Benachrichtigung aktivieren Dürfen wir Sie in Ihrem Browser über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts informieren? Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Fast geschafft Erlauben Sie handelsblatt.com Ihnen Benachrichtigungen zu schicken. Dies können Sie in der Meldung Ihres Browsers bestätigen.
Benachrichtigungen erfolgreich aktiviert Wir halten Sie ab sofort über die wichtigsten Nachrichten des Handelsblatts auf dem Laufenden. Sie erhalten 2-5 Meldungen pro Tag.
Jetzt Aktivieren
Nein, danke

Kommentar Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen ist Schritt in die richtige Richtung

Eine Deckelung der Provisionen kann nur ein erster Schritt sein. Die Assekuranzen müssen auch an ihre Kosten ran. Sie müssen effizienter werden.
11.06.2018 - 16:55 Uhr Kommentieren
Vermittler kaufen Lebenspolicen und die Versicherer zahlen Ihnen dafür hohe Provisionen. Doch das stellt die Politik jetzt in Frage. Quelle: E+/Getty Images
Seit langem ein gutes Geschäft

Vermittler kaufen Lebenspolicen und die Versicherer zahlen Ihnen dafür hohe Provisionen. Doch das stellt die Politik jetzt in Frage.

(Foto: E+/Getty Images)

Es ist ein Geschäftsmodell, das für beide Seiten lange lukrativ war: Vermittler verkauften Lebenspolicen, und die Versicherer zahlten ihnen dafür hohe Provisionen. Doch jetzt stellt die Politik die Grundlage des Bündnisses infrage. Das Bundesfinanzministerium ist mit der Entwicklung der Vertriebskosten in der Lebensversicherungsbranche unzufrieden und sinnt über die künftige Einführung einer festen Höchstgrenze für die hohen Provisionen.

Vermittler könnten bald nur noch höchstens vier Prozent der Beitragssumme kassieren, wenn es nach einem Vorschlag der Bafin geht. Die Klagen der Branche über den Eingriff sind ebenso laut wie vorhersehbar. Dennoch geht der Schritt in die richtige Richtung. Denn die Branche muss dringend ihre Kosten stärker in den Fokus nehmen.

Sonst könnten sich die Kunden bald noch mehr vom Produkt Lebensversicherung abwenden: Die niedrigen Zinsen drücken auf die Renditen – da sind Provisionen von über vier Prozent dem Kunden nur noch schwer vermittelbar. Allein die Allianz schüttete 2017 13,9 Milliarden Euro an ihre Vertriebspartner aus – Geld, das letztlich von den Kunden stammt.

Eine Deckelung der Provisionen kann jedoch nur ein erster Schritt sein. Auch die Konzerne selbst müssen sich um mehr Effizienz bemühen – und nicht nur mit den Fingern auf die Makler zeigen. An vielen Stellen sind die Versicherer noch immer viel zu komplex. Die Kostenquote der Allianz steigt seit 2015. Zerknirscht räumte Vorstandschef Oliver Bäte jüngst ein, dass der Dax-30-Konzern seine Produktivität in den vergangenen Jahren nicht so verbessert habe, wie sich das Management dies vorgenommen hatte.

Top-Jobs des Tages

Jetzt die besten Jobs finden und
per E-Mail benachrichtigt werden.

Standort erkennen

    Das könnte sich jedoch rächen. Der Wettbewerb in der Branche beschränkt sich bald nicht mehr nur auf die etablierten Firmen. Weltumspannende Plattformbetreiber wie Amazon und Google stehen in den Startlöchern. Wenn die deutschen Versicherer im Rennen mit den neuen Giganten eine Chance haben wollen, sollten sie besser keinen Speck auf den Rippen haben.

    Startseite
    Mehr zu: Kommentar - Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen ist Schritt in die richtige Richtung
    0 Kommentare zu "Kommentar: Deckelung der Provisionen bei Lebensversicherungen ist Schritt in die richtige Richtung"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    Zur Startseite
    -0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%