Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Blitzanalyse Die Allianz verdient mehr als eine Milliarde Euro im Monat

Die Allianz übertrifft mit ihren Halbjahreszahlen die Erwartungen der Analysten. Der Umbau des Sach- und Unfallgeschäftes ist in vollem Gange.
02.08.2019 - 08:28 Uhr Kommentieren
Der Münchener Versicherer steigerte das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 5,4 Prozent. Quelle: dpa
Allianz

Der Münchener Versicherer steigerte das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 5,4 Prozent.

(Foto: dpa)

München Der Versicherer Allianz hat am Freitagmorgen seine Zahlen für das erste Halbjahr vorgelegt. Das sind die wichtigsten Fakten:

  • Der operative Gewinn wuchs in der Zeit von April bis Juni um 5,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr lag der Gewinn bei 6,1 Milliarden Euro.
  • Der Umsatz stieg im zweiten Quartal um 6,1 Prozent auf 33,2 Milliarden Euro. Im ersten Halbjahr waren es insgesamt 73,5 Milliarden Euro
  • Für das Gesamtjahr rechnet der Versicherer weiterhin mit einem operativen Gewinn von 11,5 Milliarden Euro und einer Spanne von 500 Millionen Euro nach oben wie nach unten.

Das fällt positiv auf

Die Allianz ist weiterhin bestens unterwegs. Wo anderswo in der Finanzwelt kräftig gespart werden muss, verdient die Allianz noch immer mehr als eine Milliarde Euro pro Monat. So steigerte der Münchener Versicherer das operative Ergebnis im zweiten Quartal um 5,4 Prozent auf 3,2 Milliarden Euro.

Das war mehr, als Analysten auch am oberen Ende ihrer Schätzungen erwartet hatten. Die lagen bei 3,111 Milliarden Euro. Und es war auch noch einmal mehr als in den ersten drei Monaten des Jahres, als das Team um Vorstandschef Oliver Bäte ebenfalls bereits auf Rekordkurs war. Nach sechs Monaten stehen nun 6,1 Milliarden Euro an operativem Gewinn in der Bilanz.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Trotzdem bleibt der Versicherer bei seiner bisherigen Prognose für das Gesamtjahr. Demnach rechnet das Management weiterhin mit einem Ergebnis von 11,5 Milliarden Euro plus oder minus 500 Millionen Euro. Nach jetzigem Stand ist der Mittelwert dieser Prognose zu 53 Prozent erreicht. Da im zweiten Halbjahr Zahl und Umfang von Großschäden tendenziell höher ausfallen als in den ersten sechs Monaten, empfiehlt sich weiter ein vorsichtiges Vorgehen

    Das fällt negativ auf

    Die Schwierigkeiten, die jeder Privatanleger seit Längerem kennt, wenn er sein Geld halbwegs attraktiv anlegen will, hat auch ein Großinvestor wie die Allianz. Zu spüren bekam das diesmal besonders der ansonsten so lukrative Bereich der Schaden- und Unfallversicherung. Hier sank der operative Gewinn im zweiten Quartal um fünf Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Grund war ein geringeres Kapitalanlageergebnis.

    Operativ ist die Allianz im Bereich Schaden/Unfall allerdings weiterhin gut unterwegs. Der Umsatz im Segment stieg in den ersten sechs Monaten gegenüber dem Vorjahr um zwei Milliarden Euro auf nun 32,9 Milliarden Euro. Auch die Schaden-Kosten-Quote, die angibt, ob ein Versicherer Geld verdient, lag bei sehr auskömmlichen 94 Prozent. Mit dieser Zahl hatten Analysten zuvor auch gerechnet.

    Auffällig ist zudem, dass der Druck auf die Allianz wegen des großen Erfolges zunehmend steigt. Im Bereich Asset Management, dem dritten Segment nach Sach- und Lebensversicherung, stieg das gesamte verwaltete Vermögen auf ein Allzeithoch von 2,163 Billionen Euro. Diese gewaltige Summe in diesen Zeiten zu attraktiven Renditen anzulegen dürfte eine der der größten Aufgaben des Hauses in der Zukunft sein.

    Was jetzt passiert

    Gewinnwarnungen oder den Einbruch des Geschäftes, wie es anderweitig im Dax momentan häufig der Fall ist, gibt es bei der Allianz nicht. Der Versicherer profitiert derzeit davon, dass das operative Geschäft in den drei Sparten Sach- und Lebensversicherung sowie Asset Management sehr gut läuft.

    Solche Phasen lassen ein Unternehmen ab und an auch mal träge werden. Bei der Allianz besteht diese Gefahr derzeit nicht: Der Umbau des Sach- und Unfallgeschäftes in Richtung einfacherer Produkte ist in vollem Gange, der neue Online-Versicherer Allianz Direkt soll wie geplant im November starten.

    Interessant dürfte werden, ob Finanzvorstand Giulio Terzariol bald wieder ein Aktienrückkaufprogramm ankündigen wird. Das jüngste in einer Größenordnung von 1,5 Milliarden Euro war am 14. Februar gestartet. Bis Ende Juni wurden 6,2 Millionen Aktien zurückgekauft. Das entspricht 1,5 Prozent des in Umlauf befindlichen Grundkapitals. Zuvor gab es bereits Rückkaufprogramme über drei, zwei und eine Milliarde Euro.

    Mehr: Der Allianz-Chef Bäte beschäftigt sich mit kleineren strategischen Zukäufen. Bald könnten die Münchener den brasilianischen Versicherer Sul America übernehmen.

    Startseite
    Mehr zu: Blitzanalyse - Die Allianz verdient mehr als eine Milliarde Euro im Monat
    0 Kommentare zu "Blitzanalyse: Die Allianz verdient mehr als eine Milliarde Euro im Monat"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%