. Bei der Hauptversammlung Anfang Mai mehrte sich die Kritik von institutionellen Anlegern wie dem größten Vermögensverwalter Blackrock und Neuberger Berman. Sie fordern von Berkshire, auf der Holding-Ebene Daten zu Klimarisiken zu veröffentlichen.

    Das liegt in der Konzernwelt gerade im Trend. Doch Buffett lässt sich auch davon nicht beeinflussen. Seine größten CO2-Produzenten, der Eisenbahnbetreiber BNSF und die Energiesparte Berkshire Energy, würden schon seit Jahren Klimarisiken und -Investitionen ausweisen und sich an die Vorgaben des Pariser Klimaabkommens halten, stellte Buffett klar.

    Zu seinem Konglomerat gehören auch gut 80 kleine und mittelständische Unternehmen, wie die Fast-Food-Kette Dairy Queen und der Sportausrüster Brooks. Allen aufzuerlegen, regelmäßig Formulare auszufüllen, hält er für unnötig.

    Das britische Wirtschaftsmagazin „The Economist“ legte Buffett am Freitag unterdessen nahe, nach 56 Jahren an der Spitze zurückzutreten und die Geschäfte seinem designierten Nachfolger Greg Abel zu überlassen. Buffett dagegen denkt noch lange nicht ans Aufhören. Vermutlich wird er auch hier wieder seine Sturheit an den Tag legen.

    Mehr: Warren Buffett lässt der aktuelle Börsenhype kalt – er setzt auf „Qualitätsaktionäre“

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