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Corona-Pandemie HDI bietet nun auch kleinen Unternehmen Policen gegen Betriebsschließungen an

Die Corona-Pandemie birgt viele Risiken. Freiberufler und Kleinunternehmen können sich künftig gegen Betriebsschließungen versichern.
01.09.2020 - 14:22 Uhr Kommentieren
Die Gastronomie war von der Pandemie direkt betroffen. Quelle: action press
Leere Stühle und Tische eines Cafés in Berlin

Die Gastronomie war von der Pandemie direkt betroffen.

(Foto: action press)

München Mit der anhaltenden Corona-Pandemie überdenken immer mehr Branchen in Deutschland ihren Versicherungsschutz. Waren es bisher vor allem Unternehmen aus dem Einzelhandel und dem Lebensmittelbereich, für die eine Absicherung gegen Betriebsschließungen möglich war, so hat sich die Nachfrage mittlerweile auf sehr viel mehr Branchen ausgeweitet, heißt es bei den Versicherern. Das Problem bisher: Weil diese speziellen Policen vor der Coronakrise kaum nachgefragt waren, fehlte auch das Angebot.

Das soll sich nun ändern. Der Versicherer HDI reagiert als einer der ersten und weitet sein Angebot einer Betriebsschließungsversicherung (BSV) auch auf kleine und mittlere Unternehmen (KMU) aus. Dies umfasst etwa den Handel, das Handwerk und Dienstleistungen sowie freie Berufe wie Steuerberater, Ärzte oder Anwälte.

„Durch den flächendeckenden Lockdown sind auch solche Unternehmen für das Thema sensibilisiert worden, die nicht davon betroffen waren“, beobachtet Christoph Wetzel, Vorstandsvorsitzender der HDI Versicherung. Die finanziellen Folgen von Betriebsschließungen durch Infektionen oder Krankheitserreger könnten letztlich jedes Unternehmen treffen.

Vor Corona hatten die meisten Unternehmen einer Absicherung gegen die Folgen einer Pandemie keine große Bedeutung beigemessen. Sie fürchteten eher die Gefahren einer Cyberattacke oder neue juristische wie regulatorische Herausforderungen. Das führte dazu, dass nach Schätzungen des Branchenverbands GDV selbst im stark von Schließungen betroffenen Hotel- und Gaststättengewerbe nur weniger als ein Viertel der Betriebe eine BSV abgeschlossen hatte.

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    Aber auch die mussten nach dem Lockdown oftmals um eine Entschädigung ihres Versicherers kämpfen, da ihre Betriebe per Allgemeinverfügung geschlossen wurden und kein direkter Krankheitsfall dort vorlag. In Erinnerung ist eine Vereinbarung der bayerischen Staatsregierung und des Hotel- und Gaststättenverbands mit den Versicherern, die dem Gastgewerbe 15 Prozent der vertraglich vereinbarten Tagesentschädigung zusicherte.

    Unternehmer und Freiberufler, die jetzt aber über den Abschluss einer BSV nachdenken, müssen jedoch bedenken, dass auch bei künftigen Betriebsschließungen durch Krankheit und Infektionen nicht automatisch Geld vom Versicherer fließt. Stattdessen kehren die Versicherer zum alten Vertragswerk zurück.

    Das bedeutet: Wer seinen Betrieb präventiv schließt, um Sozialkontakte bei seinen Mitarbeitern und im Kundenverkehr zu vermeiden, der kann gewöhnlich nicht mit einer Entschädigung rechnen. Im Frühjahr hatten dennoch manche Versicherer ihre Kunden auf freiwilliger Basis entschädigt. Kulanzentscheidungen wie im Frühjahr soll es bei neu abgeschlossenen Verträgen allerdings nicht mehr geben.

    Auch Covid-19 ist jetzt eingeschlossen

    Stattdessen müssen explizit im Betrieb Krankheitserreger oder Infektionen aufgetreten sein, die eine Schließung nötig machen. Beispiele dafür waren in der Vergangenheit vor allem ein Salmonellenbefall in einer Eisdiele, eine Norovirus-Erkrankung bei Hotelangestellten oder Kolibakterien in einer Metzgerei. „Jetzt ist auch die Infektion mit Covid-19 hierin einschlossen“, fügt HDI-Chef Wetzel hinzu.

    Eine Schließung muss von einer Behörde per Verwaltungsakt für den speziellen Einzelfall angeordnet werden, damit Geld vom Versicherer fließt. Mit solchen Maßnahmen versuchen die Behörden gewöhnlich, ein Überspringen meldepflichtiger Krankheiten oder Erreger auf andere Unternehmen oder auf die breite Öffentlichkeit zu vermeiden.

    Mehr: Corona-Klagen gegen Versicherungen haben ungewisse Erfolgsaussichten

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