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Ransomware Digitale Erpressung – Wie man sich schützen kann

Die IT-Systeme von Firmen sind beliebte Ziele von Cyber-Erpressern. Doch die höchsten Kosten entstehen nicht unbedingt durch geforderte Lösegelder.
07.08.2019 - 17:46 Uhr Kommentieren
Der Trojaner verschlüsselt Dateien und Server auf den infizierten Computern. Quelle: dpa
Computervirus Locky

Der Trojaner verschlüsselt Dateien und Server auf den infizierten Computern.

(Foto: dpa)

Frankfurt Im digitalen Zeitalter ist der Horror vieler Firmen folgende Meldung auf dem Bildschirm: Ihr Computer wurde gehackt, der Zugang zu Daten gesperrt. Dazu der Hinweis: Die Daten gibt es nur gegen Lösegeld zurück. Erst kürzlich zahlten die Behörden von Riviera Beach in Florida 600.000 Dollar an Cyber-Erpresser, um die Hoheit über das eigene IT-System zurückzuerlangen.

Seit einigen Jahren setzen Kriminelle im Geschäft mit Erpressungen immer mehr auf solche Methoden. Statt Menschen nehmen sie Computer als Geiseln, und darüber ganze Firmensysteme. Betroffen sind kleine Unternehmen wie Arztpraxen, aber auch größere Hotels bis hin zum Großkonzern. Die meisten Cyberversicherungen schließen deshalb mittlerweile auch Ransomware-Attacken ein.

Schlüssel gegen Lösegeld

Mit Ransomware werden sogenannte Erpressungs- oder Verschlüsselungstrojaner bezeichnet. Mithilfe solcher Schadsoftware verschaffen sich Kriminelle Zugriff auf Daten und Computersysteme und verschlüsseln diese. Den Schlüssel zur Freischaltung des eigenen Systems gibt es nur gegen Lösegeld.

„Beim Thema Cyberkriminalität ist Ransomware mit Abstand das ertragreichste Business-Modell“, erklärt Martin Kreuzer die Masche der Kriminellen. Der Cyber-Risk-Experte des Rückversicherers Munich Re erläutert, wofür Versicherungen aufkommen – und wofür nicht: „Im Falle von Ransomware-Attacken sind die größten Kosten, die anfallen, gar nicht die Lösegelder.“

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    Viel teurer seien die Unterbrechung des laufenden Betriebs und die Kosten für die Spezialisten, die die IT-Systeme wieder zum Laufen bringen müssen. Die Abdeckung solcher Kosten ist in den meisten Cyberpolicen enthalten.

    Beim Zahlen von Lösegeld sieht das anders aus, denn deutsche Behörden raten ausdrücklich davon ab. Kreuzer kennt aber trotzdem Firmen, die zahlen, letztendlich müsse jedes Unternehmen selbst entscheiden: „In Deutschland ist das eine rechtliche Grauzone, es gibt verschiedene rechtliche Deutungen.“

    Auch viele Experten raten davon ab, auf Lösegeldforderungen von Erpressern einzugehen. Stattdessen sollen Firmen ihre IT-Systeme neu aufsetzen. Das ist oft günstiger als das Lösegeld, solange regelmäßig Kopien erstellt werden, die außerhalb des eigenen Netzwerks gesichert sind.

    Nicht nur für Konzerne ist das wichtig, so der Gesamtverband der deutschen Versicherungswirtschaft: „Für kleine und mittelständische Unternehmen kann es schnell um die Existenz gehen, wenn der Zugang zum Computersystem über längere Zeit nicht funktioniert.“
    Mehr: Viele Firmen werden Opfer von digitaler Erpressung. Die Fälle rütteln die Wirtschaft hoffentlich auf. Denn so könnten die Angriffe sogar einen heilsamen Effekt haben.

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