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Börsengang Axa bringt US-Tochter an die Börse

Der französische Versicherer Axa plant den Börsengang seiner US-Tochter in der ersten Hälfte 2018. Durch die Platzierung eines Minderheitsanteils erhoffe sich das Unternehmen mehr finanzielle Flexibilität.
10.05.2017 Update: 10.05.2017 - 12:05 Uhr Kommentieren
Der französische Versicherer plant seine US-Tochter in der ersten Hälfte 2018 an die Börse zu bringen. Quelle: AFP
Axa

Der französische Versicherer plant seine US-Tochter in der ersten Hälfte 2018 an die Börse zu bringen.

(Foto: AFP)

Paris Der französische Versicherungsriese AXA will seine US-Tochter im nächsten Jahr an die New Yorker Börse bringen. Mit der Platzierung eines Minderheitsanteils am Lebensversicherungs- und Vermögensverwaltungsgeschäft in den Vereinigten Staaten solle Kapital freigesetzt werden, das der Allianz-Rivale in anderen Sparten besser einsetzen könne, sagte AXA-Chef Thomas Buberl am Mittwoch. Kern der Tochter ist der Fondsmanager AXA Alliance Bernstein, der fast 500 Milliarden Dollar verwaltet. „Wir sind überzeugt, dass sich unser US-Geschäft besser entwickelt, wenn es als börsennotierte Gesellschaft in den USA unter gleichen regulatorischen Voraussetzungen wie die Konkurrenz arbeiten kann“, sagte der deutsche Manager, der seit dem vergangenen Jahr an der Spitze von AXA steht.

AXA folgt damit dem Beispiel anderer Banken und Versicherer. Die Deutsche Bank bereitet derzeit einen Börsengang von 20 bis 25 Prozent an ihrem Vermögensverwalter Deutsche Asset Management vor, der ebenfalls im ersten Halbjahr 2018 über die Bühne gehen könnte. Der amerikanische Konzern Metlife will sein Lebensversicherungs-Geschäft abspalten. Für Verunsicherung in der US-Branche sorgt ein neues Gesetz, das Kunden erlaubt, ihre Vermögensberater zu verklagen, wenn diese ihrer Ansicht nach ihrer Fürsorgepflicht nicht nachgekommen sind. Präsident Donald Trump will die Regelung allerdings überprüfen.

AXA erklärte, der Börsengang gebe dem Konzern „erheblichen zusätzlichen finanziellen Spielraum“. Die Erlöse sollten in das Kerngeschäft mit Krankenversicherungen und der Altersvorsorge sowie ins Schaden- und Unfall-Geschäft für Firmenkunden fließen. Ein Teil könne auch an die Aktionäre zurückgehen. Buberl hat große Übernahmen ausgeschlossen. Barclays-Analysten erklärten aber, der US-Börsengang könne Spekulationen neue Nahrung geben, dass der AXA-Chef damit eine „Kriegskasse“ anlegen könnte. Die AXA-Aktie legte leicht zu. Einige Investoren hatten kritisiert, dass sich der Versicherer zwei Fondstöchter leiste, eine in Europa und eine in den USA.

Das US-Geschäft lieferte Axa im vergangenen Jahr nach Berechnungen von Barclays rund 1,1 Milliarden Euro Gewinn - das ist knapp ein Fünftel des bereinigten Konzerngewinns. Buberl sagte, die jüngsten Veränderungen im Management von Alliance Bernstein hätten mit dem Börsenplänen nichts zu tun. Im Konzern stagnierten die Einnahmen im ersten Quartal bei 31,6 Milliarden Euro. Höhere Beiträge in der Schaden- und Unfallsparte machten ein schwächeres Geschäft mit Lebensversicherungen wett.

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