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Finanzinvestor Allianz sagt wohl Verkauf von Selecta ab

Sanierung statt Verkauf: Allianz Capital Partners (ACP), die Beteiligungssparte der Allianz hat den Verkauf des Automatenbetreiber Selecta scheinbar abgesagt und setzt nun auf Kraft eines neuen Vorstandschefs.
04.10.2012 - 19:23 Uhr Kommentieren
Die Beteiligungssparte des Münchener Versicherers hat sich beim Automatenbetreiber Selecta wohl doch gegen einen Verkauf entschieden. Quelle: dpa

Die Beteiligungssparte des Münchener Versicherers hat sich beim Automatenbetreiber Selecta wohl doch gegen einen Verkauf entschieden.

(Foto: dpa)

Frankfurt Der Automatenbetreiber Selecta erhält statt eines neuen Eigentümers einen neuen Vorstandschef. Der neue Mann heißt Remo Brunschwiler und soll das 1957 gegründete Unternehmen sanieren, das dem Finanzinvestor Allianz Capital Partners (ACP) gehört. Brunschwiler kommt vom schweizerischen Logistikkonzern Swisslog, wie Selecta am Donnerstag mitteilte.

Mit der Berufung des 54-Jährigen, der zum 1. Januar 2013 zu Selecta wechselt, sei auch der Verkaufsprozess gestoppt worden, den ACP Ende 2011 angestoßen hatte, sagte eine mit den Bemühungen vertraute Person der Nachrichtenagentur Reuters. Die Angebote lagen noch unter dem Restbetrag der Schulden, die die Beteiligungssparte des Münchener Versicherers für den Kauf von Selecta aufgenommen hatte. Von den ursprünglich 890 Millionen Euro hatte Selecta aus dem operativen Geschäft nur 40 Millionen abtragen können. ACP wollte sich nicht dazu äußern.

Finanzkreisen zufolge waren zuletzt die Finanzinvestoren Advent International und Oaktree im Rennen um Selecta. Der Investor CVC, dem der Selecta-Konkurrent Autobar gehört, hatte abgewinkt. ACP-Chef Rainer Husmann machte klar, dass es für Brunschwiler darum geht, die Einnahmen zu steigern: "Wir sind fest davon überzeugt, dass er (...) die Strategie für nachhaltiges und profitables Wachstum umsetzen und das Cashflow-Profil des Unternehmens optimieren wird", sagte er.

2011 hatte Selecta mit 150.000 Automaten in 22 Ländern 700 Millionen Euro umgesetzt.

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    ACP zieht sich aus dem klassischen Private-Equity-Geschäft zurück und will seine verbliebenen Beteiligungen verkaufen. Im November hatte die Beteiligungssparte der Allianz bereits beim Druckmaschinenbauer Manroland die Reißleine gezogen, der in Insolvenz ging. Auch der Verkauf der Ostsee-Fährgesellschaft Scandlines, die ACP und 3i gemeinsam gehört, wird laut Kreisen bereits vorbereitet. Die beiden Eigentümer hofften auf bis zu 1,4 Milliarden Euro.

    • rtr
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