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Hannover Rück Rückversicherer erwartet 2017 Milliardengewinn

Die Hannover Rück erwartet für das laufende Jahr einen Milliardengewinn. Der weltweit drittgrößte Rückversicherer hob die Gewinnerwartung für das laufende Jahr auf mehr als eine Milliarde Euro an.
02.02.2017 - 11:39 Uhr Kommentieren
Der Rückversicherer hatte zunächst mit einem Gewinn von rund 950 Millionen Euro gerechnet. Quelle: dpa
Hannover Rück

Der Rückversicherer hatte zunächst mit einem Gewinn von rund 950 Millionen Euro gerechnet.

(Foto: dpa)

Frankfurt Mit Rückenwind von den jüngsten Vertragsverhandlungen traut sich der weltweit drittgrößte Rückversicherer Hannover Rück in diesem Jahr einen Milliardengewinn zu. Der Konzern habe in der Erneuerungsrunde mehr Geschäft gezeichnet als erwartet und rechne daher nun doch mit einem kleinen Prämienzuwachs, erklärte Vorstandschef Ulrich Wallin am Donnerstag. Hannover Rück rechne daher auch mit einem Gewinn von mehr als einer Milliarde Euro, 50 Millionen mehr als Wallin bisher in Aussicht gestellt hatte. Das liege auch an Spezialverträgen, die Hannover Rück - zumeist abseits der Erneuerungsrunde - mit Erstversicherern geschlossen hat. Diese wälzen damit Risiken an den Rückversicherer ab, die ihre finanziellen Ziele gefährden würden.

Für Experten ist die gewachsene Zuversicht der Hannover Rück keine große Überraschung. Sie hatten im Schnitt schon bisher für das laufende Jahr mit einem Milliardengewinn gerechnet. Trotzdem stieg die Aktie der Talanx -Tochter am Donnerstag um zwei Prozent. Dass Hannover Rück sich dem anhaltenden Preisdruck widersetzt habe, "unterstreicht erneut die Stabilität des Geschäftsmodells", lobte DZ-Bank-Analyst Thorsten Wenzel. Schon im abgelaufenen Jahr könnte es für einen Milliardengewinn gereicht haben. Das jedenfalls hatte Finanzchef Roland Vogel im November erklärt, für den Fall, dass schwere Naturkatastrophen und andere Großschäden bis zum Jahresende ausblieben. Die Zahlen für 2016 will er am 9. März vorlegen.

Bisher hatte sich Hannover Rück für 2017 auf stagnierende oder leicht rückläufige Prämieneinahmen gefasst gemacht, nun soll es ein kleines Plus geben. Fast zwei Drittel des klassischen Schaden-Rückversicherungs-Geschäfts waren zum 1. Januar zur Erneuerung angestanden. 86 Prozent der 4,7 Milliarden Euro wurden zu unveränderten Konditionen verlängert, durch neue und neu ausgehandelte Vertragsabschlüsse sank das Volumen unter dem Strich aber wechselkursbereinigt um 1,4 Prozent. Preis- und Volumeneffekte summierten sich auf ein Plus von zwei Prozent. Einschließlich der Bilanzschutz-Firmenverträge wuchs das Portfolio der Hannover Rück zum Jahreswechsel um sieben Prozent.

Eine grundsätzliche Trendwende sieht die Nummer drei auf dem Weltmarkt bei den Rückversicherungsprämien aber nicht. Sie sind seit Jahren unter Druck, weil die Konkurrenz groß ist und sich die Katastrophen-Schäden weiterhin in Grenzen halten. Positive Anzeichen sieht die Hannover Rück in Nordamerika, wo die Preise zuletzt besonders stark eingebrochen waren. "Der Druck auf die Raten hat spürbar nachgelassen." Das liege auch an der stärkeren Konjunktur in den USA. (Reporter: Alexander Hübner, redigiert von Olaf Brenner; Bei Rückfragen wenden Sie sich bitte an die Redaktionsleitung unter den Telefonnummern

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