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Kommentar Warum Munich Re keine großen Corona-Schäden fürchtet

Die Versicherer reagieren bisher gelassen auf die finanziellen Folgen der Lungenkrankheit. Doch für Entwarnung gibt es keinen Anlass.
28.02.2020 - 18:44 Uhr Kommentieren
ie meisten Policen, die gegen Betriebsunterbrechungen oder den Ausfall einer Veranstaltung schützen, schließen eine Haftung im Fall einer Epidemie aus. Quelle: Reuters
Munich Re

ie meisten Policen, die gegen Betriebsunterbrechungen oder den Ausfall einer Veranstaltung schützen, schließen eine Haftung im Fall einer Epidemie aus.

(Foto: Reuters)

München Die Hiobsbotschaften reißen nicht ab. Fußballspiele werden abgesagt. Apple fürchtet Engpässe beim iPhone, ganze Messen und Kongresse wie der Genfer Autosalon und die ITB werden gestrichen. Die Folgen der Ausbreitung des Coronavirus sind immer stärker in alle Sektoren der Wirtschaft zu spüren.

Stellen sich die Versicherer jetzt also bereits auf neue Milliardenbelastungen durch die Folgen der neuartigen Lungenkrankheit ein? Wer in die Gesichter der Topmanager bei den Bilanzpressekonferenzen dieser Tag blickt, bekommt zumindest nicht diesen Eindruck. Die Branche erwartet vorerst keine tiefergreifenden Belastungen, verkünden unisono die Chefs von Allianz, Hannover Rück und nun auch Munich Re.

Sind die Führungskräfte angesichts der wachsenden Panik in der Wirtschaft vielleicht etwas zu sorglos? Tatsächlich hat die Gelassenheit ihren Grund. Die meisten Policen, die gegen Betriebsunterbrechungen oder den Ausfall einer Veranstaltung schützen, schließen eine Haftung im Fall einer Epidemie aus. Dennoch gibt es für Sorglosigkeit keinen Anlass.

Denn aus dem Schneider ist die Branche noch lange nicht. Längst haben große Messegesellschaften und wichtige Kunden erste Gespräche aufgenommen, um auszuloten, ob im Rahmen eines Vergleichs vielleicht doch Entschädigungen angebracht sind. Denn es gibt durchaus Policen, die einen Veranstaltungsausfall auch im Epidemiefall abdecken – nur haben die wenigsten Unternehmen solchen Schutz eingekauft.

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    Viele Firmen, die jetzt konsterniert die finanziellen Folgen des Coronavirus betrachten, müssen sich deshalb auch an die eigene Nase fassen. Denn es ist nicht so, dass die Versicherer keine Policen für den Pandemiefall angeboten hätten. Der Schutz war vielen Konzernen jedoch schlicht zu teuer, weshalb er bisher kaum nachgefragt wurde.

    Doch auch die Branche hat noch keinen Anlass, Entwarnung zu geben. Allein die Munich Re, der zweitgrößte Rückversicherer der Welt, schätzt den Schaden für den Dax-Konzern auf einem mittleren dreistelligen Millionenbetrag, wenn sämtliche versicherte Veranstaltungen ausfallen sollten.

    Bisher haben gestrichene Veranstaltungen zwar jeweils nur einstellige Millionen-Schäden verursacht. Allerdings stehen in diesem Jahr noch die Olympischen Sommerspiele in Tokio an. Eine Absage der Spiele könnte auch die Munich Re erheblich treffen – und die Jahresprognose von 2,8 Milliarden Euro gefährden. Nicht nur Sportfans, sondern auch Munich Re Vorstandschef Joachim Wenning dürften darum inständig hoffen, dass das größte Sportereignis der Welt Ende Juli planmäßig startet.

    Mehr: Munich Re übertrifft ihr Gewinnziel 2019 trotz teurer Großschäden

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