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Krankenkassen DAK-Gesundheit verzichtet auf Zusatzbeitrag

Die Kunden der drittgrößten Krankenkasse profitieren von der gerade erst angekündigten Megafusion von DAK und BKK Gesundheit: Ab April 2012 wird der ungeliebte Zusatzbeitrag gestrichen. Dahinter steckt Kalkül.
18.10.2011 - 10:30 Uhr 1 Kommentar
Das Logo der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg. Quelle: dpa

Das Logo der Deutschen Angestellten-Krankenkasse (DAK) in Hamburg.

(Foto: dpa)

Frankfurt Die neue Großkrankenkasse DAK-Gesundheit will ab April 2012 keinen Zusatzbeitrag erheben. Damit werde sich die vergangene Woche angekündigte Fusion von DAK und BKK Gesundheit für die 6,6 Millionen Versicherten schon kurz nach dem Zusammenschluss auszahlen, sagte DAK-Chef Herbert Rebscher dem Handelsblatt. Er begründete den ungewöhnlichen Schritt damit, dass die Fusion wirtschaftliche Vorteile bringe. Die beiden Kassen bündelten ihr Vertragsmanagement sowie ihre Versorgungsangebote.

Die DAK rechnet in diesem Jahr mit einem Überschuss von 300 Millionen Euro. Bei 5,1 Millionen Mitgliedern bringt der Zusatzbeitrag in drei Monaten etwa 120 Millionen Euro. Zusammen finanziert dies den Verzicht auf etwa 370 Millionen Euro – soviel hätte der Zusatzbeitrag für neun Monate im kommenden Jahr in die Kasse gespült. Die Abschaffung beruht auf den neuen Prognosen zur Einnahmenentwicklung im nächsten Jahr.

Der Zusatzbeitrag wird direkt beim Kassenmitglied erhoben und ist extrem unbeliebt, weil die Kunden ihn umgehend im eigenen Geldbeutel spüren. Alle davon betroffenen Kassen verlieren Mitglieder. Während die zweitgrößte Krankenkasse TK in diesem Jahr mehr als 200000 Kunden hinzugewann, verlor die DAK dagegen 150000 Versicherte. Hauptgrund ist der Zusatzbeitrag.

Kassen-Manager wie der Geschäftsführer des Bundesverbandes der Betriebskrankenkassen (BKK), Heinz Kaltenbach, fürchten einen „Teufelskreis“, wenn eine Krankenkasse erst einmal einen Zusatzbeitrag erheben müsse. Kunden wechselten die Kasse, was die Finanzprobleme dann erneut verschärfe. Zwischen den Kassen herrsche daher "ein ruinöser Wettbewerb um die Verhinderung von Zusatzbeiträgen". Aus Sorge vor Nachteilen bestehe ein hoher Anreiz, die Erhebung eines Zusatzbeitrags zu lange hinauszuzögern - was Probleme verschärfe. "Es kann davon ausgegangen werden, dass es im nächsten Jahr bei weiteren Krankenkassen zur Erhebung von Zusatzbeiträgen kommen müsste", so der BKK-Manager.

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    1 Kommentar zu "Krankenkassen: DAK-Gesundheit verzichtet auf Zusatzbeitrag"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Das die DAK-Gesundheit wie sie sich ja bald nennt auf Zusatzbeiträge verzichtet ist ja ganz klar, damit sollen zahlungskräftige Versicherte angelockt werden das so der Versichertenstamm aufgebessert werden kann.

      Die Zusatzbeiträge kommen dann hinterher wieder!

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