Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

„Harvey“, „Irma“ und „Maria“ AIG rechnet wegen Hurrikan-Serie mit Kosten in Milliardenhöhe

Die Hurrikans der vergangenen Wochen kommen dem US-Versicherer AIG teuer zu stehen. Für das dritte Quartal rechnet der Konzern mit Kosten von bis zu 3,1 Milliarden Dollar. Die Aktie fiel nachbörslich.
10.10.2017 Update: 10.10.2017 - 11:50 Uhr Kommentieren
„Harvey“, „Irma“ und „Maria“: Hurrikans haben in den vergangenen Wochen in den USA viel Schaden angerichtet. Der amerikanische Versicherer rechnet für das dritte Quartal deshalb mit hohen Kosten. Quelle: AP
AIG

„Harvey“, „Irma“ und „Maria“: Hurrikans haben in den vergangenen Wochen in den USA viel Schaden angerichtet. Der amerikanische Versicherer rechnet für das dritte Quartal deshalb mit hohen Kosten.

(Foto: AP)

München Die Serie von Wirbelstürmen in den USA und der Karibik kommt den US-Versicherungsriesen AIG teuer zu stehen. Die American International Group (AIG) rechnet damit, dass sie Schäden von 2,9 bis 3,1 Milliarden Dollar vor Steuern begleichen muss, wie das Unternehmen in der Nacht zu Dienstag mitteilte. Das ist – vom Londoner Versicherungsmarkt Lloyd's abgesehen – die bisher höchste Schadenssumme für die Hurrikane „Harvey“, „Irma“ und „Maria“, die ein Konzern aus der Assekuranz beziffert hat.

Das drückte AIG-Aktien nachbörslich um 1,7 Prozent auf 60,75 Dollar. Insgesamt dürften Versicherer und Rückversicherer nach Branchenschätzungen mit bis zu 100 Milliarden Dollar für die verheerenden Schäden einstehen müssen, die die Stürme binnen weniger Wochen angerichtet haben.

Nach Steuern bleiben bei AIG rund zwei Milliarden Dollar hängen. Der führende Sachversicherer Chubb hatte seine Kosten für die Hurrikan-Serie zuvor auf bis zu 1,28 Milliarden Dollar nach Steuern beziffert. Lloyd's rechnet mit bis zu 4,5 Milliarden Dollar – allein aus „Harvey“ und „Irma“. Allerdings verteilen sich die Kosten auf zahlreiche Syndikate, die an dem Markt aktiv sind.

Einen Teil der Schäden können die Versicherungskonzerne auf Rückversicherer wie Münchener Rück, Swiss Re oder Hannover Rück abwälzen. Sie schultern bei großen Naturkatastrophen Spitzenlasten oder einen prozentualen Anteil der entstandenen Kosten. Weltmarktführer Münchener Rück und Hannover Rück haben wegen der Hurrikan-Serie große Fragezeichen hinter ihre Gewinnprognosen gesetzt, aber noch keine genaueren Schadenprognosen abgegeben. Der französische Rückversicherer Scor, einer der vier großen in Europa, hatte am Montag eine Zahl von rund 430 Millionen Euro genannt.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Die Analysten von Morgan Stanley erklärten, AIG könne die Belastungen aus den Wirbelstürmen verkraften, ohne das Kapital angreifen zu müssen, auch wenn die Summe etwas über ihren Schätzungen liege. Die Amerikaner hätten 3,5 Milliarden Dollar in bar und kurzfristigen Anlagen auf der hohen Kante. „Harvey“ und „Irma“ kommen AIG nach eigenen Berechnungen mit je einer Milliarde Dollar am teuersten zu stehen, für „Maria“ könnten bis zu 700 Millionen Dollar fällig werden. Dazu kommen die Folgen der Erdbeben in Mexiko.

    Für die europäischen Rückversicherer lägen in „Maria“ wegen ihrer hohen Marktanteile in der Karibik die größten Gefahren, schrieben die Analysten der UBS am Dienstag. Der Hurrikan hatte vor allem das zu den USA gehörende Puerto Rico verwüstet. Die Münchener Rück sei dort besonders stark engagiert.

    „Maria“ könne die Branche 30 Milliarden Dollar kosten, weniger als „Irma“ (40 Milliarden), aber mehr als „Harvey“. Andererseits könnten die hohen Schäden endlich die jahrelange Preiserosion in der Branche stoppen. Die UBS halte in der Schaden-Rückversicherung einen Anstieg im mittleren mit hohen einstelligen Prozentbereich für wahrscheinlich. Um den Prämienrückgang der vergangenen drei Jahre wettzumachen, reiche das aber längst nicht aus.

    • rtr
    Startseite
    0 Kommentare zu "„Harvey“, „Irma“ und „Maria“: AIG rechnet wegen Hurrikan-Serie mit Kosten in Milliardenhöhe"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%