Kfz-Versicherung wechseln: Immer mehr Autofahrer suchen nach günstigeren Angeboten
Viele Wechselbereite finden in Zeiten hoher Inflation keine günstigeren Alternativen.
Foto: IMAGO/McPHOTOFrankfurt. Die steigenden Preise in der Kfz-Versicherung haben dazu geführt, dass Ende 2022 deutlich mehr Autofahrer sich einen neuen Vertrag gesucht haben als in den Jahren zuvor. In der abgelaufenen Wechselsaison haben 1,8 Millionen Versicherte insgesamt rund zwei Millionen Verträge gewechselt.
Im Vorjahr waren es nur 1,3 Millionen. Das ist das Ergebnis einer Untersuchung durch das Marktforschungsinstitut Sirius Campus.
Das meiste Neugeschäft bei den Wechseln konnten demnach Marktführer Huk-Coburg inklusive Huk24 sowie Allianz, Axa und LVM gewinnen. Auf diese fünf Unternehmen entfielen Sirius Campus zufolge 44 Prozent aller Neuabschlüsse.
Stichtag für einen Wechsel der Kfz-Versicherung ist einen Monat vor Ende des Versicherungsjahres. Bei vielen Autofahrern fällt der Kündigungstermin somit auf den 30. November. Allerdings gibt es auch Verträge mit einem vom Kalenderjahr abweichenden Versicherungsjahr.
Geldersparnis und Prämiensteigerungen zählen bei den Versicherten zu den häufigsten Wechselmotiven. Der allgemeine Beitragsanstieg im Kfz-Versicherungsmarkt machte es Wechselwilligen aber offenbar schwer, günstigere Angebote zu finden.
Kfz-Versicherung wechseln: Wenig Interesse an einem Preiswettbewerb
„Versicherer haben in Zeiten der Inflation wenig Interesse an einem Preiswettbewerb“, erklärt Sirius Campus-Geschäftsführer Oliver Gaedeke. Viele Versicherte hätten ihre Verträge letztlich doch beibehalten, weil die Beitragsersparnis zu gering gewesen wäre.