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Geplatzte Fusion BKK für Heilberufe steht kurz vor Schließung

Der Finanzbedarf fällt höher aus als bisher angenommen, der gewünschte Fusionspartner BKK vor Ort ist abgesprungen. Die Schließung der Betriebskrankenkasse BKK für Heilberufe wird immer wahrscheinlicher.
09.10.2011 - 19:12 Uhr 1 Kommentar
Briefkasten an der Betriebskrankenkasse für Heilberufe in Düsseldorf. Quelle: dapd

Briefkasten an der Betriebskrankenkasse für Heilberufe in Düsseldorf.

(Foto: dapd)

Düsseldorf Die Krankenkasse hat nach einem Blick in die Bücher der BKK für Heilberufe wesentlich höheren Finanzbedarf als bisher gedacht festgestellt. Zu bedingungslosen Fusionshilfen sind viele Mitglieder im Verbund der Betriebskrankenkassen jedoch nicht bereit, wie aus einem Schreiben des BKK-Bundesverbandes vom Freitag abend hervor geht. Aufgrund der Stimmungslage habe die BKK vor Ort deshalb festgestellt, dass sie „ein Festhalten am Fusionsvorhaben für unrealistisch“ halte, heißt es in einem Schreiben, das dem Handelsblatt vorliegt.

Nun kommen alle Beteiligten unter Zeitdruck, wenn sie eine Schließung noch verhindern wollen. Denn: „Das Bundesversicherungsamt (BVA) will den Schließungsbescheid für die BKK Heilberufe am 02.11.2011 zum 31.12.2011 erstellen, wenn keine BKK-Fusionshilfe geleistet wird“, heißt es in der Branche. Die Aufsicht äußert sich dazu offiziell nicht, sie drängt die rund 120 BKK-Kassen weiter zu Fusionen.

Seit Monaten versuchen die Betriebskrankenkassen schwache BKK zu fusionieren, bisher vergeblich. Entweder sprangen die Interessenten ab oder sie waren nicht genehm.  Die Mehrheit  will eine weitere Kassenschließung wegen der schlechten Erfahrungen im Fall City BKK verhindern. Eine Minderheit im BKK-Lager möchte dagegen gutes Geld dem schlechten nicht noch hinterher werfen. Aufgrund der Abstimmungsregeln im BKK-Verbund könnte die Minderheit eine Fusionshilfe blockieren und damit eine Schließung erzwingen.

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    1 Kommentar zu "Geplatzte Fusion: BKK für Heilberufe steht kurz vor Schließung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • es gibt sowieso zuviele Krankenkassen, deren Vorstände usw. sich die Taschen vollmachen. Ein Zehntel der heute bestehenden Kassen wäre völlig ausreichend. Wenn dann nur die MitarbeiterInnen der Kassen nicht wären, die auf der Strasse stehen. Aber bevor der Staat sich um diese Leute kümmert, werden weiter Milliarden in Griech-end-land und maroden Banken versenkt. Somit haben es die Mitarbeiter der Banken deutlich besser als die der Kassen. Und das, wo die Kassenangestellten mit ihrer Arbeit doch noch etwas mehr für das Allgemeinwohl tun als die der Banken. Die Banken produzieren nur Luftnummern, Buchgeld ohne Gegenwert, die Kassen kümmern sich um Kranke, wenn auch nicht immer so wie es sein sollte...

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