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Policen Fahrrad, Handy, Reisegepäck: Welche Zusatzversicherungen sich lohnen

Viele Händler bieten bei Kaufabschluss auch die passende Versicherung an. Das kann sinnvoll sein, muss es aber nicht. Worauf Sie achten sollten.
24.02.2020 - 13:20 Uhr Kommentieren
Viele Optiker bieten standardmäßig eine Brillenversicherung an. Quelle: dpa
Brillenfassung

Viele Optiker bieten standardmäßig eine Brillenversicherung an.

(Foto: dpa)

Frankfurt Wer sich ein Smartphone oder Laptop zulegt, ein Fahrrad oder eine Brille, der bekommt zum Ende des Verkaufsprozesses meist den entsprechenden Versicherungsschutz dazu angeboten. Verkaufsargument ist der nicht unerhebliche Wert des Produktes, der bei Diebstahl oder Tollpatschigkeit selbst gestemmt werden müsste. Die Versicherung kostet dagegen nur wenige Euro im Monat.

Assistance-Produkte nennen die Versicherer die stetig steigende Auswahl an Versicherungsleistungen aus den Bereichen persönliches Wohnumfeld, Reise, Mobilität und Medizin.

Weil diese nicht beim Versicherer direkt, sondern über Elektronikmärkte, Telekom-Anbieter, Reisebüros oder Fahrradhändler abgeschlossen werden, spricht die Branche hier von einem so genannten B2B2C-Geschäft.

Für Kunden ergibt sich daraus die besondere Situation, dass er die Versicherung zwar beim Händler abschließt, sich im Schadenfall aber direkt an den Versicherer wenden muss. Oft merkt er erst dann, welche Gesellschaft eigentlich hinter dem Vertrag steht.

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    Verbraucherschützer kritisieren dabei oftmals teure Gebühren und halten vieles für überflüssig. Auch die Unwissenheit vieler Verkäufer, häufig gepaart mit einer gewissen Überrumpelungstaktik bei Abschluss der Versicherung, ist ein Kritikpunkt.

    Lesen Sie hier worauf Sie achten sollten:

    • Handy/Laptop: Gerade bei schnelllebiger Elektronik gehört der Versicherungsschutz wie selbstverständlich am Ende eines Vertragsabschlusses dazu. Stets gepaart mit einem Hinweis auf mögliche Unachtsamkeiten, Diebstahl oder das Eindringen von Flüssigkeit. Hinzu kommen Bedienungsfehler, Kurzschlüsse und Überspannungen.
      Gerade die teuren und neuesten Geräte versichern Kunden gerne. Dabei schließen sie eine Art Schutzbrief ab, in dem festgelegt wird, welche Schäden versichert sind. Je mehr, umso teurer. Etwa zehn bis zwanzig Prozent des Anschaffungspreises kostet die Versicherung pro Jahr, haben die Experten des Portals Finanztip errechnet.
      Abgeschlossen wird die Versicherung in der Regel für die Dauer von zwei Jahren. Dann müssen die Kunden aktiv kündigen, sonst verlängert sich die Versicherung. Entscheidend und entsprechend teuer sind die Details. So genannte Fallschäden sind gewöhnlich in der Basisvariante enthalten, wer auch gegen Diebstahl Schutz sucht, muss mehr bezahlen. Auch bedeutet geringer Schutz oftmals eine hohe Selbstbeteiligung.
    • Brille: Eine vierstellige Summe wird normalerweise fällig, sobald das Gestell modischer und Gleitsichtgläser statt normaler Gläser gewünscht sind. Deswegen bieten Optiker inzwischen standardmäßig den Schutz vor hohen Kosten an. Die Krankenkasse zahlt schließlich nur einen überschaubaren Betrag dazu, bei Beamten übernimmt zumindest die Beihilfe einen Teil der Summe.
      Trotzdem muss alle ein bis drei Jahre eine neue Brille her, da sich die Sehstärke verändert oder das bisherige Modell abgenutzt ist. Brillenversicherungen sind meist Bestandteil von Krankenzusatzversicherungen. Ist eine neue Brille nötig, dann übernehmen sie laut dem Vergleichsportal Verivox je nach Vertragsgestaltung zwischen 100 und 400 Euro der Kosten.
      „Wer weiß, dass er regelmäßig zum Optiker muss, weil sich die Sehstärke stetig verschlechtert, der ist mit einer Brillenversicherung in den meisten Fällen gut beraten“, heißt es bei Verivox. Ganz besonders profitieren Träger von teuren Gleitsichtgläsern. Wer hingegen mit Standardlösungen zufrieden ist, der sollte lieber monatlich einen bestimmten Betrag für eine neue Brille zur Seite legen.
    • Fahrrad: Allein die Zahl von rund 1,5 Millionen gestohlenen Fahrrädern in Deutschland pro Jahr zeigt, warum beim Verkauf auch hier mit dem entsprechenden Schutz geworben wird. Erst recht, seitdem E-Bikes boomen, deren Anschaffungswert bei mehreren Tausend Euro liegt.
      Grundsätzlich reicht zur Absicherung eines Fahrrades eine gute Hausratversicherung. Darin muss aber eine Komponente gegen Fahrraddiebstahl enthalten sein. Erstattet bekommt der Kunde in diesem Fall je nach Ausstattung zwischen einem und fünf Prozent der Versicherungssumme, die den Gesamtwert des Hausrats abbildet.
      Eine eigene Versicherung ist ab einem gewissen Wert des Fahrrads sinnvoll. Sie ist jedoch wesentlich teurer als der Schutz über die Hausratversicherung. Die Stiftung Warentest hatte vor knapp drei Jahren bei einem 1.500 Euro teuren Rennrad eine Prämie von bis zu 528 Euro pro Jahr ausgerechnet.
      Bei teuren E-Bikes und Pedelecs sollte ein Schutz gegen Feuchtigkeit und Elektronikschäden enthalten sein. Wichtig ist auf alle Fälle ein gutes Schloss, ansonsten besteht bei Diebstahl kaum die Chance auf eine Entschädigung.
    • Reisekrankenversicherung: Hier gilt: Je entlegener der Aufenthaltsort, umso sinnvoller ist sie. Dabei ist bei Krankheit im Ausland die Sachlage innerhalb Europas relativ einfach. Mit der European Health Insurance Card (EHIC), einer Art Versichertenkarte für Europa, werden die Kosten einer ärztlichen Behandlung in der EU sowie auch in Norwegen, Island oder der Schweiz ganz oder teilweise übernommen.
      Überall sonst empfiehlt sich eine zusätzliche Auslandskrankenversicherung. Die ist auch nötig, wenn ein Krankenrücktransport aus einem EU-Land anfällt. Denn diese Kosten übernimmt die EHIC meist nicht. Sinnvoll ist es, gerade bei Vorerkrankungen die genaue Absicherung zu klären.
    • Reisegepäckversicherung: Für die meisten Reisenden ist hier kein eigener Schutz nötig, denn die Hausratversicherung übernimmt in vielen Fällen den Schaden. Dennoch werden Gepäckversicherungen in Reisebüros gerne angeboten. Und das, obwohl bei einer Flugreise die Airline haftet.
      Bei einer Pauschalreise kommt der Reiseveranstalter für Schäden am Gepäck auf. Etwas anders gestaltet sich der Sachverhalt, wenn teures, sperriges oder anspruchsvolles Gepäck zu transportieren ist. Beispiele sind Ski- und Snowboard-, Golf- oder Angelausrüstung. Hierfür gibt es spezielle Versicherungen. Allerdings wird im Schadenfall meist nur der Zeitwert ersetzt.

    Mehr: Versicherungen sind kompliziert. Lesen Sie in unserem 31-seitigen Dossier, welche Policen Sie wirklich brauchen – ob als Berufseinsteiger, Familie oder Hausbesitzer.

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