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Neueste Berechnungen Die Rücklagen der Krankenkassen wachsen weiter

Die Krankenkassen horten Milliarden – und die Rücklagen dürften wachsen, das hat das Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) berechnet. Die Kassen könnten ohne Weiteres die Beiträge senken. Ob sie es tun, ist fraglich.
20.09.2012 - 19:10 Uhr 16 Kommentare
Geld im Überfluss: Die Krankenkassen horten Milliardenüberschüsse. Quelle: dpa

Geld im Überfluss: Die Krankenkassen horten Milliardenüberschüsse.

(Foto: dpa)

Düsseldorf Die Krankenkassenbeiträge könnten kommendes Jahr um 0,3 Prozentpunkte auf 15,2 Prozent sinken. Dies zeigen Berechnungen des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) für das „Handelsblatt“.
Im laufenden Jahr werden Krankenkassen und Gesundheitsfonds den Berechnungen zufolge voraussichtlich 6,6 Milliarden Euro Überschuss erzielen. 2013 und 2014 dürfte der Überschuss dann je knapp vier Milliarden Euro betragen, schätzt das Kieler Institut.

„Angesichts der zu erwartenden Überschüsse könnte 2013 und 2014 der allgemeine Beitragssatz ohne Weiteres um 0,3 Punkte sinken, ohne dass das System rote Zahlen schreiben muss“, sagte IfW-Finanzexperte Alfred Boss. Ohne Beitragssenkung würde die Rücklage bis 2014 auf 27,4 Milliarden Euro steigen – rund ein Prozent des Bruttoinlandsprodukts.

Bei den Kieler Berechnungen sind zwar die Prämienausschüttungen einzelner Kassen wie der Techniker-Krankenkasse (TK) nicht berücksichtigt. Bei der TK geht es dabei um bis zu 700 Millionen Euro; für alle Kassen zusammen um weniger als eine Milliarde Euro.

Milliarden an Reserven

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    Die gesetzliche Krankenversicherung verfügt aktuell über Reserven von rund 22 Milliarden Euro. Bundesgesundheitsminister Daniel Bahr und Gesundheitsexperten der Koalition haben wohlhabende Kassen daher mehrfach aufgefordert, ihre Mitglieder an den Überschüssen teilhaben zu lassen. Bislang profitieren laut Bahr rund eine Million Versicherte meist kleiner Kassen von Prämienzahlungen.

    Als erste große Kassen beschloss kürzlich die Techniker Krankenkasse (TK), aufgrund hoher Überschüsse Prämien an ihre Mitglieder auszuschütten. Wie hoch diese ausfällt, blieb vorerst offen. Nach Angaben des Internetportals der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ (FAZ) dürfte die Jahresprämie mindestens 100 Euro betragen. Die Ausschüttung muss jedoch versteuert werden. Insgesamt hat die Techniker Krankenkasse 8,2 Millionen Versicherte.

    Die TK machte deutlich, sie reagiere mit ihrem Plan nicht auf politischen Druck. Eine Prämienzahlung sei ein gesetzlich vorgesehener Weg, die Rücklagen seien bis zur gesetzlich zulässigen Höchstgrenze aufgefüllt.
    Nicht alle Krankenversicherer wollen einen Bonus ausschütten: „Uns ist ein attraktives Leistungsportfolio wichtiger als eine verhältnismäßig geringe Prämienausschüttung, die die Versicherten auch noch versteuern müssten“, teilte ein Sprecher der Barmer GEK am Dienstag mit.

    Im September beschloss diese Kasse ein individuelles Gesundheitskonto für Präventionsmaßnahmen und Zusatzleistungen. Auch die Betriebskrankenkassen (BKK) plädierten für Leistungsausweitung statt Prämienausschüttung. Gesundheitsminister Bahr begrüßte die Ankündigung – und sieht andere Kassen nun in Zugzwang.

    Viele Kassen sträuben sich gegen Erstattungen
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    16 Kommentare zu "Neueste Berechnungen: Die Rücklagen der Krankenkassen wachsen weiter"

    Das Kommentieren dieses Artikels wurde deaktiviert.

    • Die nicht rentenversicherungspflichtigen Mitglieder, wie z. B. Selbständige, freiwillig Krankenversicherte, hätten sicher was dagegen, wenn ihre Beiträge an die Rentenversicherung weitergeleitet würden...

    • War das früher nicht viel einfacher, als jede Kasse ihren Beitragssatz selbst festlegen und ändern konnte??

    • Die "erfolgsbezogenen" Gehälter der meist branchenfremden Parteibuch- und Klientel-Kassenchefs wrden sich sicher auch nach dem positiven Saldo des Geschäftsjahres richten. Da kommen Bilanzen mit "Rücklagen" dem eigenen Gehaltskonto doch gut! Nur im Vergleich zu den privaten Versicherern ist die Gesetzliche ein Umlagekonstrukt genau wie die gesetzliche Rente. Man erreicht solche "Geschäftserfolge" nur durch Vorenthaltung von Leistungen oder zu hohe Beiträge, in DEU wohl durch beides! Verarscht ist wiedermal, wie immer der Schlaf-Michel!

    • Krankenhausbetten müssen reduziert werden, es gibt in Deutschland immer noch zu viele und die "Liegezeiten" sind höher als in anderen Ländern, dazu gibt es passend eine höhere Rate von Krankheiten und Infektionen die sich erst im Krankenhaus eingefangen werden.
      Mehr Ambulatorien und die niedergelassenen Ärzte besser bezahlen. Um einen Zeh zu operieren, muß niemand wirklich ins Krankenhaus.

      Überschüße der Krankenkassen in die Rentenkassen verschieben.

    • Ob rückerstatten oder auf die berühmte "hohe Kante" zu legen für magere Zeiten, sollten die gesetzlichen Krankenkassen verpflichtet werden in den Räumen ihrer Geschätsstellen di Vergütungen des Leiters der Gesch.stelle sowie die des "Generaldirektors" für die Kasse ausgehängt werden, und ob er auch in der gesetzl.versichert ist.

    • Ich fordere die Anpassung des Leistungskatalogs der GKV an die Bundes-Beamtenbeihilfe (Stichwort: Ärztehonorare) und eine bessere Personalausstattung von Krankenhäusern. Das würde den Versicherten eher helfen als eine einmalige Rückzahlung von Wahlgeschenken.

    • Seit wann dürfen denn die Krankenkassen wieder die Beitragshöhe festsetzen? Hier scheint der Autor noch tief in der Vergangenheit zu sein ...

    • ich verstehe die ganze Diskussion nicht. Sollen die Krankenkassen doch ein paar Milliarden Rücklagen haben. Was soll das? Auf jeden einzelnen Versicherten runtergerechnet ist das doch sehr wenig. Es nützt jedem doch recht wenig wenn er jetzt im Monat 5 oder 10 Euro mehr netto hat und in zwei Jahren wenns eventuell wieder klemmt, werden die Beiträge wieder angehoben. Was wirklich wichtig ist, dass die KVs vernünftig mit Ihrem Geld umgehen und langfristig das Gesundheitssystem gesichert ist.

    • Das fehlte noch, dem Beitragszahlerpöbel was zurück zu erstatten, besser ist es das Geld in Prachtbauten der Krankenkassen, sowie anständige Gehaltssteigerungen bzw. gesteigerte Bonuszahlungen an die Manager der Krankenkassen zu investieren.




      (Ironie aus)

    • warte mal bis die Familien der Migranten den Freifahrtschein bekommen! Dann sind 22 milliarden Kleingeld in der Portokasse!
      Das soziale System ist am Ende.

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