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Hohe Prämieneinnahmen Generali greift Axa in Frankreich an

Eine aggressive Politik bei den Lebensversicherungen hat dem Konzern Generali in Frankreich höhere Prämieneinnahmen beschert. Der Nettogewinn fiel im ersten Quartal. Er lag aber über den Erwartungen von Analysten.
13.05.2012 - 14:54 Uhr Kommentieren
Das Logo der Generali Versicherungen hängt an der Fassade einer Filiale des Unternehmens in München. Quelle: dpa

Das Logo der Generali Versicherungen hängt an der Fassade einer Filiale des Unternehmens in München.

(Foto: dpa)

Paris/Mailand Italiens größter Versicherer Generali greift den Platzhirsch Axa auf dessen französischem Heimatmarkt an. Vor allem bei den Lebensversicherungen haben die Italiener eine aggressive Politik zur Kundenbindung gefahren und damit die Brutto-Prämieneinnahmen im ersten Quartal gegenüber dem Vorjahr um 27,5 Prozent auf 3,7 Milliarden Euro gesteigert. Bei den Sachversicherungen blieb Generali dagegen in Frankreich mit Prämieneinnahmen von 1,3 Milliarden Euro stabil.

An den Prämieneinnahmen gemessen ist Frankreich für die Italiener damit der wichtigste ausländische Markt und hat Deutschland auf den dritten Platz verwiesen. Für die aggressive Politik bei den Lebensversicherungen nahmen die Italiener in Frankreich auch einen Rückgang des operativen Gewinns um acht Prozent auf 246 Millionen Euro in Kauf. Insgesamt stiegen die Prämien bei Generali um 3,6 Prozent auf 19,8 Milliarden Euro.

Mit den Quartalszahlen hat Generali die Erwartungen der Analysten übertroffen. Im ersten Quartal fiel der Nettogewinn zwar um knapp 50 Millionen Euro auf 567 Millionen Euro. Aber das lag über den Erwartungen.

Für das Gesamtjahr hält der Vorstandsvorsitzende Giovanni Perissinotto an seinen Zielen fest. „Das ist der beste Start für ein 2012, das herausfordernd bleibt, in dem wir aber wachsen werden“, kommentierte Perissinotto die Zahlen. Er werde sich in den kommenden Monaten in den Kernmärkten auf die Effizienz und die Profitabilität konzentrieren und in den Wachstumsmärkten wie Osteuropa und Indien weiter expandieren. „Das erlaubt es uns, unserer Ziel zu bestätigen, ein operatives Ergebnis von 3,9 bis 4,5 Milliarden Euro zu erreichen“, sagte er.

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    Der Finanzvorstand Raffaele Agrusti betonte, dass Generali angesichts der Finanzkrise in Zukunft stärker in den Ländern anlegen wird, in denen es präsent ist. Kapital aus Deutschland soll stärker in Deutschland und Kapital aus Frankreich stärker in Frankreich investiert werden.

    Die Investitionen in Aktien hat Generali im Lebensversicherungssegment mit 5,2 Prozent fast stabil gehalten, beim Sach- und Schadensversicherungsgeschäft ist der Aktienanteil von 9,1 Prozent auf 8,4 Prozent gesunken.

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